Richard Dreyfuss

  • Polar (USA/D 2019)

    Netflix produziert Filme am laufenden Band. Wie viel dafür – und das nachgelagerte Marketing – finanziell aufgewendet wird, bleibt das Geheimnis des Streaming-Riesen. Dessen Vertriebsweg hat eine neue Ära der Unterhaltungsindustrie eingeläutet und dürfte mittelfristig auch Kinoproduktionen erfassen. Bis es soweit ist, muss sich Netflix mit dem dreifach Oscar-prämierten Prestigeprojekt „Roma“ (2018) begnügen. Denn bei…

  • Meyer Lansky – Das Gehirn der Mafia (USA 1999)

    Der US-Bezahlsender HBO steht, das bewiesen nicht zuletzt Erfolgsserien wie „Band of Brothers“, für Unterhaltung der gehobenen Klasse. Ein weiteres Beispiel ist die Filmbiographie „Meyer Lansky“, die, bereits 1999 produziert, mit dem Subtitel „Das Gehirn der Mafia“ (alternativ: „Amerikanisches Roulette“) unlängst auf DVD wiederveröffentlicht wurde. Das von Pulitzerpreisträger David Mamet („Glengarry Glen Ross“) geschriebene Drama…

  • RED – Älter. Härter. Besser. (USA 2010)

    Frank Moses (Bruce Willis, „Planet Terror“) langweilt sich. Wundern dürfte das niemanden, war er vor dem Ruhestand doch ein verdammt tougher CIA-Agent. Etwas Abwechslung bringen ihm lediglich die Anrufe von Telefonistin Sarah („Weeds“-Star Mary-Louise Parker), die sich um seine Rentenschecks kümmert und mit dem in die Jahre gekommen Haudegen heftig flirtet. Eines Nachts ist es…

  • Piranha 3D (USA 2010)

    Sind blanke Brüste in 3D wirklich die Rettung des Kinos? Wohl eher nicht. Die des Tier-Horrors aber ganz bestimmt! Denn was Splatter-Regisseur Alexandre Aja („The Hills have Eyes“) mit seinem vagen Remake des B-Klassikers „Piranha“ auf die Leinwand bringt, ist mit einem Wort unanständig. Der Franzose verzichtet bei seinem Creature Feature auf den hommagierenden Humor…

  • W. (USA/GB/AUS/D/HK 2008)

    Der Wandel ist eingeläutet, Barack Obama als erster Afroamerikaner zum Präsidenten der USA gewählt worden. Das war am 4. November 2008, am Ende eines historischen Wahlkampfes. „Yes we can“ lautete das Credo des Demokraten, dessen Vision vom geheilten Amerika jedoch am innen- wie außenpolitischen Scherbenhaufen scheitern könnte, den Vorgänger George W. Bush hinterlassen hat. Von…

  • Stand by Me (USA 1986)

    Ein Todesfall in der Gegenwart führt zu einem Todesfall in der Vergangenheit. Die Rahmenhandlung von „Stand by Me“ bestreitet Richard Dreyfuss („Mr. Hollands Opus“), der sich als Schriftsteller Gordon Lachance durch die Nachricht über das Ableben eines Jugendfreundes an jenen schicksalhaften Sommer des Jahres 1960 erinnert, in der das süße Leben seine Unschuld verlor. Das…

  • Silver City (USA 2004)

    John Sayles ist Hollywoods unerschütterlicher Pol der Ruhe. Wo die Überbietungslogik der Blockbuster immer ausgefeiltere Effektbombardements verlangt, füllt er seine Filme mit Dialogen. Die Drehbücher schreibt er selbst. Und wenn er gerade dabei ist, erledigt er auch den Endschnitt. So war es, so bleibt es. Ganz fern ist ihm die reine Unterhaltung jedoch nicht. So…

  • Poseidon (USA 2006)

    Katastrophenfilme sind immer auch Ensemblefilme. Die den Folgen einer verheerenden Naturgewalt ausgesetzten Protagonisten müssen im Wettlauf gegen die Zeit Einigkeit beweisen, um der allgegenwärtigen Gefahr zu trotzen. Einige von ihnen sterben. Es bleibt der bleiernen Dramatik zu schulden. David Neams Genreklassiker „Poseidon Inferno“ (1972) besitzt Vorbildcharakter. Ihm folgten bis in die späten Neunziger dutzende Epigonen….

  • Der weiße Hai (USA 1975)

    1975 war Steven Spielberg noch keine allzu große Nummer im Filmgeschäft. Nach einer Reihe von TV-Produktionen und dem ersten Kinofilm „The Sugarland Express“ führte dann aber die Verfilmung des Peter Benchley-Romans „Jaws“ zu seinem Durchbruch und machte ihn zu einem der Prinzen des New Hollywood. Der Beginn einer ausnehmenden Karriere. Das Inselvolk des Eilands Amity…