The Mad (CDN/USA 2007)

the-madFleisch vom Quarantänehof geisterte in den vergangenen Jahren auch durch deutsche Lande. Zumeist über die Gazetten. Von den Ausmaßen, die John Kalangis im Horrorspaß „The Mad“ beschreibt, blieben hiesige (und sonstige) Gefilde bislang aber glücklicherweise verschont. Denn das Hack eines achtlos chemischen Nahrungsersatz verfütternden Farmers verwandelt die Konsumenten, nachdem es als Burger in verschiedenen Mägen landete, in reißende Menschenfresser.

Ausgerechnet in den heimgesuchten Landstrich verschlägt es den Arzt Jason Hunt (Billy Zane, „Ritter der Dämonen“) samt neuer Lebensgefährtin, seiner launischen Tochter Amy (Maggie Castle, „The Woods“) und deren Freund. Als erste Opfer zu beklagen sind, verschanzt man sich im Hotelzimmer und schließlich im nahen Diner – und diskutiert ausgiebig die Möglichkeit, es per Definition tatsächlich mit Zombies zu tun zu haben. Zu einem Gutteil funktioniert diese humorige Note. Zane spielt herrlich trocken und die gezügelten Splattereinlagen werden durch den comichaften Charakter merklich abgefedert.

Und doch hinterlässt „The Mad“ einen eher unbefriedigenden Eindruck. Der von Killerbuletten und lustig verdrehtem Blutverlust ausgehende Trash-Appeal wird nicht fortlaufend verfolgt und der Dialogwitz erweist sich streckenweise doch als arg bemüht. Wenn Vater und Tochter, nachdem das Restaurant nicht mehr sicher ist, zur Ursprungsfarm der Seuche aufbrechen, wird es sogar eher albern. Statt Zombies machen dort die verantwortlichen Farmer Ärger, was Tempo und Frische doch merklich drosselt.

Das rund 80-minütige B-Movie macht in seinem unbekümmerten Umgang mit Klischees Laune, schöpft sein Potential aber nur partiell aus. Sympathische Nebenfiguren wie der kiffende Burgerbrater Charlie (Rothaford Gray, „Max Payne“) verschwinden zu schnell aus der Handlung und mit dem recht flotten Vorlauf kann das mäßige Finale auch nicht mehr mithalten. Freunde gepflegter Zombie-Komödien können ruhig einen Blick riskieren. Der große Wurf ist die ansprechend gemachte Farce aber nicht.

Wertung: (5 / 10)

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