The Go Set – The Go Set (2012, Bad Dog Records)

the-go-set-stDer britische Einschlag in Australien bleibt unverkennbar. Zumindest gemessen an THE GO SET, die sich dem Folk-Punk angenommen haben und mit dem Opener ihres selbstbetitelten sechsten Albums, „Drums of Chelsea“, auch in die alte Welt schielen. Trotzdem bleiben die Einflüsse von Dudelsack und Co. eher verhalten und die Nacheiferung von Bands wie THE TOSSERS aus. Warum auch in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt? Bezogen auf die Musikkultur Down Under bedeutet das Anlehnungen an RADIO BIRDMAN und MIDNIGHT OIL, für die Produzent Paul McKercher auch schon tätig war.

Aber „The Go Set“ bedeutet nicht nur eine Sammlung verschiedener Stilformen, sondern insbesondere ein packendes Musikwerk mit schneidigem Melodiereichtum und hymnischen Refrains in Serie. Hier und da geht es poppig zu, dann wieder folkig oder einfach hergebracht punkig. Das Tempo ist eher verhalten, der Akzent britisch und das Spaßpotenzial trotz oft melancholischem Unterstrich hoch. „The New Age“, „Television Education“, „Change the World“ oder die rhythmisch dem Punk entgleitenden „All Our Friends“ und „Rooftops“ bieten Abwechslungsreichtum und Frische in hoher Frequentierung. Kurzum: Eine prima Platte.

Wertung: (7,5 / 10)

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