The Dirty Mugs – Wildfire (2014, East Grand Record Co.)

the-dirty-mugs-wildfireIhre Musik bezeichnen die DIRTY MUGS als „Hardaccordion Wonder Punk“. Folk-Punk kann schließlich jeder! Nur eben nicht so wie das Gespann aus Oklahoma, das leidenschaftliches Geschrabbel mit Akkordeoneinsatz und mehrstimmigem Gesang verbindet. Damit aber ist die Bandbreite der Jungs auf ihrem jüngsten Album „Wildfire“ längst nicht vollständig abgebildet. Schmissige Hits wie „SGAF“ oder „The Storm“ sprechen die Fingerpointer-Fraktion an, während „O Death“ eher für Rock n’ Roll-Lagerfeuerromantik und zerklüftete Weiten steht.

Mit Tulsa sind die DIRTY MUGS zwar in der bevölkerungsreichsten Stadt ihres Bundestaates beheimatet, eine im positiven Sinne provinzielle Distanz zu den Standarten der musikalisch prägenden Großstädte (in diesem Falle insbesondere Boston) lässt sie aber erfrischend eigenständig erscheinen. Die Emotionsklaviatur, die auf „Wildfire“ bemüht wird, ist vielseitig, wird aber durch den Wunsch nach Kollektivschunkeln und bierseligem In-den-Armen-liegen geeint. Und das schreit gerade deshalb nach Wiederholung, weil die Band nicht automatisch auf die ultimative Folk-Party abzielt, sondern weitschweifig jenes musikalische Terrain abseits des klassischen Kleeblatt-Punks erschließt.

Wertung: 7 out of 10 stars (7 / 10)

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