Michael Mann

  • Public Enemies (USA 2009)

    „We’re having too good a time today. We ain’t thinking about tomorrow.“ – Dillinger Mit jedem neuen Film wird Michael Mann („Heat“) mehr und mehr zum Zugpferd einer realitätsbetonten Hollywood-Strömung. Fest machen lässt sich dies nicht am Inhaltlichen, das er zwar mit wirklichkeitsnahen, mitunter auch historischen Stoffen unterfüttert, grundlegend aber der Konvention spezifischer Genres verpflichtet…

  • Operation: Kingdom (USA/D 2007)

    Peter Berg („Welcome to the Jungle“) zeichnete sich in der Vergangenheit nicht gerade durch Filme mit gesteigertem Anspruch aus. Der von Michael Mann („Heat“) produzierte Post-9/11-Thriller „Operation: Kingdom“ bedeutet die Wende. Wenn auch nur im Ansatz. Mit den Klischees des abgeklärten, stets coolen Amerikaners wird (zumindest partiell) gebrochen, die Fronten am mutigen Schlusspunkt gar aufgehoben….

  • Der letzte Mohikaner (USA 1992)

    Der blutige Krieg um die Gründerzeit Amerikas findet im US-Bewusstsein, als dessen Mittler oftmals das Kino fungiert, nur bedingt statt. Der Kampf um die Vorherrschaft in der neuen Welt, weitgehend ausgefochten zwischen Engländern und Franzosen, appelliert weniger an das nationale Zusammengehörigkeitsgefühl, als es die Historie um, mehr noch die nach der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung von…

  • Miami Vice (USA/D/PY/UY 2006)

    Michael Mann ist der König des Kriminalfilms. Mit „Collateral“ festigte der „Heat“-Regisseur seinen Stand als Thriller-Spezialist und experimentierte obendrein mit den Möglichkeiten digitaler Aufzeichnungsmedien. In „Miami Vice“, der filmischen Aufbereitung des stilbildenden 80er-Jahre Fernsehklassikers, führt er sie zur Perfektion. Seine Neuauflage hat mit der seinerzeit von ihm geprägten TV-Reihe nur Marginalien gemein. Pinke Flamingos, Pastellfarben…

  • Heat (USA 1995)

    „Lass nichts an dich ran, was du nicht problemlos in dreißig Sekunden zurücklassen kannst, wenn du merkst, der Boden wird zu heiß.“ – McCauley Irgendwann musste Hollywood sie einfach zusammenführen, die beiden Legenden des Method-Acting, Robert De Niro und Al Pacino. In Francis Ford Coppolas „Der Pate II“ tauchten sie zwar gemeinsam auf der Besetzungsliste…

  • Collateral (USA 2004)

    Vor einigen Monaten galt Jamie Foxx noch als hoffnungsvoller Akteur aus der zweiten Reihe Hollywoods. Anfang 2005 jedoch ist er in die Liga der Top-Schauspieler aufgestiegen. Vorläufiger Höhepunkt ist die Oscar-Auszeichnung für seine bewegende Darstellung von Ray Charles. Doch auch als bester Nebendarsteller war Foxx nominiert, für seine im Grunde gar nicht so kleine Rolle…