Road-Movie

  • Renegade (I 1987)

    Am besten waren Bud Spencer und Terence Hill immer dann, wenn sie gemeinsam vor der Kamera agierten. Doch bedeutet das mitnichten, die Solo-Auftritte der beiden hätten keine bleibenden Eindrücke hinterlassen. Man muss eben nur die Spreu vom Weizen trennen können. Im Falle von Hill, der mit bürgerlichem Namen Mario Girotti heißt, können Filme wie „Keiner…

  • No Turning Back (GB/USA 2013)

    „No matter what the situation is, you can make it good.“ – Ivan Locke Um ein Vielfältiges Rollenspektrum war Tom Hardy nie verlegen. Ob Blockbuster oder Independent-Produktion, der bullige Brite ist in allen Sujets ansässig. Allerdings liegen ihm fordernde Rollen und getriebene Figuren offenkundig mehr. Seichte Filme wie „Nichts als Ärger“ bilden eher die Ausnahme,…

  • The Rover (AUS/USA 2014)

    „You should never stop thinking about a life you’ve taken. That’s the price you pay for taking it.“ – Eric Ein Mann sucht sein Auto und geht dafür über Leichen. Die Geschichte von „The Rover“ ist damit bereits hinreichend skizziert. Doch steckt mehr im von David Michôd („Animal Kingdom“) geschriebenen, gedrehten und auch produzierten Road-Movie-Thriller….

  • Stichtag (USA 2010)

    Seit dem Überraschungserfolg „Hangover“ gilt Todd Phillips als neues Komödien-Schwergewicht. Diesen Status untermauert er auch mit der chaotisch-konventionellen Posse „Stichtag“, die mit Starbesetzung und zotigen Ausreißern auf den Spuren von „Ein Ticket für zwei“ wandelt. Vom Hocker reißen dürfte die kurzweilige Variierung episodischer Typenkomik wohl nur die Wenigsten. Aber der wiederum umwerfende Robert Downey Jr….

  • Vincent will Meer (D 2010)

    Das deutsche Kino ist nicht gerade dafür bekannt, schwere Themen mit Leichtigkeit zu beschreiben. Umso erfreulicher ist das tragikomische Roadmovie „Vincent will Meer“, das drei Außenseiter zu einer Spontanreise im geklauten Auto verleitet. Nach dem Tod der alkoholkranken Mutter will Vater Robert (Heino Ferch, „Der Untergang“), ein karrieristischer konservativer Politiker, den am Tourette-Syndrom leidenden Vincent…

  • Bunny and the Bull (GB 2009)

    Die Erhabenheit der Weinerlichkeit: Mit „Bunny and the Bull“ präsentiert Paul King ein visuell überwältigendes Road Movie, das lakonische Genrestandards mit britischer Skurrilität überrumpelt. Der Theater- und Fernseh-Regisseur, der mit der Kult-Britcom „The Mighty Boosh“ ein Highlight der modernen Unterhaltungskultur vorlegte, orientiert sich in Optik und Ausstattung eng am überschwänglich grotesken Boosh-Kosmos und fährt dessen…

  • Thelma & Louise (USA 1991)

    Mit starken Frauen hatte Ridley Scott bereits Erfahrungen gemacht, bevor er der toughen weiblichen Seite 1991 den Klassiker „Thelma & Louise“ bescherte. Mit Sigourney Weavers Figur im Meilenstein „Alien“ hatte der Brite 1979 den Prototyp der modernen Heroine geschaffen. Doch die Odyssee zweier Hausfrauen stellte alles in den Schatten, was emanzipatorisch zuvor über die Leinwände…

  • Eldorado (BE/F 2008)

    Die Skurrilität des nackten Mannes im Wohnmobil genügt nicht mehr. Er muss auch noch Alain Delon heißen – und sogar einen Regiestuhl mit sich führen, auf dem der Name des (lediglich gleichnamigen) französischen Altstars aufgedruckt ist. Der Absurdität mag das zu viel erscheinen, der groteske Anstrich zu gewollt wirken. Doch abseits vom falschen Delon und…

  • Autopiloten (D/F 2007)

    Deutsche Debütfilme verstehen sich gern als Projektionsfläche sozialer Befindlichkeiten. Sie tauchen in Milieus ein und portraitieren Menschen aus der Mitte der Gesellschaft. Mit echten Sorgen, Problemen und Nöten. Oft genug funktionieren diese Einstiegswerke, mitunter aber scheitern sie auch am eigenen Anspruch. Bastian Günthers „Autopiloten“ zählt zu zweitgenannter Kategorie. Sein lakonisches Road Movie kreist über dem…

  • Mitfahrer (D 2004)

    Mitfahrgelegenheiten sind Zweckgemeinschaften. Der Fahrer hat Gesellschaft und spart Geld, schließlich wird der Sprit ja doch nicht billiger. Keine große Sache eigentlich. Man schwatzt, oder auch nicht, schläft, stiert aus dem Fenster. TV-Regisseur Nicolai Albrecht („Im Namen des Gesetzes“) sieht das anders. Bei ihm wird das Automobil zur Bühne, auf der sich illustre Gestalten tummeln,…

  • Two-Lane Blacktop – Aspahltrennen (USA 1971)

    Independent-Filmer Monte Hellman („The Cockfighter“) fristet in Hollywood ein Schattendasein. Seine Werke sind unterschätzt, er selbst stellte sich meist in den Dienst anderer. Als Cutter bei „Die Killer Elite“, Second Unit Director bei „The Big Red One“ oder Ausführender Produzent bei „Reservoir Dogs“. Mit „Two-Lane Blacktop“, seiner (vielleicht) bekanntesten Arbeit als Regisseur, widmete sich Hellman…

  • Little Miss Sunshine (USA 2006)

    „Little Miss Sunshine“ ist ein Film über die Freude des Leidens. Schmerz lässt die Lebendigkeit des Daseins spüren, sei er nun physischer oder psychischer Natur. Das Regiedebüt des Ehepaars Valerie Faris und Jonathan Dayton, die zuvor Musikvideos für die Red Hot Chili Peppers und Smashing Pumpkins drehten, ist ein Familien-Road-Movie im Independent-Stil. Pein scheint allgegenwärtig….

  • Sommer Hunde Söhne (D 2004)

    Das Road-Movie birgt ungeahnte Möglichkeiten personeller Zusammenführung. Das bleibt auch dem Nachwuchs deutscher Filmemacher nicht verborgen, der sich der Schilderung jedweder zwischenmenschlicher Problemhorizonte verschrieben hat. In Cyril Tuschis Debütfilm „Sommer Hunde Söhne“ (oder auch „SommerHundeSöhne“) werden Fabian Busch („Der Untergang“) und Stipe Erceg („Die fetten Jahre sind vorbei“) zu unfreiwilligen Reisebegleitern auf einer turbulenten Odyssee…

  • Transamerica (USA 2005)

    Als Filmschauspielerin konnte Felicity Huffman bislang lediglich kleine Brötchen backen, bekannt wurde sie vor allem durch die prämierte TV-Serie „Desperate Housewives“. Dass sie es allerdings auch anders – und vor allem besser als viele andere Serien-Stars – kann, beweist sie in Duncan Tuckers bewegendem Road-Movie „Transamerica“. Huffman spielt den Mann Stanley, der sich jedoch vor…

  • Puerto Vallarta Squeeze (USA/MEX 2004)

    Scott Glenn ist ein Wanderer zwischen den Sphären der Filmindustrie. Zahlreichen Nebenrollen in Hollywood-Großproduktionen – unter anderem spielte er in „Das Schweigen der Lämmer“, „Absolute Power“ und „Training Day“ – stehen Engagements in Independent- und B-Movies gegenüber. Den Hauptdarsteller gibt Glenn nur selten, besser versteht er sich auf den Glanz im Hintergrund. Bei „Puerto Vallarta…