The Judas Cradle – Too Bad They’re All Dead (2004, Eulogy Records/Alveran Records)

Weit abseits der träumerischen Fassade von „Sweet Home Alabama“ errichten THE JUDAS CRADLE mit „Too Bad They‘re All Dead“ ihren bollwerkgleichen Erstling. Ohne Rücksicht auf Verluste bombt sich das spielstarke Quintett durch 10 nuancenreiche Tracks voller Brutalität und schonungsloser Härte. Das harsche Organ von Frontmann Clayton Kidd extrahiert dabei die aufkeimenden Anleihen im Bereiche des Hardcore von der instrumentalisierten Metal-Maschinerie und fungiert obendrein als regelndes Element, welches den Hebel zu zahlreichen Ausbrüchen in die abgründigen Gefilde des Death-Metal umlegt.

Wahrlich keine leicht verdauliche Zwischenmahlzeit, erweist sich „Too Bad They‘re All Dead“ als hochgradig unbequemes Album, vertrackt und schlicht bitterböse. In eine ähnliche  Kerbe schlagend wie MARTYR AD, vollführen die amerikanischen Südstaatler eine irrwitzige Attacke gegen bekannte Songstrukturen und zerren das Element des Unerwarteten unweigerlich auf ihre Seite. So reiht sich auch THE JUDAS CRADLE in jenen Zirkel künstlerischer Zusammenschlüsse ein, der sich ohne jeden Zweifel Gehör und Respekt verschaffen wird. Auf die eine oder andere Art.

Wertung: (7 / 10)

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