Ralf Möller

  • Best of the Best 2 – Der Unbesiegbare (USA 1993)

    Ersatz-Schwarzenegger Ralf Möller hat in Hollywood Fuß gefasst und darf in relativer Regelmäßigkeit den wortkargen Nebendarsteller geben. Seine erste größere Rolle absolvierte der Recklinghausener Bodybuilder 1993 im Action-Sequel „Best of the Best II“, das entgegen des zeitlichen Trends – und anders als sein Original – nicht von der imaginären „Karate Tiger“-Reihe absorbiert wurde. War jener…

  • Far Cry (CDN/D 2008)

    Kein Entkommen, kein Erbarmen. Dr. Uwe Boll ist ein Jäger, der gnadenlos über seine Beute herfällt. Für gewöhnlich trifft es populäre Videospiele, deren Konsistenz er zu schmerzhaften Filmwerken aufbereitet. Das jüngste Opfer des Schlock-Meisters ist „Far Cry“, ein moderner Klassiker unter den Ego-Shootern, dessen Adaption von Fans mit Argwohn verfolgt wurde. Nicht nur wegen Boll,…

  • Seed (CDN/D 2007)

    Filme von Uwe Boll („Alone in the Dark“) bereiten kein Vergnügen. „Seed“ stellt dabei eine Besonderheit. Denn im Gegensatz zu den übrigen Werken des nicht selten als schlechtester Regisseur unserer Zeit gebranntmarkten Deutschen ist er nicht auf Unterhaltung, sondern allein auf Abscheu fixiert. Das verdeutlicht bereits die Eingangssequenz aus dem Tierschutzarchiv, bei dem Hunde barbarisch…

  • Postal (CAN/USA/D 2007)

    „Was ist der Unterschied zwischen einer Ente?“ – während des Bewerbungsgesprächs Kritiken zu den Filmen von Uwe Boll wollen als Warnung verstanden werden. Der Wermelskirchener Hollywood-Export hat sich auf Verfilmungen populärer Videospiele spezialisiert. Dass die mit der Vorlage meist nur den Namen teilen, geht noch als clevere Verkaufsstrategie durch. Doch die Boll-Werke lassen das handwerkliche…

  • Pathfinder (USA 2007)

    Zwei Wölfe, so will es die indianische Sage, kämpfen in der Brust eines jeden Mannes um die Vorherrschaft. Der eine ist Liebe, der andere Hass. Eine andere Sage, die des deutschen Filmemachers Marcus Nispel, will dem Publikum vorgaukeln, dass die Wikinger, historisch verbürgt schon Jahrhunderte vor Kolumbus auf amerikanischem Boden zugegen, die neue Welt für…

  • Bierfest (USA 2006)

    Das amerikanische Bild der Deutschen ist bajuwarisch geprägt. Hans und Fritz tragen Lederhosen – und das mit Stolz. Das Umfeld des urbayrischen Oktoberfestes scheint die optimale Grundlage für eine Blödelkomödie über kulturelle Unterschiede. Denn wo, wenn nicht am Nabel des teutonischen Traditionalismus, ließe sich trefflicher der Hebel derber Fließbandzoten ansetzen? Dazu gehören namhafte Gesichter. Solche,…

  • Gladiator (USA 2000)

    Viele Jahre lang waren sie in Amerika verpönt, die guten alten Sandalen-Schinken, die vor allem aus Europa in den 50ern und 60ern die Lichtspielhäuser überfluteten. Hollywood feierte einige der größten Erfolge in diesem Genre – „Ben Hur“, „Quo Vadis“, „Spartacus“. Regie-Veteran Ridley Scott („Alien“, „Blade Runner“) ließ die Antike mit „Gladiator“ Dekaden später wieder auferstehen…

  • Hai-Alarm auf Mallorca (D 2004)

    Reichlich Wirbel verursachte die RTL-Chefetage im Vorfeld der Erstaustrahlung ihres Event-Eigengewächses „Hai-Alarm auf Mallorca“. Der Fachpresse blieb der fertige Film vorenthalten, ein kräftiger Ruck an der Werbetrommel steigerte das Interesse. Clever getrickst und doch ins Klo gegriffen, entpuppte sich das selbsternannte Fernseh-Highlight doch als „Hai light“-Version vom altbekannten „Weißen Hai“ (1975). Die als spektakulär und…

  • Universal Soldier (USA 1992)

    „Meine Zeit ist um, ich will nach Hause gehen.“ – Luc Devreux 1992 war eigentlich für viele der Beteiligten von „Universal Soldier“ ein gutes Jahr, denn bis dato hatte im Grunde niemand der Herren Van Damme, Lundgren oder Emmerich einen Kinofilm dieser Größenordnung realisieren können. Wenn man allerdings etwas über zehn Jahre weiterschaut, konnte nur…

  • Cyborg (USA 1989)

    Wenn Fachmänner der Güteklasse Jean-Claude Van Damme und Albert Pyun aufeinander treffen und nicht vorhandenes Talent kreuzen, kommt in der Regel ausgemachter Bockmist heraus. Zu einer Zeit, als der belgische Fußfeger ein aufsteigender B-Actionstar war und die „Regie-Legende“ Pyun gerade in die Niederungen filmischen Schaffens vordrang, kam es 1989 zur bislang einzigen Zusammenarbeit dieser herausragenden…

  • El Padrino (USA 2004)

    „This is my story. This is a story about me. This is a story about some stone cold gangster shit.” Bekannt wurde Damian Chapa durch seine Rolle in Taylor Hackfords Drama „Blood In Blood Out“. Die Jahre danach waren gesäumt von Direct-to-Video Produktionen wie „Manchmal kommen sie wieder 3“, „Hitmans Run“ oder „Bad Karma“. Daneben…