The Hills Have Eyes 2 (USA 2007)

the-hills-have-eyes-2-2007Aufgrund der in Hollywood derzeit herrschenden harten Horror-Welle und einigen kleinen Erfolgen sollte es natürlich auch ein Sequel zu Alexandre Ajas „The Hills have Eyes“ geben, ohnehin schon ein Remake des Wes Cravens Klassikers von 1977. Derlei Fortsetzungen zeugen im Regelfall nicht von sonderlich großen Einfällen. So auch hier. Dafür jedoch spritzt das Blut wieder literweise über die Leinwand.

Sektor 16, ein Gebiet in dem früher Atomwaffen getestet wurden und in dessen Berghöhlen bereits einige Personen verloren gingen. Eine Nachwuchseinheit der US-Armee wird in dieses Gebiet beordert, um die derzeit dort ansässigen Forscher mit Nachschub zu versorgen. Bis auf ein leeres Camp findet die Truppe um ihren Anführer (Flex Alexander) allerdings nichts und niemanden vor. Ein vages Lebenszeichen sorgt für den ersten ernsthaften Einsatz der Soldaten in Ausbildung. Auf dem Berg angekommen, geraten sie jedoch in einen Hinterhalt und nachdem ihr Sergeant tot ist, sind die Frischlinge auf sich allein gestellt.

Die Frage muss schon erlaubt sein, was den Altmeister des Horrors Wes Craven dazu veranlasst hat, das Drehbuch für „The Hills have Eyes 2“ zu verfassen. Unter tatkräftiger Unterstützung seines Sohnes im Übrigen. Lieblos ist wohl das passende Wort, denn genau so wirkt dieser uninspirierte Aufguss auf den Betrachter. Zwar kommt das Sequel – welches inhaltlich nichts mit dem Remake-Vorgänger zu tun hat – schneller in Fahrt als der Erstling. Allerdings mangelt es ihm jederzeit an der Klasse von Ajas kühlem Werk.

Die Schauspieler sind nicht mehr als Standardware von der Stange, ein paar hübsche Gesichter, die nicht in der Lage sind, zwei Minuten im Gedächtnis zu bleiben. Dazu gesellen sich haarsträubende Dialoge der Protagonisten, die zudem allesamt dem Schema F für Horrorfilme entsprungen sind. Relevant ist allerdings bei derlei Filmen der Blutgehalt und dieser kann zumindest mit dem Erstling halbwegs mithalten. Nach und nach wird die zu Beginn euphorische Rettungstruppe von den Degenerierten dezimiert. Dabei geht es nicht immer zimperlich zu. Eingeweide sind zu sehen, Körper platzen beim Sturz aus luftiger Höhe förmlich auf und Augen werden eingedrückt. Das ist für Freunde gepflegter Gore-Unterhaltung sicherlich nett anzuschauen, mehr aber auch nicht. Bei aller Härte war die Wirkung des ersten Teils um einiges höher, da Alexandre Aja seinen Film nicht als reine Unterhaltung präsentierte. Dies war auch schon bei seinem kompromisslosen Debüt „High Tension“ so.

„Rothenburg”-Filmer Martin Weisz hat mit „The Hills have Eyes 2“ genau den Film abgeliefert, den die Fangemeinde wohl erwartet hat. Ein inhaltlich überraschend schwaches Werk, das trotz einiger Härten kein Wort um die vorderen Plätze des härtesten (Mainstream-)Films der letzten Jahre mitreden kann. Zwar immer noch unterhaltsamer als „Hostel 2“, aber an die Klasse von Ajas Werk reicht er zu keiner Sekunde heran. Da wäre sicherlich mehr drin gewesen.

Wertung: (4 / 10)

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