The Quick and the Undead (USA 2006)

the-quick-and-the-undeadDer Genremix kann Spaß machen, die Verbindung dessen, was auf den ersten Blick nicht zusammen gehört. Vampir- und Karate-Film zum Beispiel („Die sieben goldenen Vampire“, „Vampire Hunters“), oder Blutsaugergeschichte und Neo-Western („Near Dark“, „John Carpenter’s Vampires“). Gerald Nott geht mit seinem Regiedebüt „The Quick and the Undead“ einen ähnlichen Weg, vermischt klassische Motive des (Italo-)Westerns aber mit dem Szenario einer Zombie-Invasion. Was daraus hätte werden können… Wurde es aber nicht, weshalb sich besser schnell der Mantel des Schweigens über das miserable Werk legt.

Dabei könnten die Ansätze so viel mehr hergeben, als das schlussendliche Resultat bereit ist zu bieten. Es geht um Kopfgeldjäger, die sich ihren Lebensunterhalt damit verdienen, untote Kreaturen zu beseitigen. Vor 85 Jahren dünnte eine Epidemie die Bevölkerung aus und verschaffte den Bounty-Huntern eine Existenzgrundlage, weil die Toten über die Lebenden herfielen. Heute aber ist die Gefahr weitgehend eingedämmt und nur wenige Landstriche gelten noch als Gefahrengebiet. Entsprechend brennt der Konkurrenzkampf um die schwindenden Kopfprämien.

Das bekommt auch Ryn (Co-Produzent Clint Glenn) zu spüren, als er von seinen ehemaligen Kumpanen, angeführt vom kaltblütigen Blythe Remington (ohne jeden Ausdruck: Parrish Randall, „Birdie and Bogey“), niedergeschossen wird. Weil er sich aber durch Selbstinjektionen des Erregers – wie das funktionieren soll, bleibt sein Geheimnis – Immunität verschafft hat, überlebt er die Attacke und mutiert auch nicht zum fleischfressenden Ungeheuer. Das lässt Raum für Rache, die daneben ein hehres Ziel verfolgt, will Blythe doch Arbeitsplatzsicherung durch die eigens initiierte Ausbreitung der Seuche betreiben.

„The Quick and the Undead” ist mehr der gespielte Witz denn ernstzunehmender, geschweige denn amüsant hommagierender Zombie-Horror. Bei der Inszenierung hapert es trotz einigermaßen gelungener Kameraarbeit, während der Plot mehr Aufhänger für akute Ereignislosigkeit denn schauriger Unterhaltung ist. Hier und da splattert es mal brauchbar in die Gegend, die grottenschlechten Darsteller und die – selbst gemessen am nichtigen Anspruch des Streifens – lächerlich unplausible Story zerstören aber schlicht jede Möglichkeit, aus einer reizvollen Grundidee einen kompakten Film zu machen. Für den blutrünstigen Billigfilm bleibt also alles beim alten. Er kann getrost ignoriert werden.

Wertung: (3 / 10)

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