The Principal – Einer gegen alle (USA 1987)

the-principalKlassenkampf einmal anders: In „The Principal“ (oder eingedeutscht: „Der Prinzipal“) verteidigt Schulrektor James Belushi („Red Heat“) die Penne gegen Gangs und Gewalt. Dabei behilflich ist ihm der wehrhafte Sicherheitsmann Louis Gossett Jr. („Ein Offizier und Gentleman“). Doch steht der, namentlich Jake Phillips, den Bestrebungen von Lehranstaltsleiter Rick Latimer anfangs skeptisch gegenüber. Nicht zu Unrecht, tritt der die neue Stelle doch höchst unfreiwillig an.

Weil er den Porsche des Scheidungsanwalts seiner (Noch-)Gattin mit einem Baseballschläger traktierte, wird der großmäulige Lotter-Lehrer Rick zum Rektor befördert. Die Freude hingegen währt nur kurz, schließlich ist sein neues Arbeitsgebiet die berüchtigte Brandel High School. Im schmucken Ghetto gelegen, ist die Schule ein Auffangbecken für Verlierer und Problemfälle. Immerhin besteht Schulpflicht und der Staat muss der Ausbildung der Jugendlichen nachkommen. Verweise kann Rektor Rick also nicht aussprechen. Los wird er die ärgsten Sorgenkinder nur, wenn sie für etwaige Verbrechen in den Knast wandern.

Nach anfänglichem Zögern stellt er sich der Herausforderung und versucht die Schülerschaft mit Zucht und Ordnung zur Räson zu bringen. Drogendealer Victor Duncan (Michael Wright, „Sugar Hill“) passt das gar nicht in den Kram. Der Beginn eines zunehmend brutalen Kleinkrieges. Ohne Klischees und übertriebene Charakterzeichnungen kommt der nicht aus, was allein Belushi als Sprüche klopfender Zyniker verdeutlicht. Rick rast mit dem Motorrad zur Arbeit und pfeift sich zum Abendbrot Kakaopulver mit Cola und Kippe rein.

Als die Schülerschaft (u.a. Esai Morales, „NYPD Blue“) beginnt, Vertrauen in die Maßnahmen des neuen Schulleiters zu fassen, sieht Victor seine Vormachtstellung gefährdet. Die Folgen sind auch für die ambitionierte Lehrerin Hilary Orozco (Rae Dawn Chong, „Phantom Commando“) fatal. Doch Rick steckt nicht auf und stellt sich den skrupellosen Unruhestiftern in einem spannenden Showdown entgegen. Zwingend glaubwürdig ist das von Christopher Cain („Young Guns“) rasant inszenierte Action-Drama nicht, dafür aber durchweg packend und mit furztrockenem Humor garniert. 80’s-Schmiss Galore!

Wertung: (7 / 10)

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