The Expendables 3 (USA/F 2014)

the-expendables-3„You were stupid enough to get yourself into this mess. And we’re the only ones crazy enough to get you out of it.“ – Helfer in der Not: Lee Christmas

Nach dem enttäuschend inszenierten ersten Teil hielten die „Expendables“ im zweiten Anlauf, was die Idee eines Schaulaufens alternder Action-Haudegen verspricht. Gestorben wurde reichlich, ironisch und verdammt blutig. Ein dritter Auftritt von Ideengeber Sylvester Stallone und Gefolge war schnell beschlossene Sache. Für den konnten neuerlich schillernde Namen gewonnen werden – u.a. Wesley Snipes („Passagier 57“), Mel Gibson („Lethal Weapon“) und Harrison Ford („Air Force One“) –, das Publikum jedoch zeigte sich abermals gespalten. Grund zur Klage gibt neben der bisweilen übertriebenen Ernsthaftigkeit vor allem die zwar bleihaltige, von „Red Hill“-Regisseur Patrick Hughes insgesamt aber überraschend zahnlos präsentiere Action. Besser als das Original ist Part drei sicher, bleibt aber doch überraschend deutlich hinter der ersten Fortsetzung zurück.

Zum Auftakt befreit die Söldnertruppe um Barney Ross (Stallone) und die Verbündeten Lee Christmas (Jason Statham, „Homefront“), Toll Road (Randy Couture, „Thrill to Kill“) und Gunner Jensen (Dolph Lundgren, „Men of War“) die seit Jahren in Afrika gefangen gehaltene Kampfmaschine Doc (Snipes) aus einem Hochsicherheitszug. Eine Anspielung auf dessen Steuerhinterziehung später geht es nach Mogadischu, wo er helfen soll, einen gefürchteten Waffenhändler auszuschalten, der Warlords und Freischärler rund um den Globus mit Kriegsgerät versorgt. Nur staunt Barney nicht schlecht, als sich das Ziel als der totgeglaubte ehemalige Verbündete Stonebanks (Gibson) entpuppt. Die Mission läuft gehörig schief und als der Getreue Caesar (Terry Crews, „Gamer“) schwer verwundet wird, sinnt Barney auf Rache. Nur will er für die nicht das Leben der Freunde gefährden.

Also rekrutiert er mit Hilfe von „Frasier“ Kelsey Grammer in bester „Die glorreichen Sieben“-Manier Nachwuchs-Kanonenfutter und rückt Stonebanks zu Leibe. Dumm nur, dass CIA-Patron Drummer (als Ersatz für Bruce Willis: Ford) den Scheißkerl lebendig will, damit dieser vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gestellt werden kann. Der Mittelteil zieht den Film spürbar und dehnt ihn in der erweiterten Schnittfassung auf rund 130 Minuten. Die Einbringung von Kellan Lutz („Arena“), Glen Powell („Red Wing“), UFC-Kämpferin Ronda Rousey („Fast & Furious 7“) und Boxer Victor Ortiz („Soutpaw“) als Nachwuchs-Expendables wirkt insgesamt überflüssig, rückt die alte Garde darüber doch merklich in den Hintergrund. Immerhin aber darf der bislang kaum durch erinnerungswürdige Präsenz geglänzte Lutz beweisen, dass er doch über ein Mindestmaß an Charisma verfügt.

Natürlich geht auch der zweite Einsatz schief, bei dem Robert Davi („Stirb langsam“) kurz vorbeischaut und die Jungspunde in Stonebanks Gewalt geraten. Barney erhält 48 Stunden Zeit, für eine Rettungsaktion nach Osteuropa zu reisen und sich einer militärischen Übermacht zu stellen. Als Helfer dient sich Antonio Banderas („Desperado“) an, dessen geschwätziger Galgo ähnliches Nervpotenzial entwickelt wie einst Jar-Jar Binks in „Star Wars“. Der Rest der Expendables darf natürlich auch mitmischen und so steht einem explosiven wie gleichsam monotonen Showdown in endzeitlichem Ruinensetting nichts im Wege. Neben Harrison Ford und Arnold Schwarzenegger („Terminator“) mischt dabei auch der bewährte Jet Li („The One“) mit. Nicht, dass er vorher viel verpasst hätte. Es bleibt ein unterhaltsamer Actionfilm mit beachtlichem Cast. Nicht mehr, aber auch keineswegs weniger.

Wertung: (6 / 10)

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