The Lawrence Arms – We Are the Champions of the World (2018, Fat Wreck)

Statt eines neuen Albums warfen THE LAWRENCE ARMS 2018, vier Jahre nach ihrem Epitaph-Einstand „Metropole“, eine Best-of-Retrospektive in den Ring. Doch handelt es sich bei „We Are the Champions of the World“ nicht einfach um eine schlichte Zusammenstellung der größten Gassenhauer, auch vier bislang unveröffentlichte, kaum als Ausschussware zu bezeichnende Songs aus den Aufnahmen zum Klassiker „Oh! Calcutta“ (2006) haben ihren Weg auf die Platte gefunden.

Natürlich kann man über eine solche Zusammenstellung wieder vortrefflich streiten, aber aus persönlicher Sicht gehören THE LAWRENCE ARMS schon seit vielen Jahren zu den Lieblingsbands und irgendwann erscheint eine solche Kompilation, vor allem nach etlichen Platten und EPs, einfach sinnhaft. Und auch wenn – zwangsläufig – nicht alle Hits abgegriffen werden, wird hier die annähernd zwanzigjährige Geschichte der Band mehr als rund erzählt.

Insgesamt 29 (!) Songs sind auf „We Are the Champions of the World“ zu finden. Der Reigen beginnt mit dem eher ungestümen „On With the Show“. Wie auch bei „The Devil’s Takin’ Names“ und „Like a Record Player“ wird die Zwei-Minuten-Marke nicht gerissen. Neben diesen raueren – von Brendan Kelly gesungenen – Songs gibt es auch einige Beiträge aus der melodischeren und teils auch melancholischeren Richtung, bei denen vermehrt Chris McCaughan am Mikro zu hören ist (etwa „Beautiful Things“, „Right As Rain (Part 2)“, „Boatless Booze Cruise“).

Mit „An Evening of Extraordinary Circumstance“ und „The Northside, the L&L, and Any Number of Crappy Apartments“, beide vom 1999er-Debütalbum „A Guided Tour of Chicago“, hat das Trio zudem einen Griff in die Mottenkiste gewagt und präsentiert hier Material aus ihren Anfangstagen. Somit ist hier eigentlich für jeden etwas dabei. Denn über den Umfang von „We Are the Champions of the World“ kann einfach nicht gemeckert werden. Und über die Qualität von THE LAWRENCE ARMS sowieso nicht.

Wertung: 8 out of 10 stars (8 / 10)

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