The Ataris – End Is Forever (2001, Kung Fu Records)

atarisendforeverZwei Jahre nach „Blue Skies, Broken Hearts…Next 12 Steps” präsentierten THE ATARIS mit „End Is Forever“ ihr drittes und letztes Album auf Kung Fu Records. Produziert wurde das Album von Joey Cape (LAGWAGON) im berühmt berüchtigten Blasting Room. Die Veränderung vom Erstling zum Nachfolger war seinerzeit deutlich hörbar und auch auf ihrem dritten Langspieler ist eine Weiterentwicklung zu spüren. Das Album ist vielseitiger geworden, obwohl die Band im Punkto Tempo keine allzu großen Abstriche gemacht hat und der Gesang eher noch etwas kraftvoller wirkt. Sänger Kris Roe befasst sich wieder eindeutig mit seinem Lieblingsthema: Der Liebe und vor allem dem Verlust solcher.

„You fall in love, then break your heart. You fall in love again, its never ending” („Giving Up On Love”).

Die Mischung aus schnelleren Passagen und rockig-melodischeren hat vielleicht noch etwas zugenommen. Kaum ein Song wird mehr stur nach vorn geprügelt. Der Opener „Giving Up On Love“ beginnt bspw. sehr schnell, hat später aber dann diese unglaublich melodischen Parts zu bieten. Das eingängige „Summer Wind Was Always Our Song“ ist mehr dem Midtempo-Bereich zuzuordnen, während „I.O.U. One Galaxy“ wieder eine hitverdächtige Mischung aus beidem darstellt. Über allem scheint aber der Herzschmerz des Sängers zu stehen.

„I´m staring at your picture, and dreaming that I could hold your hand.“ („Bad Case Of Broken Heart”)

Beinahe väterlich aufmunternde Worte hat Joey Cape mit „Up, Down, Down, Left, Right, Left, Right, B, A, Start” für den schüchtern wirkenden Frontmann dann aber doch noch übrig („And everything is O.K.”). Der Mittelteil wirkt nach dem überaus starken Beginn fast etwas zurückhaltend. Die großen und direkten Hits sind darunter nicht zu finden. Wohl aber Songs, die auch nach Jahren nichts von ihrer Faszination eingebüßt haben. Das ist vielleicht auch ein Unterschied zum Vorgänger. Die ganz offensichtlichen Hits sind hier eher die Ausnahme. „How I Spent My Summer Vacation“ und vor allem „Teenage Riot“ aber gehören unweigerlich dazu. Ebenso wie das im Vergleich recht krawallige „Song #13“.

Seinerzeit brauchte man ein, zwei Durchgänge mehr, bis das Album seine ganze Vielfalt und Begeisterung entfalten konnte. Das aber ist über all die Jahre geblieben. Im Übrigen gilt dies auch für die Gestaltung ihrer Booklets. Für einen melancholischen Seufzer ist auch da noch Zeit.

Wertung: (8,5 / 10)

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