Scott Speedman

  • The Strangers (USA 2008)

    Da sind sie wieder, die wahren Begebenheiten im Horrorfilm. Sie künden von Authentizität, sollen das Grauen als Ausdruck unfassbarer menschlicher Barbarei mehr noch in einen Kontext semi-dokumentarischer Nachvollziehbarkeit stellen. Mit Abscheu für die Tat und Empathie für die Opfer. Bei „The Strangers“ kommt in einleitenden Texttafeln auch noch eine FBI-Kriminalstatistik zum tragen, laut der in…

  • Dark Blue (USA 2002)

    Ein richtiger Film zur falschen Zeit – oder einfach die dialoglastige Neuformulierung bekannter Versatzstücke des Polizei-Thrillers. Vieles ist gelungen an Ron Sheltons („Hollywood Cops“) Krimi-Drama „Dark Blue“, einiges jedoch liegt im Argen. Das Skript basiert auf einer Geschichte von James Ellroy („L.A. Confidential“), der den Abstieg des fehlgeleiteten Bullen in den Wirren der Rassenunruhen der…

  • Anamorph – Die Kunst zu töten (USA 2007)

    Die künstlerische Technik der Anamorphose bezeichnet Bilder, die zur Entschlüsselung ihres Inhaltes aus bestimmten Perspektiven oder durch Spiegelungen betrachtet werden müssen. Henry Miller („Late Watch“) hat die kodierte Malerei zum Anlass eines Thrillers genommen, in dem ein Serienkiller seine Opfer als bizarre Kunstwerke ausstellt. Ein traumatisierter Polizist wird durch die Taten an eine Mordserie erinnert,…

  • Underworld: Evolution (USA 2006)

    „Underworld“, das Regiedebüt von Len Wiseman, wurde für bescheidene 25 Millionen Dollar in Osteuropa produziert. Das düstere B-Movie um den Jahrhunderte währenden Krieg zwischen Werwölfen und Vampiren wurde ein Erfolg, nicht zuletzt wegen Hauptdarstellerin Kate Beckinsale („Van Helsing“). Eine Fortsetzung war von Beginn an Teil des Gesamtkonzeptes, das Finale des Originals Türsteher seines Sequels. In…

  • Underworld (USA/GB/D/HU 2003)

    Trinity in Bladeland… Bei seinem Regiedebüt „Underworld“ hat Direktionsnovize Len Wiseman wahrlich Beachtliches vollbracht. Schließlich lässt er seinen lediglich auf schlappe 23 Millionen Dollar gebetteten Erstling doch die Wirkung einer großspurigen 100-Millionen-Produktion versprühen. Dabei ließ er als effizienten Kostendrücker nicht nur die spartanischen Drehorte des osteuropäischen Budapest auf die Atmosphäre seines Filmes einwirken, sondern tünchte…

  • Mein Leben ohne mich (E/CAN 2003)

    Isabel Coixet hat mit der Verfilmung ihres Romans „Mein Leben ohne mich“ ein kleines Meisterwerk geschaffen. Feinfühlig und ohne übertriebene Tragik hat sie die Geschichte einer sterbenskranken Frau in wundervolle Bilder verpackt und auch die Traurigkeit der Tragödie zugelassen, ohne durch Kitsch an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Ihr Film wurde auf der Berlinale mehrfach ausgezeichnet und…