The Heartaches – Move On (2004, I Scream Records)

Das Boston und Belgien durchaus wohlige Nähe aufweisen können, beweist dieser Tage das mitteleuropäische Quintett THE HEARTACHES. Unter der Flagge solch drolliger Künstlernamen wie Joey UK, Tommy Gun oder Bram Stoker entrollen die Jungs das Pamphlet ihres zweiten Longplayers „Move On“. Streng genommen hätte die Namensgebung jedoch auch in Richtung Lars Frederiksen, Tim Armstrong oder Charlie Harper tendieren müssen, um dem hier aufgezeigten Plagiatismus in voller Breite gerecht zu werden.

Zwischen RANCID und den RIVER CITY REBELS ziehen die Belgier ihre durchaus gefälligen Kreise, greifen dabei auf die obligatorischen Riot-Choräle sowie den gesamten Katalog inhaltsschwängernder Phrasen zurück und entbieten schlicht zigfach aufgewärmte Versatzstücke der rauen Marschrichtung des Street-Punk. Stilistisch und textlich ambitioniert angepisst, hätte das Bestreben rudimentär eingestreuter Anflüge musikalischer Individualität THE HEARTACHES wohl ein Ergebnis jenseits stumpfer Abkupferung beschert. Auf diesem Wege bleibt „Move On“ allerdings nicht mehr als ein uninspirierter Genrebeitrag ohne nennenswerte Klasse.

Wertung: (4 / 10)

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