Malcolm McDowell

  • Bombshell – Das Ende des Schweigens (USA/CAN 2019)

    Die #MeToo-Bewegung ist eine überfällige Zäsur. Sie richtet sich gegen die sexualisierte Ausbeutung und damit verbunden die Objektifizierung von Frauen durch Männer in Machtpositionen. Männer, die glauben über moralischen Werten zu stehen. Der weltweit bekannteste Fall ist der Sturz von Hollywood-Mogul Harvey Weinstein. Seine Verurteilung zu 23 Jahren Haft im März 2020 gilt als Beweis…

  • 31 (USA 2016)

    „I’m not here to brighten your dismal day. I am here to end your miserable life. You know, all in all, you’ve had a pretty good run, but deep down inside you must’ve known it all had to end somewhere. Might as well be now.“ – Gesprächig: Doom-Head Es ist ein Spiel auf Leben und…

  • Silent Night (USA/CDN 2012)

    „Christmas. The number one holiday for people going nuts.“ – Sheriff Cooper Es gibt Filme, die loten beständig das Wohlgefühl von Fest- und Feiertagen aus. Dort stehen Familiengeschichten im Vordergrund, das friedfertige Miteinander und das Gute im Menschen. Wem genau das wenig behagt, für den hält das Genrekino seit Jahrzehnten bluttriefendes Kontrastprogramm bereit. An vorderster…

  • Silent Hill: Revelation (USA/CDN/F 2012)

    Es gibt Orte, die wecken Sehnsüchte und implizieren freudvolle Erinnerungen an Momente voller Glück und Sorglosigkeit. Und es gibt Silent Hill. Als Projektionsfläche existenzialistischer Urängste steht die Gemeinde als Vorhof zur Hölle für die Schattenseiten der menschlichen Seele. In der gleichnamigen Videospiel-Reihe erlangte der Stoff Klassikerstatus. Auf die 2006 gedrehte Kinoadaption traf diese Kategorisierung aber…

  • Class of 1999 – Die Klasse von 1999 (USA 1990)

    In Mark L. Lesters kontroversem Thriller „Die Klasse von 1984“ wurde Gewalt als einzige Antwort auf Gewalt propagiert. Im Brennpunkt stand eine brutale Schülerbande, die durch das Eingreifen eines couragierten Lehrers letztlich zur Strecke (und ums Leben) gebracht wurde. Der Stallgeruch von Exploitation und reißerisch reaktionärer Stimmungsmache hebelte die (stets aktuelle) Diskussion um Jugendverrohung und…

  • Halloween II (USA 2009)

    „Michael Myers is fucking dead!” – Wird sich noch wundern: Dr. Loomis Mit seinem (Quasi-)Remake zum Horror-Klassiker „Halloween“ entzauberte Rob Zombie („House of 1000 Corpses“) den Mythos. Psychologisch breitete er die Vorgeschichte des irren Killers Michael Myers aus und nahm dem unergründlichen Bösen durch ein zerrüttetes Elternhaus jeden Spekulationsspielraum. Einer Fortsetzung verwehrte sich Zombie erst,…

  • The Book of Eli (USA 2010)

    „I walk by fate, not by sight.“ – Mit Gottesfurcht und scharfer Klinge: Eli „I am Mad Max“ witzelte manch ein Kritiker anlässlich des bigotten Endzeit-Thrillers „The Book of Eli“. Tatsächlich zeichnen Allen und Albert Hughes in ihrer ersten Regiearbeit seit „From Hell“ (2001) ein nachvollziehbares und visuell beeindruckendes Endzeitszenario nach, in dem allgemeines Faustrecht…

  • Star Trek – Treffen der Generationen (USA 1994)

    „I have an appointment with eternity and I don’t want to be late.“ – Soran Irgendwann ist auch für die größten Helden die Zeit des Abschieds gekommen. Gene Roddenberrys Weltraum-Pioniere aus „Star Trek“ leisteten von 1966 bis 1991 Dienst für die planetare Föderation, bestritten 79 TV-Episoden sowie sechs Kinofilme und scharten über die Jahrzehnte zahllose…

  • Mirror Wars: Reflection One (RUS 2005)

    Russlands Filmindustrie holt auf. „Wächter der Nacht“ führte das Land auf die Weltkarte des Kinos zurück. Plötzlich interessierte man sich wieder für Werke aus der ehemaligen Sowjetrepublik. Mit diesem neuen Selbstbewusstsein einher geht der Prozess des Ausbaus. Interesse ist vorhanden, Geld sowieso. Also wird gedreht was das Zeug hält. Hierzulande kommt nur wenig davon an….

  • Doomsday (GB/USA/D/ZA 2008)

    Mit nur zwei Filmen avancierte Neil Marshall zur Hoffnung des Horror-Kinos. Die launige Werwolf-Burleske „Dog Soldiers“ ebnete ihm den Weg, dessen erster Meilenstein „The Descent“ blieb. Der auf bewährten Formeln des klaustrophobischen Schreckens fußende Schocker verwandelte sich nach gemächlichem Vorlauf urplötzlich in ein knüppelhartes Splatterfest. Für nervenzerrendes Aufsehen ward also gesorgt. Ebenso für große Erwartungen….

  • Moon 44 (D 1990)

    Schwaben-Spielberg Roland Emmerich besitzt das Talent, aufwendiges Kino mit (verhältnismäßig) moderaten Budgets zu kreieren. Sein Ticket nach Hollywood löste er mit „Moon 44“, einer endzeitlichen Materialschlacht auf Sparflamme. Das Geschick des Regisseurs ist unverkennbar, wenn sein letzter in Sindelfingen gedrehter Streifen auch ungeniert große Vorbilder der Science-Fiction plündert. In Set-Design und Ausleuchtung lehnt er sich…

  • Halloween (USA 2007)

    Die Serie der Horror-Remakes reißt nicht ab. Jetzt hat es wieder einen der großen Klassiker erwischt: John Carpenters „Halloween“. Zuversicht ließ die Nachricht aufkeimen, Rob Zombie würde Platz auf dem Regiestuhl nehmen, das Drehbuch schreiben und neben der Neuverfilmung gleich noch die Vorgeschichte erzählen. Doch Zombie, der sich den alten Höhen des Genres mit „House…

  • Reine Chefsache (USA 2004)

    Die Karrierekurve von Scarlet Johansson zeigt steil nach oben. Über kleinere Rollen in „Der Pferdeflüsterer“ (1998) und „Ghost World“ (2000) empfahl sich die heute 21-jährige als angehende Charakterdarstellerin und vollzog durch „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ und „Lost in Translation“ (beide 2003) die Wandlung von der Kindfrau zur Diva. Kleinere Nebenparts wie der von Dennis…

  • Fist of the North Star (USA 1995)

    „It ain´t easy bein´ sleazy.” George Miller und ein wortkarger, in staubige Lederkluft gehüllter Mel Gibson begründeten Ende der 70er mit „Mad Max“ das Genre des Endzeit-Actioners. Über die Jahre blieb der Ausbau jener zynischen Gattung Film vorwiegend Videoproduktionen und B-Movies vorbehalten. Denn mehr als karge Kulissen und Horden kostümierter Degenerierter brauchte es zur Realisierung…