Tom Sizemore

  • L.A. Shield – Everyone Dies Dirty… (USA 2006)

    Dreckige Cops und Bandenkrieg sind ein bewährtes Kombinat sozialkritischer filmischer Unterhaltung. Das funktioniert auch in Michael D. Olmos‘ („Bedrooms“) Thriller-Drama „Splinter“, dessen deutscher Titel „L.A. Shield“ wohl im Fahrwasser der Erfolgsserie „The Shield“ Aufmerksamkeit erregen soll. Mit Tom Sizemore („Heat“) hat der Film einen Schauspieler zu bieten, der gerade in kleinen Rollen gern zu Hochform…

  • Stiletto (USA 2008)

    „Hate keeps me warm at night.“ – Ein echtes Goldstück: Lee Zwei Männer hocken in der Sauna, vertieft in ein Gespräch, das sie rasch kriminellen Kreisen zuordnet. Plötzlich taucht eine zierliche junge Frau aus dem Hintergrund auf und schlitzt dem ersten mit einem Messer die Kehle durch. Dem zweiten, verkörpert vom aufgedunsenen Tom Berenger („Platoon“),…

  • Blue Steel (USA 1989)

    Kathryn Bigelow durchbrach die Männerdomäne des Actionfachs. Ihr Debüt „Near Dark“ blieb eine unterschätzte Mischung aus Vampir-Horror und Road-Movie, ebnete der späteren Gattin von „Titanic“-Regisseur James Cameron aber den Weg nach oben. Der nächste Kilometerstein, der auch von ihr geschriebene Thriller „Blue Steel“, bedeutete zugleich ihren Durchbruch. Darin trieb sie die Emanzipation des Genres, auf…

  • Piggy Banks (USA 2005)

    Independent-Filme haben es schwer. Kaum Budget, meist keine tragenden Namen und dann muss das Publikumsinteresse (oft genug) auch noch über unsinnige Vergleiche geweckt werden. Wie bei „Piggy Banks“, der von amerikanischen Verleihern mit Oliver Stones „Natural Born Killers“ in einen Topf geworfen und gleich noch unter dem Titel „Born Killers“ ausgewertet wurde. Regisseur Morgan J….

  • True Romance (USA 1993)

    „Do I look like a beautiful blonde with big tits and an ass that tastes like French vanilla ice cream?” – Clarence Das muss Liebe sein: Clarence (Christian Slater, „Broken Arrow“), verträumter Clerk eines Comicladens, geht wie jedes Jahr an seinem Geburtstag ins Kino. Allein. Seine lustvoll geschwungenen Reden darüber, dass er, natürlich nur wenn…

  • Strange Days (USA 1995)

    „This is not like ´TV-only-better´… This is life. “ – Lenny Unterschätzt, gefloppt, abgeschrieben. „Strange Days“ hatte es bei seiner Veröffentlichung nicht leicht. Dann wurde der zum zweiten Jahrtausendwechsel spielende Film auch noch von der Zeitrechnung eingeholt. Schnee von gestern ist er damit jedoch längst nicht. Im Gegenteil. Das Gemeinschaftsprojekt der Ex-Eheleute James Cameron (Produzent…

  • Harley Davidson and the Marlboro Man (USA 1991)

    „It’s better to be dead and cool than alive and uncool.“ – Harley Actionfilme sind Männerfilme. Das starke Geschlecht, frei und ungebunden, vielleicht getrieben von Rache, auf dem Weg ins Abenteuer. Das weckt Sehnsüchte, die noch profaner sind als die sie umschließenden Geschichten. „Harley Davidson and the Marlboro Man“ ist ein Streifen, der bereits im…

  • Heat (USA 1995)

    „Lass nichts an dich ran, was du nicht problemlos in dreißig Sekunden zurücklassen kannst, wenn du merkst, der Boden wird zu heiß.“ – McCauley Irgendwann musste Hollywood sie einfach zusammenführen, die beiden Legenden des Method-Acting, Robert De Niro und Al Pacino. In Francis Ford Coppolas „Der Pate II“ tauchten sie zwar gemeinsam auf der Besetzungsliste…

  • Dreamcatcher (USA/CAN 2003)

    Die vier Freunde Jonesy (Damian Lewis), Henry (Thomas Jane), Beaver (Jason Lee) und Pete (Timothy Olyphant) teilen ein einschneidendes Kindheitserlebnis: Die vier retten einen ihnen unbekannten Jungen namens Duddits vor der Demütigung durch eine Gruppe anderer Jungen. Seitdem gehörte der etwas verstört und zurückgeblieben wirkende Außenseiter zum Freundeskreis und an genau jenem Tag erlangte jeder…

  • Black Hawk Down (USA 2001)

    In Somalia tobt seit Jahren der Bürgerkrieg. UN-Schutztruppen versuchen krampfhaft, das Geschehen in den Griff zu bekommen. Um die Rebellen um Führer Aidid zu Schwächen, wollen Spezialeinheiten der US-Rangers und Delta Force am 3. Oktober 1993 zwei seiner engsten Mitstreiter während eines Treffens mitten in Mogadischu verschleppen. Die Aktion schlägt fehl, denn plötzlich stehen den…

  • Pearl Harbor (USA 2001)

    Amerikaner sind doch die besseren Menschen! Dies möchte uns die Traumfabrik (mal wieder) aufzeigen – diesmal mit „Pearl Harbor“. Über den Inhalt braucht man nicht wirklich viele Worte verlieren. Das hätte jeder Drehbuchautor einer Daily-Soap kaum beliebiger auftischen können: Die beiden Sandkastenfreunde Rafe (Ben Affleck, „Good Will Hunting“) und Danny (Josh Hartnett, „The Faculty“) fliegen…

  • Ticker (USA 2001)

    Neben dem mäßigen Comeback-Versuch „Exit Wounds“ erscheint in diesem Monat ein weiterer Film mit Nicht-Schauspieler Steven Seagal. Doch wurde jener „Ticker“ noch vor Warners Versuch gedreht, das in niederste Action-Gefilde abgedriftete Handkanten-Kotlett zu reanimieren. Im neuesten Streich von „Ausname-Regisseur“ Albert Pyun, seines Zeichens verantwortlich für krude Machwerke wie „Nemesis“ oder  „Cyborg“ mimt Seagal einen Bombenexperten,…