The Video Dead (USA 1987)

the-video-dead„He likes to chase skunks in the woods, and if he finds them he tries to mate with them. Only skunks don’t like to mate with poodles, and then they spray him and he really gets turned on.”

Das Fernsehen verdirbt nicht nur den Charakter, sondern wirkt sich auch negativ auf die Entwicklung des Rezipienten aus. Neben dem gesammelten Programminhalt von RTL2 verdeutlicht dies vor allem der trashige C-Horror-Streifen „The Video Dead“. Geschrieben, produziert und inszeniert von Robert Scott rankt sich der Film um ein verwunschenes TV-Gerät. Dieses zeigt einzig Programme mit und über Zombies. Dass die Kreaturen zudem in der Lage sind, der Mattscheibe zu entsteigen und in die reale Welt zu gelangen, bringt unweigerlich Probleme mit sich.

Am eigenen Leib erfahren dies die Geschwister Zoe (Roxanna Augesen) und Jeff (Rocky Duvall). Deren Eltern haben ein Haus in kleinstädtischer Umgebung erworben. Bevor nun die Erzeuger zur Inspektion anrücken, sollen die Sprösslinge den Laden auf Vordermann bringen. Dabei entdeckt Jeff besagtes TV-Gerät und staunt nicht schlecht, als die Sendeformate mit ihm zu kommunizieren beginnen. Was folgt sind untote Aussteiger, die in der spießbürgerlichen Nachbarschaft für einigen Wirbel sorgen.

Mit „Return of the Living Dead“ begann 1985 die Ära des humorvollen Gorefilms. Auch die zwei Jahre später inszenierte Direct-to-Video-Produktion „The Video Dead” – in Deutschland auch unter dem Titel „Zombie – Bloody Demons” bekannt – bedient sich dieses Schemas. Einer handvoll gelungener Ideen und amüsanter Dialoge steht allerdings die billige Produktion gegenüber. Denn diese kann den Streifen kaum über Amateur-Niveau hieven. Die Darsteller sind mäßig, die Masken lausig und die Effekte schlecht. Das geringe Budget bleibt permanent spürbar und spiegelt sich allein in der denkbar simplen Kameraführung wider.

Dem Thema entsprechend nimmt sich Robert Scotts („Ratdog“) Zombie-Trash nicht sonderlich ernst. Am Minimalziel launiger Kurzweil schrammt „The Video Dead“ aufgrund der unbefriedigenden Umsetzung dennoch vorbei. Hier und da sprudelt verwässertes Kunstblut aus Armstümpfen oder offenen Wunden, mehr als ein müdes Lächeln kann das dem Betrachter allerdings nicht entlocken. Vor allem, weil der Streifen im weiteren Verlauf zunehmend an Originalität verliert. Das Grundkonzept des belebten Fernsehers hätte Stoff für einen augenzwinkernden Horror-Ulk gegeben. Mehr als eine zeitweilig amüsante Untoten-Posse wird im Endeffekt aber nicht geboten.

Eingangs werden Erwartungen geweckt, die der Film im weiteren Verlauf kaum halten kann. Lustlos wanken die Zombies von Haus zu Haus und würgen sich durch die suburbane Kleinstadtidylle. Wirkliche Freude kommt da keine auf. Am arg ideenlosen Finale zerrt sich das wenig erwähnenswerte Machwerk endgültig unter bekömmlichen Durchschnitt und endet erwartungsgemäß am bemüht pointierten Ausgangspunkt. Was bleibt sind spaßorientierte Würgezombies aus der Mattscheibe. Die bieten sicherlich Potential für sarkastische Seitenhiebe auf die Medienlandschaft. Den Machern eine solche Intention zu unterstellen, ginge aber eindeutig zu weit.

Wertung: 3 out of 10 stars (3 / 10)

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