Tasmanian Devils (CAN 2013)

tasmaniandevilsIm Segment des Tierhorrors sind vom weißen Hai bis zum Regenwurm zahlreiche Gattungen als Racheinstrument der Natur inszeniert worden. „Tasmanian Devils“, eine weitere beliebige Produktion des TV-Senders Syfy, hätte dieser Riege eine neue Spezies beifügen können. Nur leider präsentiert sich der Film als standardisiertes Creature Feature, bei dem die menschenfressenden Monstren Fantasiegebilde mit altheidnischem Hintergrund bleiben. Der oft bediente Rückschlag der gebeutelten Umwelt bleibt damit aus. Aber vom Aufhänger abgesehen folgt der Rest sowieso den immer gleichen Genre-Fußspuren.

Die titelgebenden Teufel sind eine sechsköpfige Basejumper-Truppe (u.a. Mike Dopud, „Stargate Universe“), die in einem entlegenen tasmanischen Nationalpark verbotenerweise von einem Felsplateu springen. Einer von ihnen landet dabei in einer Höhle mit kultischer Opferstätte, wird an einem Stalakmiten aufgespießt und weckt mit seinem Blut ein Rudel gefährlicher – und allen voran gefährlich mies am Computer auf die Sprünge geholfener – vierbeiniger Kreaturen. Was folgt ist müder Überlebenskampf im Wald, bei dem die Naturkulisse noch die größten Schauwerte generiert.

Die junge Wildhüterin Alex (Danica McKellar, „Heatstroke – Insel der Aliens“) macht sich mit zwei Kollegen auf, die Basejumper festzunehmen. Der ihr natürlich bald zugeneigte Jayne (Kenneth Mitchell, „Jericho – Der Anschlag“) und seine Extremsportkumpane leisten keinen Widerstand, mahnen aber den gewaltsamen Tod des Freundes an, dem die Ranger naturgemäß nachgehen müssen. So dauert es nicht lange, bis Alex und die Fallschirm-Teufel vor den ihnen in der Dunkelheit nachstellenden Monstren ins Unterholz flüchten und ohne Funkgerät oder Aussicht auf Rettung nach einem Ausweg aus der Gefahrenzone suchen.

Nur leider tischt Regisseur Zach Lipovski den Alibiplot leidlich unterhaltsam und mit reichlich Leerlauf auf. Die Figuren bleiben profillose B-Schablonen, deren Dialog-Geseier kaum die Wartezeit zwischen den halbherzig abgespulten Creature-Attacken überbrücken kann. Visuell überzeugend gerieten mit dem Umsturz des Hochstandes und dem finalen Bergsprung gerade einmal zwei Szenen, so dass „Tasmanian Devils“ weder die (wohl wieder einmal durch DVD-Trailer hochgepimpte) Freigabe ab 18 noch das Interesse ahnungsloser Allesseher rechtfertigen könnte. Unterm Strich vertreibt das nicht mal brauchbar die Zeit. Ob da nun Tier oder Sagenmonster sein Unwesen treibt, spielt da letztlich keine Rolle.

Wertung: (3 / 10)

scroll to top