The Dead Next Door (USA 1989)

the-dead-next-doorIn der amerikanischen Stadt Akron in Ohio spielt der überambitionierte Wissenschaftler Bow mit der Genetik herum. Dabei entwickelt er ein Zombie-Virus und blabla bla bla blablabla. Fünf Jahre später: Die Pandemie hat die Grenzen Ohios längst überwunden und der Homo Zombiens regiert die Welt. So wie früher eigentlich auch, nur jetzt gänzlich hirntot. Hier und da hat ein Menschlein aber natürlich auch überleben dürfen. Sonst wäre der Film ja schnell zu Ende. Zum Fortbestehen der menschlichen Rasse hat man die ´Zombie Squad´ ins Leben gerufen, eine total dufte Spezialeinheit für den Kampf gegen die Verseuchten.

Officer Raimi und Commander Carpenter stechen nicht bloß namentlich hervor, sondern auch, weil sie bei ihren Einsätzen Zeit finden in der örtlichen Videothek Referenzwerke wie „The Evil Dead“ und „Dawn of the Dead“ auszuleihen. Ach ja, einen Dr. Savini gibt es auch noch. Unsere heldenhaften Haudegen treffen auf ihrer Odyssee nicht nur auf Unmengen von wandelndem toten Fleisch, sie werden auch noch mit dem durchgeknallten Reverand Jones konfrontiert, der ein ganz großes Herz für die Carnivoren zu haben scheint. Werden unsere draufgängerischen Recken es schaffen, die Despotie des größenwahnsinnigen Geistlichen zum Ende zu führen? Den Kampf gegen die Untoten gewinnen? Ein Gegenmittel für das Virus finden? Und rechtzeitig die Videos in die Videothek zurückbringen?

Ein Eintrag zu „The Dead Next Door“ im ´All Movie Guide´ lässt sich wie folgt ins germanische übersetzen: „Der wahrscheinlich teuerste Film, der je auf Super-8 gedreht wurde.“ Das muss noch nichts heißen. Auch nicht die Tatsache, dass ein gewisser Sam Raimi als ausführender Produzent involviert war. Regisseur J.R. Bookwalter, der uns später noch mit Granaten wie „Humanoids From Atlantis“ (1991) und „Galaxy of the Dinosaurs“ (1992) glücklich machen durfte, kommt nicht drumherum, auf Schritt und Tritt seine großen Vorbilder lapidar zu zitieren. Was ja nicht gleich schlecht sein muss, Seitenhiebe auf Klassiker sind besonders bei den Fans immer gern gesehen. Das größte Manko von Bookwalters Zombie-Komödie ist anderweitig unüberseh- und hörbar: Amateurhafte Darsteller in Verbindung mit wirklich, wirklich miesen Dialogen.

Die Fraktion der Gorehounds dürfte hingegen mit dem, was sie an lieb gewonnen Schlachterein serviert bekommt, zufrieden sein – zimperlich sieht anders aus. Und ein jeder Zombiefilm, in dem eine Bauchhöhle partagiert wird, um den Inhalt freizulegen und ihn schließlich genüsslich zu vermampfen, ist schon mal ein Pluspunkt. Doch auch ein gelungenes und überraschend trostloses wie witziges Ende täuscht nicht darüber hinweg, dass man hier eigentlich 80 Minuten seines Daseins verschenkt hat.

Wertung: (3 / 10)

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