The Junior Varsity – Cinematographic (2007, Victory Records)

the-junior-varsity-cinematographicOriginell waren THE JUNIOR VARSITY noch nie. Das Debüt „The Great Compromise“ war kaum mehr als ein laues Lüftchen im Einheitsbrei des Emo-Rock, der Nachfolger „Wide Eyed“ – ihr erstes über Victory veröffentlichtes Album – nur das Auflesen jener Krumen, die etablierte Vorreiter in ihrer Entwicklungsphase zu Boden fallen ließen. Die Erwartungen an das jüngste Werk der Jungs aus Illinois dürften sich entsprechend verhalten ausweisen. Jedoch sorgt die Band mit „Cinematographic“ für eine, wenn nicht faustdicke, so zumindest kleine Überraschung, indem sie den Ballast der einfallslosen Abkupferung von sich werfen kann.

Vermehrt weckt die Platte Erinnerungen an die Labelkollegen von BAYSIDE, wenn der Härtegrad nach oben geschraubt und der Kontrast zu wiederholt wertgeschätzten Passagen des Pop deutlicher gemacht wird. Blumentöpfe lassen sich damit freilich nicht gewinnen, doch dürften Songs wie der dynamische Opener „I Went Blind“ oder das von entspannter Basslinie getragene „St. Louis“ den Respekt eines Publikumskreises wecken, der bislang unwesentlich mehr als Gleichgültigkeit für THE JUNIOR VARSITY übrig hatte. Der Schritt geht in die richtige Richtung, selbst wenn längst nicht jeder Song zur Aussöhnung beitragen kann.

Wertung: (6 / 10)

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