Michael Biehn

  • Rippy – Das Killerkänguru (AUS 2024)

    Das neue Jahrtausend ist erfüllt von schrottigen Tier-Horror-Streifen. Allerdings kam darin bislang noch kein untotes Känguru vor. Dessen kompromissloses Walten wird gleich in der Auftaktsequenz von „Rippy“ veranschaulicht. Zumindest im Ergebnis, wenn ein blutig zerrupfter Camper in seinem Zelt gezeigt wird. Doch schon die folgende Off-Einleitung von Titelheldin und Provinz-Polizistin Maddy (Tess Haubrich, „Alien: Covenant“)…

  • Sister (USA 2011)

    „Jacob is harmless.“ – Irrt gewaltig: Edith Der positive Einfluss der Familie wird überschätzt. Nicht umsonst gerät bei Morduntersuchungen immer zuerst der genetische Anhang ins Visier der Fahnder. Wie oft hinter etwaigen Gräueltaten allerdings dunkle Mächte stecken, ist in nationalen Kriminalstatistiken nicht erfasst. Eine solche Vermischung strebt Larry Wade Carrell mit „Sister“ an, einem B-Horrorfilm…

  • The Divide (CDN/USA/D 2011)

    In den Augen der jungen Frau spiegelt sich Entsetzen wider. Und ein Szenario des Untergangs. Ein Feuerball geht über der Stadt nieder und taucht das Blickfeld in ein gleißendes Inferno. Panik grassiert. Menschen flüchten durchs Treppenhaus. Doch wohin? Auftaktzeugin Eva (Lauren German, „Hostel 2“) gelingt mit Partner Sam (Iván González, „The ABCs of Death“) und…

  • Sushi Girl (USA 2012)

    Revenge is a dish best served raw. Der Duke bittet zum Abendmahl. Es gibt Sushi, serviert auf dem Körper einer nackten Frau. Ihre Anweisungen sind klar: nicht sprechen, nicht bewegen und am besten auch nicht zuhören. Schließlich ist Duke ein Verbrecher, eine Unterweltgröße, die vier Komplizen zum gemeinsamen Essen geladen hat. Natürlich nicht ohne Hintergedanken….

  • Tombstone (USA 1993)

    Wie sehr die Legende um Wyatt Earp zu ausschweifender Fantasiebeflügelung einlädt, lässt sich am Vergleich zwischen Lawrence Kasdans „Wyatt Earp“ und George P. Cosmatos‘ „Tombstone“ ermessen, die Mitte der Neunziger binnen eines Jahres in die amerikanischen Kinos kamen. Das finanzielle Nachsehen hatte Kasdans dreistündige Biographie, die mit historisch akkurater Detailfülle versuchte, auch den Rissen in…

  • Aliens – Die Rückkehr (USA/GB 1986)

    „My mommy always said there were no monsters, no real ones. But there are.” – Newt Fortsetzungen wegweisender Filme sind eine delikate Angelegenheit. Wenn überhaupt erreichen sie nur selten die Qualität ihres Originals und bleiben in der Hauptsache verzichtbare Versuche, dessen Erfolg zu wiederholen. Eine seltene Ausnahme ist das erste von bislang drei Sequels zum…

  • Navy Seals (USA 1990)

    Ein degenerierter Ballerfilm mit Starbesetzung: In „Navy Seals“ machen Charlie Sheen („Rookie – Der Anfänger“), Michael Biehn („Terminator“), Dennis Haysbert („24“) und Bill Paxton („Twister“) islamischen Terroristen den Garaus. Als tollkühne Eliteeinheit befreien sie die Besatzung eines abgeschossenen amerikanischen Militärhubschraubers aus der Hand brutaler libanesischer Kidnapper. Dabei stoßen sie auf gestohlene Stinger-Raketen. Anstatt diese unschädlich…

  • Stiletto (USA 2008)

    „Hate keeps me warm at night.“ – Ein echtes Goldstück: Lee Zwei Männer hocken in der Sauna, vertieft in ein Gespräch, das sie rasch kriminellen Kreisen zuordnet. Plötzlich taucht eine zierliche junge Frau aus dem Hintergrund auf und schlitzt dem ersten mit einem Messer die Kehle durch. Dem zweiten, verkörpert vom aufgedunsenen Tom Berenger („Platoon“),…

  • Streets of Blood (USA 2009)

    „The Big Easy ain’t so easy anymore.“ – Andy Millennium Films, die Produktionsfirma der verdienten B-Movie-Recken Boaz Davidson, Trevor Short und Avi Lerner („John Rambo“), versucht sich nach dem desaströs gescheiterten „Righteous Kill“ erneut an einem dreckigen Cop-Thriller. Nur gelernt haben sie offenbar nichts. Zwar pumpt das Produzenten-Trio respektable Budgets in seine Projekte und gewinnt…

  • Planet Terror (USA 2007)

    Eine einbeinige Schönheit, die statt einer Prothese ein Maschinengewehr trägt. Das Frauenbild des Billigfilms ist ein Kuriosum. Sex und Gewalt in Personalunion, ein Vamp zwischen Unerbittlichkeit und Fragilität. „Planet Terror“ ist Robert Rodriguez’ Beitrag zu „Grindhouse“, der von ihm und Kumpan Quentin Tarantino initiierten Hommage an die schundigen Doppelsoirees der siebziger Jahre. Das Projekt widmet…

  • Dragon Squad (HK/USA 2005)

    Die neue Generation chinesischer Actionfilme ist wild geschnitten, rasant in Szene gesetzt und für ein junges Publikum konzipiert. Bei „Dragon Squad“ verdeutlicht das vor allem die Besetzung, die in der Hauptsache Jungstars vom Kaliber Shawn Yue („Bloodbrothers“) und Maggie Q („Naked Weapon“) auffährt. Die allein aber genügen nicht zur Vermarktung. Also müssen weitere Namen her,…

  • Cherry Falls – Sex oder stirb (USA 2000)

    Eine Konstante des Slasherfilms verurteilt diejenigen zum Tode, die der Enthaltsamkeit entsagen und fleischlicher Gelüste frönen. Den Orgasmus als todesnahe Empfindung haben die Franzosen längst erkannt und dem Höhepunkt des geschlechtlichen Aktes den Beinamen „Le petit mort“ – der kleine Tod – geschenkt. In seinem Film „Cherry Falls“, in Deutschland plump „Sex oder stirb“ getauft,…

  • Terminator (USA 1984)

    Es waren düstere Jahre für die Menschheit. Nachdem die Maschinen sich in einem zermürbenden Krieg gegen ihre einstigen Herren erhoben hatten, soll jetzt, im Jahr 2029, aber wieder Ruhe einkehren. Denn der Kommandeur der Menschen, John Connor, hat die Blechkammeraden vernichtend geschlagen. Die wollen sich mit der Niederlage aber nicht abfinden. Sie schicken eine Kampfmaschine,…