The Bouncing Souls – The Gold Record (2006, Epitaph Records)

the-bouncing-souls-the-gold-recordAuch an den BOUNCING SOULS ist die Evolution nicht vorbeigegangen. In den vergangenen Jahren haben sie sich entwickelt und mit jedem Album ein bisschen zugelegt. Mit „The Gold Record“ setzt es nach beinahe zwei Dekaden Bandhistorie das nächste Album, mit dem die Band offenkundig selbst einen weiteren Schritt nach vorne möchte. Im Vergleich zum direkten Vorgänger „Anchor Aweigh“ ist „The Gold Record“ homogener geraten und vor allem abwechslungsreicher. Der Opener „The Gold Song“ vereint den unvergleichlichen Esprit der Band mit einem stimmungsvollen Refrain, der erste Gassenhauer des Albums ist somit zu Beginn unter Dach und Fach. Mit „So Jersey“ setzt es eine liebevolle Hymne auf die Heimat, während „Sound of the City“ wieder mehr nach vorn geht. Würden die Jungs so weitermachen, für mich wäre dies eine der Punkrock-Scheiben überhaupt geworden.

Dann aber verliert die Band etwas an Drive, „The Pizza Song“ ist recht ruhig geworden und entfaltet seine Klasse erst nach ein paar Durchläufen. Gleiches gilt auch für „Lean on Sheena“, welches sich aber dann nach einer gewissen Zeit als absoluter Hit entpuppt. Kritisch wie nachdenklich geben sich die BOUNCING SOULS mit „Letters From Iraq“, musikalisch waren sie definitiv nie abwechslungsreicher. Dies liegt vor allem auch an Frontmann Greg, der wohl ziemlich an seinem Gesang gearbeitet hat und der nie so fein und klar zu hören war. „The Gold Record“ ist ein abermals überzeugendes Album des Quartetts geworden, Stillstand darf den Jungs auch 2006 mitnichten vorgeworfen werden. Wer nach solch einer langen Zeit noch immer derart feine Punkrock-Perlen zustande bringt, der hätte auch mal eine Auszeichnung verdient.

Wertung: (7,5 / 10)

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