Stephen Lang

  • Don’t Breathe 2 (USA 2021)

    „Never take anything for granted. God will take it from you.“ – der Blinde Dass Schurken in Hollywood mitunter zu Helden avancieren, lässt sich u. a. an Arnold Schwarzeneggers „Terminator“-Entwicklung festmachen. Allerdings ließ sich die „Läuterung“ im ersten Sequel des Klassikers leicht erklären. Bei der blinden Nemesis des Horror-Erfolgs „Don’t Breathe“ (2016) erscheint die Sache…

  • Feinde – Hostiles (USA 2017)

    „I’ve killed everything that’s walked or crawled. If you do it enough, you get used to it.“ – Thomas Metz Über Jahrzehnte spielten die nordamerikanischen Ureinwohner im Kino eine untergeordnete Rolle. Gelegentlich waren sie die edlen Wilden, meist wurden sie jedoch zu unkultivierten Hindernissen des „weißen Fortschritts“ degradiert. Die Perspektive änderte sich erst in den…

  • Gutshot Straight (USA 2014)

    Das Problem mit Marketing ist, dass die auf schnöde Kaufanreize zielende Botschaft bisweilen einer glatten Lüge entspricht. Ein treffliches Beispiel: Das Cover des Thrillers „Gutshot Straight“. Auf dem schwingt die tief gestürzte Action-Wuchtbrumme Steven Seagal („Alarmstufe: Rot“) eine Pistole und nimmt mit dieser Haltung (weitere Abbildungen scheinen der Seagal-Serie „True Justice“ entliehen) einen Großteil des…

  • Don’t Breathe (USA 2016)

    „There is nothing a man cannot do once he accepts the fact that there is no God.“ – Nimmt die Schöpfung in die eigenen Hände: der Blinde Horrorfilme, das haben vor allem die experimentierfreudigen Neunzehnsiebziger gezeigt, funktionieren immer dann am besten, wenn ihnen eine gesellschaftskritische Note anhaftet. Auf diese Weise kettet sich der Schrecken nicht…

  • Into the Badlands (Season 1) (USA 2015)

    So schlimm sehen die Badlands gar nicht aus. Überall grünt es, die Sonne scheint und Fliegen summen friedlich um tote Körper herum. Na gut, der letzte Punkt steht der idyllischen Anmutung des US-amerikanischen Südens einer unbestimmten Zukunft eher hinderlich entgegen. Aber wir befinden uns in der Post-Apokalypse und da regiert bekanntlich das (Faust-)Recht des Stärkeren….

  • Tombstone (USA 1993)

    Wie sehr die Legende um Wyatt Earp zu ausschweifender Fantasiebeflügelung einlädt, lässt sich am Vergleich zwischen Lawrence Kasdans „Wyatt Earp“ und George P. Cosmatos‘ „Tombstone“ ermessen, die Mitte der Neunziger binnen eines Jahres in die amerikanischen Kinos kamen. Das finanzielle Nachsehen hatte Kasdans dreistündige Biographie, die mit historisch akkurater Detailfülle versuchte, auch den Rissen in…

  • Conan (USA 2011)

    Im Zuge der schon seit ein paar Jahren wütenden Remake-Welle hat es nun auch Conan erfasst. Jenen düsteren Zeitgenossen, der Arnold Schwarzenegger 1982 seinen Weg in den Olymp von Hollywood eröffnete. Der Film von John Milius war düster, brutal und auch trashig. Ein Fest für echte Männer oder solche, die es gerne werden wollten. Für…

  • Avatar – Aufbruch nach Pandora (USA 2009)

    Es zeugt von einer gewissen Ironie, dass sich der teuerste Film aller Zeiten als Plädoyer für die Erhaltung des Ursprünglichen aufspielt. Rund 300 Millionen US-Dollar soll das Fantasy-Epos „Avatar“ verschlungen haben, an dessen Ausarbeitung „Titanic“-Regisseur James Cameron mehr als zehn Jahre tüftelte. Für die revolutionäre Tricktechnik wurden eigens neuartige Kamerasysteme entwickelt, die das auch in…

  • Auf die harte Tour (USA 1991)

    Seine letzte wirklich glanzvolle Hauptrolle absolvierte der ehemalige Teen-Star Michael J. Fox („Zurück in die Zukunft“) in der Action-Komödie „Auf die harte Tour“. Deren Reiz liegt in der Gegenüberstellung grundverschiedener Charaktere, dem bewährten Schema des Buddy Movies, mit dessen Besetzung hier aber parodistischem Charme Tür und Tor geöffnet wird. Denn dem bübchenhaften Hollywood-Star Nick Lang…