The Italian Stallion – Demo (2004, DIY)

Das vorliegende Demo-Tape der deutschen Garagen-Thrash-Punker THE ITALIAN STALLION ist derart schlecht, dass es im Grunde schon wieder eine gesunde Portion kalkulierte Heiterkeit verbreitet. Kalkuliert, weil sich das einschleichende Kulturgut der Sly Stallones Paraderolle des Schweinehälften malträtierenden Hinterhofboxers Rocky Balboa nachempfundenen Band in steter Selbstironie und schier lächerlich transparenten Phrasen wälzt. Im Geiste mit Bands wie ADELHEID STREIDEL EXPERIENCE verwurzelt, macht die fröhliche Perfektionsverweigerung nicht zuletzt aufgrund zwerchfellerschütternder Fernsehintermissionen Bock auf mehr eingespielten Blödsinn.

Die sechs auf Tape gebannten Songs, darunter solch wohlklingende wie Intellekt versprühende Ausgeburten des Schlages „Rabauken, Spitzbuben & Hurensöhne”, „Anarchosyndikalismus”, „Nazi-Christen-Zombies aus dem Weltall” oder „George Whore Bush is the international Queen of Sex”, taugen aus musikalischer Sicht kaum mehr als Silvester Stallone zum ernsthaften Charaktermimen berufen scheint. Der heiser gekreischte Gesang lässt derweil Kenny von „South Park” hinterm Mikro vermuten, doch rechtfertigen THE ITAKIAN STALLION ihr Dasein schlicht durch den Spaß an der Verbreitung kaum erwähnenswerter Albernheiten mit Message.

Also schreitet von dannen und traget die Weisheiten der italienischen Hengste (Stallones Ausflug in die schlüpfrigen Gefilde des Sexfilmchens „The Party at Kitty and Stud’s” aus dem Jahre 1970 lief bei RTL früher übrigens auch mal unter dem Titel „The Italian Stallion”) hinaus in die weite Welt… Oder vergewissert euch via www.theitalianstallion.de selbst von der virtuosen Schaffenskraft dieser entdeckenswerten Combo, die im Sommer wohl ihr Debütalbum auf die Menschheit loslassen wird. Wir sind gespannt…

Wertung: (6 / 10)

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