The Vortex – Beasts From Beyond (USA 2012)

Wo keine Finanzmittel, da keine Ideen. Es gibt zahlreiche Filme, die diese These widerlegen – man beachte allein die grotesken No-Budget-Blockbuster von Jeff Leroy („Rat Scratch Fever“) –, doch „The Vortex“ zählt eindeutig nicht zu ihnen. Das belegt gleich der Auftakt, in dem schlichtes sandiges Geröllsetting das ferne Afghanistan vorgaukeln soll. In dieser Einöde tummeln sich nicht allein überzogene Klischee-Soldaten mit Reservisten-Attitüde, sondern auch der zauselige Wissenschaftler Sydney Gerber (Camden Toy, „Buffy“). Der lässt in einer Höhle ein Wurmloch ausbuddeln, von dem das Drehbuch fortlaufend behauptet, er selbst habe es erschaffen.

Warum dafür der Spaten geschwungen werden muss, erschließt sich nicht. Aber wer dies ganzheitlich miserable Machwerk schadlos bewältigen will, der muss die Idiotie als steten Zaungast schon willkommen heißen. Aus besagter Dimensionsverbindung schießen Kristalle, die Skorpione und Spinnen an possierlicher Übergröße gewinnen lassen. Das könnte lustig sein, zum Lachen spornen aber weder die schalen Mimen noch die Dilettanten-CGI an. Von den Soldaten ist jedenfalls bald keiner mehr übrig, was die Befehlsgeber in der Heimat naturgemäß dazu antreibt, eine Suchmission auf die Beine zu stellen.

Zu der zählen der spleenige Wissenschaftler William Marx (Jack Plotnick, „Rubber“), dessen Ex-Frau Catherine Decker (Sarah Lieving, „Super Shark“) und der knüppelharte Elite-Kämpfer Steven Raiger (trotz Overacting ausdrucksstark wie ein Kanten Brot: Ted Jonas, „Fire Twister“). Sie sollen das Wurmloch schließen und eine weitergehende Gefahr für die Welt bannen. Über die Stolpersteine der Mission (Sandstürme, feindliche Soldaten) wird ob des schmalen Budgets meist nur gesprochen – und wenn doch mal etwas passiert, wie beim unterirdisch inszenierten nächtlichen Feuergefecht, meist mitten im Geschehen ausgeblendet.

Marx’ Ratlosigkeit macht die von Riesengetier erschwerte Suche nach Gerber erforderlich, der sich in alte Zeitungen gesponnen in einem verlassenen Dorf findet. Nur hat der partout keine Lust, seine kooperative Seite zu zeigen, was im bestussten Finale dazu führt, dass er sich in eine großgewachsene sprechende Schlange (!) verwandelt. Dass Sinn und Verstand fehlen, wäre zum Zwecke schundiger Erheiterung kein Problem. Für die aufgezeigte Produktionsgüte ist der semiprofessionelle C-Trash, dessen Alternativtitel „Big Bad Bugs“ mehr Ironie impliziert, als vorhanden, jedoch deutlich zu zäh. Mehr als beschämtes Kopfschütteln bleibt da am Ende nicht übrig.

Wertung: (1 / 10)

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