The Aquabats – Hi-Five Soup! (2011, Fearless Records)

Mit schlechtem Geschmack gegen schlechten Geschmack. Oder: Die AQUABATS retten die Welt. Dabei liegt ihr letzter Einsatz bereits stolze sechs Jahre zurück. In dieser Zeit haben die kostümierten Retro-Superhelden ihren Stil mal wieder verändert. Spielten die maskierten Gesellen um den aufrechten MC Bat Commander in der Gründerzeit vorzugsweise Ska, wurden die Bläser (spätestens) mit dem Knalleralbum „Charge!!“ von der Orgel abgelöst. Dazu ging es merklich waviger zu, was der Partytauglichkeit jedoch keinerlei Abbruch bescherte.

Die Ende 2010 veröffentlichte EP „Radio Down!“ gab bereits einen (etwas durchwachsenen) Vorgeschmack auf das sechste Studioalbum „Hi-Five Soup!“, auf dem die Aqua-Kadetten vornehmlich mit poppiger Spielfreude und Charts-Parodien bei Laune gehalten werden. Das einleitende „The Shark Fighter!“ besticht nicht allein durch den klugen Text („I’m a shark fighter, I fight sharks / I fight them in the water, cause that’s where they are“), sondern insbesondere durch den poppig-punkigen Zuckerguss mit schmissigen Chorälen. Die Produktion wirkt bisweilen ziemlich geleckt, was bei Nummern wie der HipHop-Parodie „Hey Homies!“ oder der absurden Freundschaftshymne „B.F.F.!“ aber wohl einfach sein muss.

Laut jedenfalls werden die AQUABATS kaum (noch). Das etwas flottere „Just Can’t Lose!“ muss da fast schon als Ausbruch deklariert werden. Großen Spaß macht ihr trashiger Bubblegum-Pop-Rock aber trotzdem durchweg und besticht durch herrlich bekloppte Texte und ansteckende Spielfreude (siehe „The Legend is True!“). An die Klasse von „Charge!!“ reicht „Hi-Five Soup!“ zwar nicht vollends heran, ein schräges Vergnügen bleibt trotzdem garantiert. Und das mit Ausrufezeichen!

Wertung: (7,5 / 10)

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