Maria Bello

  • Lights Out (USA 2016)

    „I’m not being sent away again.“ – Gekommen, um zu bleiben: Diana Im modernen Mystery-Horror müssen ruhelose Geister weiblich sein. Japanische Genre-Vorreiter wie „Ring“ oder „Ju-On“ haben es vorgemacht, in Hollywood wurde diese Gepflogenheit nur zu gern aufgegriffen. Dahingehend bildet auch „Lights Out“ keine Ausnahme, mit dem David F. Sandberg („Annabelle 2“) seinen eigenen Kurzfilm…

  • Prisoners (USA 2013)

    „Pray for the best, but prepare for the worst.“ – Keller Dover Abgründige Thriller haben Konjunktur. Ambivalente Charaktere, das Erfolgsrezept einer Vielzahl gegenwärtiger TV-Serien, halten dabei auch auf der großen Leinwand Einzug. Doch selbst wenn großartige Fernsehformate wie „True Detective“ die Messlatte mittlerweile in luftige Höhen bugsiert haben, gibt es immer wieder Kinoproduktionen, die dieser…

  • Payback (Director’s Cut) (USA 1999/2006)

    Ende der Neunziger hatte Mel Gibson genug. Der „Leathal Weapon“-Star wollte nicht länger „Mr. Nice Guy“ sein. Dass er diesen Status im neuen Jahrtausend vor allem durch private Skandale torpedierte, mag an dieser Stelle lediglich bar jeder Wertung angemerkt werden. Als seine Welt noch in Ordnung war, fiel ihm ein Skript von Brian Helgeland in…

  • Atemlos – Gefährliche Wahrheit (USA 2011)

    Es gibt talentierte Jungdarsteller – und es gibt Taylor Lautner. Der „Twilight“-Co-Star verdankt seine Popularität eher dem gestählten (und gern vor der Kamera entblößten) Oberkörper und weniger ausgeprägtem Charisma oder mimischer Prägnanz. Streng genommen verfügt der 20-jährige über die schauspielerische Strahlkraft von zwei Meter Feldweg im Weserbergland. Aber so lange der Nachwuchs-Star das bevorzugt weibliche…

  • Company Men (USA 2010)

    Es wurde viel über sie gesprochen und noch mehr geschrieben, die Finanz- und Wirtschaftskrise 2007/2008 und deren Nachwirkungen. Mittlerweile wurden auch Filme darüber gemacht. Weniger über die Krise selbst, vielmehr über deren Entstehung, Wirkung und die Personen dahinter („Inside Job“). In erster Linie trifft es natürlich den kleinen Mann, doch auch im Top Management gibt…

  • Kindsköpfe (USA 2010)

    Jaja, Filme mit Adam Sandler sind lustig. Oder, wenn sich der immens erfolgreiche Berufsclown bemüht zu schauspielern, auch mal traurig. „Kindsköpfe“ hingegen zeigt den Superstar wieder einmal von seiner albernen Seite und stimmt dazu noch ein arg aufgesetzt wirkendes Hohelied auf Freundschaft und die kleinen Freuden des Lebens an. Dabei ist der auch von Sandler…

  • Die Mumie – Das Grabmal des Drachenkaisers (USA/D 2008)

    Blockbuster-Sequels sind quasi-kalkulierte Enttäuschungen. Doch natürlich gibt es auch in ihren Reihen Unterschiede. „Spider-Man 3“ zum Beispiel, weit schwächer als seine Vorgänger und dennoch überdurchschnittliches Popcorn-Kino. Oder „Jurassic Park III“, der zwar reichlich Action bot, daneben aber nur Handlungsgestrüpp am Rande der Peinlichkeit. Ihm gleich tut es der dritte Aufguss von „Die Mumie“, dem die…

  • Thank You for Smoking (USA 2005)

    Amerika hat die beste Regierung der Welt. Warum? Weil man immer wieder Berufung einlegen kann. Diese Meinung ist nicht das Credo, wohl aber die Weltsicht von Nick Naylor (Aaron Eckhart, „Das Versprechen“). Der ist Lobbyist und verdingt sich als Pressesprecher der Tabakindustrie. Kein leichter Job. Aber einer muss ihn ja machen. Und derjenige ist Nick….

  • Silver City (USA 2004)

    John Sayles ist Hollywoods unerschütterlicher Pol der Ruhe. Wo die Überbietungslogik der Blockbuster immer ausgefeiltere Effektbombardements verlangt, füllt er seine Filme mit Dialogen. Die Drehbücher schreibt er selbst. Und wenn er gerade dabei ist, erledigt er auch den Endschnitt. So war es, so bleibt es. Ganz fern ist ihm die reine Unterhaltung jedoch nicht. So…

  • The Dark (GB 2005)

    In den letzten Jahren hatte der sogenannte J-Horrorfilm mit Perlen wie „The Ring“ oder „The Grudge“ seine Hochphase. Die amerikanischen Remakes japanischer Schocker um kleine Mädchen mit langen schwarzen Haaren brachten eine neue Variante des Gruselns in die westlichen Lichtspielhäuser. Auch der im letzten Jahr entstandene „The Dark“ basiert zwar nicht auf einem Nippon-Vorbild, bedient…

  • A History of Violence (USA 2005)

    Neben David Lynch („Lost Highway“, „Wild at Heart“) gehört David Cronenberg („Die Fliege“, „Crash“) wohl zu der Sorte Filmemacher, die das Kontroverse nicht scheuen und ein von den Medien geschürter Skandal mit fast jedem neuen Film die Schlagzeilen bestimmt. Als Workaholic wird Cronenberg sicherlich nicht in die Geschichtsbücher eingehen, dafür aber haben seine Filme einen…

  • Das Ende – Assault on Precinct 13 (USA/F 2005)

    Der Schnee der Neujahrsnacht färbt sich blutrot, als korrupte Polizisten einen unliebsamen Geschäftspartner eliminieren wollen. Um ihr Vorhaben Realität werden zu lassen, belagern die Verbrecher in Uniform ein fast verlassenes Präsidium, in dem sich neben der Zielperson auch einige Ordnungshüter und Mitinhaftierte befinden. Den Morgen darauf werden nur die wenigsten der Involvierten erleben. John Carpenters…

  • The Cooler – Alles auf Liebe (USA 2003)

    Das amerikanische Spielerparadies Las Vegas diente schon häufig als Hintergrund für filmische Stoffe. Beleuchtete „Leaving Las Vegas“ die marode Schattenwelt hinter Glanz und Glamour, förderte „Fear and Loathing in Las Vegas“ absurde geistige Abgründe zu Tage. Der romantische Thriller „The Cooler“ von „Mindhunters“-Autor Wayne Kramer hingegen animiert eher zu entfernten Vergleichen mit Paul Thomas Andersons…

  • Das geheime Fenster (USA 2004)

    Verfilmungen literarischer Vorgaben des amerikanischen Horror-Kult-Autors Stephen King erreichen nur selten die Qualität ihrer Vorlagen. Das weiß man nicht erst seit „Cujo“ oder „Christine“. Vornehmlich magerer Umsetzungen zum Trotze findet beinahe jedes Opus des Fließbandschreibers seine Auswertung in Kino oder TV. Das geheime Fenster allerdings weckt Hoffnung. Denn als Hauptdarsteller konnte Johnny Depp („Fluch der…

  • Auto Focus (USA 2002)

    „A day without sex is a day wasted.“ – Robert Crane Hierzulande erschließt sich die amerikanische Comedyserie „Ein Käfig voller Helden“ („Hogan’s Heroes“), in der Zeit von 1965 bis 1971 vom TV-Sender CBS produziert, lediglich der Kenntnis eines eingefleischten Anhängerstammes. Noch weniger bekannt ist das abgründige und selbstzerstörerische Leben von deren Hauptdarsteller Robert „Bob“ Crane,…