The Other Guys – Die etwas anderen Cops

die-etwas-anderen-copsIm Polizeifilm dreht sich normalerweise alles um heroische Draufgänger, die das Gesetz wenn nötig auch mit unlauteren Methoden durchsetzen. Hinter ihnen stehen die Schreibtischtäter, die nach verrichteter Gangsterjagd die Berichte tippen, um den im Licht der Öffentlichkeit stehenden Kollegen den Rücken für neue Heldentaten freizuhalten. Denn welcher ´Top Cop´ will sich zwischen Verbrechensbekämpfung und Fernsehauftritten schon mit lästiger Büroarbeit plagen? Die New Yorker Elite-Detectives Highsmith (Samuel L. Jackson, „Snakes on a Plane“) und Danson (Dwayne Johnson, „Doom“) jedenfalls nicht.

Dafür gibt es ja die Männer im Hintergrund oder, wie es der deutsche Titel will, „Die etwas anderen Cops“. Zwei von ihnen sind die unfreiwilligen Partner Gamble (Will Ferrell, „Stiefbrüder“) und Hoitz (Mark Wahlberg, „Max Payne“). Unfreiwillig, weil der ambitionierte Hoitz nur zum Dienst am Schreibtisch verdonnert wurde, weil er während eines entscheidenden Baseballmatches im Kabinengang auf Star-Batter Derek Jeter feuerte. Mit seiner gleichmütigen Gelassenheit treibt ihn Bürohengst Gamble zur Weißglut. Doch ihre Chance zur Bewährung wird kommen.

Als sich Highsmith und Danson in einem Augenblick grotesker Selbstüberschätzung nämlich von einem Hochhaus stürzen, drängt Hoitz den verweichlichten Partner mit vorgehaltener Waffe in den aktiven Dienst. Schnell geraten sie an den Wirtschaftskriminellen Ershon (Steeve Coogan, „Tropic Thunder“), der mit dem finsteren Ex-Agenten Wesley (Ray Stevenson, „Punisher: War Zone“) die immensen Verluste seiner Firma zu kompensieren versucht. Bevor den Verbrechern aber das Handwerk gelegt werden kann, müssen sich die unbedarften Polizisten erst einmal zusammenraufen.

Die bereits vierte Zusammenarbeit von Farrell und Regisseur Adam McKay („Rickie Bobby – König der Rennfahrer“) ist eine bisweilen brüllend komische Polizei-Posse, deren dürftige Alibiplotte aber nur sprunghaft und im Stile einer klassischen Sketchparade abgehandelt wird. Dem Spaßgehalt tut das grundlegend keinen Abbruch, nur verflacht der Film abseits der Hauptprotagonisten spürbar. Zwar ist auch Eva Mendes („Helden der Nacht“) als Gambles rassiger Ehefrau und Ex-„Batman“ Michael Keaton als Polizei-Captain mit Nebenjob im Möbelhaus die Sympathie des Zuschauers gewiss, vor allem der überraschungsfreie Krimi-Anteil bildet über weite Strecken aber lediglich den Rahmen für eine zugegeben furiose One-Man-Show Ferrells. Eine insgesamt äußerst spaßige Komödie mit (deutlichen) inhaltlichen Abstrichen.

Wertung: (6,5 / 10)

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