Til Schweiger

  • Nicht mein Tag (D 2014)

    Peter Thorwarth ist zurück. Satte acht Jahre sind seit „Goldene Zeiten“, dem Abschluss seiner „Unna“-Trilogie ins Land gezogen. Doch das Comeback des Kult-Regisseurs, der mit „Bang Boom Bang“ (1999) einen immergrünen Ruhrpott-Klassiker schuf, hätte überzeugender kaum ausfallen können. „Nicht mein Tag“, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Ralf Husmann („Stromberg“), markiert den Brückenschlag zwischen alter…

  • Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding (D 1999)

    „Der Pferd heißt Horst“ – Hilmi Sözer („Voll Normaal“) als ahnungsloser Rennbahn-Wettpate Ende der Neunziger zeigte das deutsche Kino den Mut, die von gleichförmigen Beziehungskomödien geprägte Konformität zu durchbrechen. Es waren Werke wie „Knocking on Heavens Door“ (1997) oder „Lola rennt“ (1998), die der hiesigen Filmwirtschaft neues Selbstvertrauen gaben. Plötzlich schienen selbst Genrefilme nach amerikanischer…

  • Schutzengel (D 2012)

    Ja, Til Schweiger („Keinohrhasen“) hat unbestritten große Erfolge vorzuweisen. Er lockt mit seinen Filmen regelmäßig Millionen Zuschauer an und repräsentiert das deutsche Kino auch jenseits des großen Teiches in Hollywood. Zudem gilt er als Frauenschwarm und erobert mittlerweile gar als „Tatort“-Ermittler die Mattscheibe. Es könnte also alles so schön sein. Wenn, ja wenn da nicht…

  • Männerherzen… und die ganz große Liebe (D 2011)

    Von Liebe kann bei der Fortsetzung des Kinoerfolgs „Männerherzen“ keine Rede sein. Und erst recht nicht von „der ganz Großen“, die der Titel so vollmundig suggerieren möchte. Eher schon von großem Kalkül und k(l)einen Ideen. Die Ensemble-Posse um eine Gruppe beziehungs- und sonstig geplagter Berliner Mannsbilder bietet zwar den kompletten Cast des Erstlings auf, lässt…

  • The Courier (USA 2011)

    „I don’t get involved. I don’t ask questions. I simply deliver.“ – Ein Mann mit einfacher Maxime: Der Kurier Die Suche nach einem Phantom: In „The Courier“ spielt Jeffrey Dean Morgan („Watchmen“) einen namenlosen Dienstboten, der keine Fragen stellt. Er liefert stets pünktlich, egal an wen, egal wohin. Doch sein jüngster Auftrag lässt ihn nach…

  • Die drei Musketiere (GB/USA/D/F 2011)

    Alexandre Dumas‘ Abenteuerklassiker „Die drei Musketiere“ diente zahlreichen Mantel- und Degen-Filmen als Vorlage. Doch nur selten wurde der Stoff derart affektiert und selbstverliebt aufbereitet wie in der Version von Paul W.S. Anderson. Der widmet das in 3D gedrehte Spektakel Produzent Bernd Eichinger, der mit Anderson erfolgreich bei der „Resident Evil“-Reihe kooperierte. Fraglos hätte der 2011…

  • Zweiohrküken (D 2009)

    Man mag von Til Schweiger halten was man will, seine Erfolge aber sind nur schwer von der Hand zu weisen. Demgegenüber wiegen seine zahlreichen Flops nicht minder schwer. Mit der Komödie „Keinohrhasen“ gelang ihm vor drei Jahren zumindest ein riesiger Erfolg, den er nach einigen hochgradig gescheiterten Filmen und seinem Intermezzo in Hollywood aber auch…

  • Männerherzen (D 2009)

    In „Männerherzen“ widerstrebt Autor und Regisseur Simon Verhoeven (trat als Schauspieler u.a. in „Der Fischer und seine Frau“ in Erscheinung) den Rollenklischees des (Liebes-)Komödienfachs. Die Perspektive ist streng männlich, wenn sich die Schicksale von fünf Berlinern ausgehend vom selben Fitnessstudio kreuzen. Für seinen tragikomischen Reigen konnte Verhoeven wohlklingende Namen gewinnen und lässt insbesondere Til Schweiger…

  • Inglourious Basterds (USA/D 2009)

    „Once upon a time… in Nazi-occupied France“ Quentin Tarantino dichtet die Geschichte um. Filmhistorie hat der eigenwillige Auteur längst geschrieben, als er das Independent-Kino mit „Pulp Fiction“ neu definierte. Seine im Berliner Raum entstandene Weltkriegs-Farce „Inglourious Basterds“ knüpft in ihrer zelebrierten Geschwätzigkeit, der eruptiven Gewalt und dem subtilen Anspielungspanorama an diesen Meilenstein des modernen B-Films…

  • Far Cry (CDN/D 2008)

    Kein Entkommen, kein Erbarmen. Dr. Uwe Boll ist ein Jäger, der gnadenlos über seine Beute herfällt. Für gewöhnlich trifft es populäre Videospiele, deren Konsistenz er zu schmerzhaften Filmwerken aufbereitet. Das jüngste Opfer des Schlock-Meisters ist „Far Cry“, ein moderner Klassiker unter den Ego-Shootern, dessen Adaption von Fans mit Argwohn verfolgt wurde. Nicht nur wegen Boll,…

  • Der rote Baron (D 2008)

    Selten werden Filme derart einhellig verrissen wie „Der rote Baron“. Und nur selten ist all die Negativkritik so berechtigt. Nikolai Müllerschön, Autor und zugleich Regisseur des heuchlerischen Weltkriegsdramas, zeigte sich stolz über die Privatfinanzierung des 18 Millionen Euro teuren Rührstücks. Nicht ein Cent entstammte der Filmförderung. Sollte in den Gremien etwa Vernunft eingekehrt sein? Mit…

  • Keinohrhasen (D 2007)

    Til Schweiger sei Dank, die deutsche Filmindustrie konnte in diesem Jahr endlich mal wieder einen richtigen Hit vorweisen. Wobei Schweiger sich und sein Werk – trotz guter Kritiken und beachtlichem Zuschauerinteresse – nicht ausreichend gewürdigt sah. Ein eigener Filmpreis sollte aus Trotz her, so zumindest pfiffen es die Vögel von den Dächern. Aber klar, der…

  • Video Kings (D 2007)

    Es lässt sich mit Recht beklagen, dass im deutschen Film nur wenig Raum für Independent-Produktionen vorhanden ist. Vor diesem Hintergrund ist „Video Kings“, das mit wenig Geld und großer Ambition im Berliner Stadtteil Neukölln entstandene Langfilmdebüt von Daniel Acht und Ali Eckert („Dark Ages“), mit Wohlwollen zu betrachten. Ebenso die diversen Marketingaktionen, die den Streifen…

  • The Replacement Killers – Die Ersatz-Killer (USA 1998)

    Nach dem immensen Erfolg von Chow-Yun Fat in seiner Heimat musste irgendwann der Sprung nach Hollywood folgen. Denn auch der Rest eingefleischter Action-Fans bekam mittlerweile mit, dass gute Genrefilme nicht aus der Traumfabrik, sondern aus der ehemaligen Kronkolonie kamen. Symptomatisch trat der beste Regisseur – John Woo – einige Jahre zuvor seinen Dienst in Amerika…

  • Wo ist Fred? (D 2006)

    Es ist mal wieder soweit. Der Zunft der deutschen Filmemacher sind wohl einmal mehr die Ideen ausgegangen – und immer wenn das passiert, dreht man am besten was? Richtig, eine romantische Komödie. Die sind leicht zusammengezimmert. Man nehme ein bis drei halbwegs große Namen, einen Grinsekatzensidekick und schreibe bei seinen Vorgängern eine Dreiecksgeschichte ab, bei…