Liev Schreiber

  • Spotlight (USA 2015)

    Man darf die Bedeutung der katholischen Kirche für die Gesellschaft nicht von den Verfehlungen einzelner Geistlicher abhängig machen. Aussagen wie diese machen wütend. Getroffen werden sie immer dann, wenn Fälle von Missbrauch innerhalb des Klerus publik werden. Geholfen ist damit niemandem, am wenigsten den Opfern. Dabei wird der eigentliche Skandal, die Vertuschungsversuche durch Erzbistümer, meist…

  • Ray Donovan (Season 1) (USA 2013)

    „You’re my favorite, Ray. You always were. We’re alike, the two of us. The same exactly.“ – Die Wahrheit schmerzt: Mickey Wenn nichts mehr hilft, hilft Ray Donovan. Der zweifache Familienvater arbeitet hinter der glitzernden Fassade Hollywoods für ein Anwaltsduo – und steht Prominenten aus Film- und Musikbranche bei, wenn diese in Schwierigkeiten stecken. Das…

  • Movie 43 (USA 2013)

    Warum nicht mal wieder eine Sketchparade auf die große Leinwand bringen, mit vielen Stars und noch mehr Zoten? Die Antwort ist simpel: Weil derlei mini-episodische Konzepte zwar im TV funktionieren, jedoch nur selten Massen ins Kino locken. Zu spüren bekamen das auch die Produzenten – als federführend gilt Peter Farrelly („Verrückt nach Mary“) – von…

  • Scream 3 (USA 2000)

    Mit „Scream 3“ wollte Wes Craven („Nightmare on Elm Street“) der von ihm eingeleiteten Renaissance des Slasherfilms einen krönenden Abschluss bescheren. Nur leider schickte er sich mit der zweiten Fortsetzung des Sensationserfolgs an das Regelwerk des Genres neu zu definieren. Per Videobotschaft darf der in Part zwei getötete Kinofreak Randy (Jamie Kennedy) posthum die veränderten…

  • Scream 2 (USA 1997)

    „It’s happening again, isn’t it?” – Gale Weathers Nach dem Sensationserfolg von „Scream“ wurde der (Teen-)Slasher plötzlich wieder salonfähig. Wes Craven, der mit „Last House on the Left“, „The Hills have Eyes“ und allen voran „Nightmare on Elm Street“ (Underground-)Kinogeschichte geschrieben hatte, gelang das Kunststück, mit der ironischen Durchleuchtung des Schlitzerfilms ein Massenpublikum in die…

  • Salt (USA 2010)

    Wer ist Evelyn Salt? Diese Frage treibt nicht allein amerikanische Geheimdienste um. Der Beginn zeigt sie, ideal besetzt mit Angelina Jolie („Wanted“), in nordkoreanischer Gefangenschaft. Selbst unter Folter beharrt sie darauf, für einen Ölkonzern zu arbeiten. Tatsächlich steht Salt in Diensten der CIA und wird nur durch den Einsatz ihres Gatten Michael (August Diehl, „Inglourious…

  • Taking Woodstock (USA 2009)

    Woodstock ist Legende und als Gipfelsturm der Hippie-Bewegung Mythos zugleich. Rund eine Millionen Menschen feierten im August 1969 auf einem Farmgelände in Bethel, New York, ein rauschendes Fest und trugen mit Hilfe bekannter Musiker dazu bei, die Message von Frieden und Freiheit in die Welt zu tragen. Der Grundgedanke allerdings war eigentlich kommerzieller Natur: Der…

  • Defiance – Unbeugsam (USA 2008)

    Hollywood-Filme dienen in erster Linie der Unterhaltung. Jeder Produzent, der einen zwei- bis dreistelligen Millionenbetrag aufbringt erwartet, dass dieser durch ein möglichst breites Publikum auch wieder eingespielt wird. Idealerweise mit Gewinn. In ihrer Schwere müssen unbequeme Themen daher gemindert werden und statt der Realität einer Ahnung entsprechen. Vor diesem Hintergrund scheint nachvollziehbar, warum das Weltkriegswiderstandsdrama…

  • X-Men Origins: Wolverine (USA/AUS/NZ 2009)

    In „X-Men Origins: Wolverine“ beleuchtet „Tsotsi“-Regisseur Gavin Hood die Vorgeschichte des unzerstörbaren Mutanten mit Stahlklauen und Revoluzzer-Koteletten. Das Spin Off aus dem Hause Marvel sieht sich als Ergänzung zum Mythos und reiht sich effektvoll in die Superhelden-Geburten um Bat-, Iron- oder Spider-Man ein. Gemessen am Potential des Stoffes, dem Aufbegehren des geschundenen Außenseiters gegen den…

  • Das Omen (USA 2006)

    Mit „Das Omen“ erhält auch der Horror-Klassiker aus dem Jahre 1976 einen zeitgenössischen Anstrich. Gottlob wird die erfolgreiche Geschichte nicht als Mittel zum Zweck missbraucht, sondern Regisseur John Moore hält sich nahe am Original. Ob solch ein Remake nun auf der anderen Seite notwendig ist oder eben nicht, bleibt Auslegungssache. Fakt ist jedoch, dass man…

  • Scream – Schrei! (USA 1996)

    Die Renaissance des Slasherfilms heißt „Scream“. Mit der cleveren Hommage an „Halloween“ und Co. löste Kultregisseur Wes Craven („Nightmare on Elm Street“) einen neuen Boom kostengünstiger Mainstream-Produktionen aus, in denen die Barbies und Kens der MTV-Generation von wahnsinnigen Serienkillern massakriert wurden, mehr noch bis heute werden. Die ironische Verknüpfung von Klischees und Reminiszenzen, beruhend auf…

  • Kate & Leopold (USA 2001)

    Der Herzog Leopold Mountbatten (Hugh Jackman) ist nicht unbedingt ein glücklicher Mann. Der wissenschaftlich interessierte Adlige soll im Jahre 1876 eine wohlhabene Lady ehelichen, um die leere Kasse aufzupolieren. Dies behagt ihm nicht sonderlich, doch sein Onkel sitzt am längeren Hebel und hat das letzte Wort. Dem Anlass zu Ehren wird ein Empfang gegeben, auf…

  • Der Anschlag (USA/D 2002)

    Im Jahre 1990 feierte der eifrige CIA-Agent Jack Ryan in „Jagd auf Roter Oktober“ sein Leinwanddebüt. Der seinerzeit von Alec Baldwin verkörperte Charakter entstammt ursprünglich der Feder des amerikanischen Bestsellerautors Tom Clancy, hinlänglich bekannt für patriotische Polit-Thriller, angereichert mit einer Fülle an militärischem Hintergrundwissen. In den Jahren 1992 und 1994 trat Harrison Ford die Nachfolge…