The Breed (USA/ZA/D 2006)

the-breedDie Hochzeit des tierischen Horrorfilms ist lange vorüber. Damals, als fiktive weiße Haie zur Sommerzeit echte Strände leerten, war die Fauna noch in kinotauglicher Unordnung. Dreißig Jahre später ist die Rache der Natur Schnee von gestern. Das beweist auch der von Wes Craven („Scream“) produzierte Schocker „The Breed“. In diesem ist es mal wieder an einem Rudel aggressiver Hunde, von der Außenwelt abgeschnittenen Urlaubern – darunter Michelle Rodriguez („Bloodrayne“) und Oliver Hudson („Black Christmas“) – nach Leib und Leben zu trachten.

Nachdem fünf Twens eine Hütte auf einem abgelegenen Eiland bezogen haben, ergeht sich das Regiedebüt von Nicholas Mastandrea in Klischees. Hier wird dem Alkohol gefrönt, dort werden Zärtlichkeiten ausgetauscht. Das Geplänkel überdauert rund das erste Drittel der Laufzeit. In Anbetracht der unzulänglichen Figurenzeichnung ist das viel zu lang. Nachdem man einen Welpen aufgetan hat, lässt die erste Attacke der Kläffer nicht lange auf sich warten. In der Folge erwehren sich die Eingeschlossenen den tierischen Aggressoren, ohne über den Tellerrand dramaturgischer Belanglosigkeiten hinaus zu spähen.

Mastandrea, der in der Vergangenheit für George A. Romero („Zombie – Dawn of the Dead“) und Wes Craven arbeitete, inszeniert seinen ersten Film nicht ohne Spannung. Allerdings mangelt es sowohl an Überraschungen als auch an Ideen, um dies vorhersehbare Spektakel vor den Längen seiner Handlungsfolge zu bewahren. Die Zuspitzung der Situation soll ein Bruderzwist unter den Attackierten veranschaulichen. Doch wirkt auch diese Entwicklung hilflos, wie ein vorgefertigter Baustein aus dem Bastelkasten für uninspirierte Gruselauflagen.

Für Freunde des Metiers besitzt der Streifen durchaus seinen Reiz. Die Hundedressuren sind sehenswert, täuschen aber nicht über die Schranken des schmalen Grundkonzepts hinweg. Schauspielerisch ist in Anbetracht des Drehbuchs kein Blumentopf zu gewinnen. Michelle Rodriguez muss als namhaftes Aushängeschild für die Zielgruppe genügen und lässt sich damit mehr und mehr im Metier anspruchsloser Spartenkost festnageln. „The Breed“ ist nicht das Revival des Tierhorrorfilms, sondern ein exemplarisches Beispiel für den durchschnittlichen Gleichschritt des Genres.

Wertung: (5 / 10)

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