Lance Reddick

  • Monster Party (USA 2018)

    „No time for emotions.“ Schöne Menschen, prunkvolle Anwesen, strahlende Vorgärten. Mit „Blue Velvet“ (1986) zeigte David Lynch, dass hinter der Fassade spießbürgerlicher Idylle das Grauen wohnt. Mit seinem unterschwellig satirischen Schocker „Monster Party“ folgt auch Chris von Hoffmann („Drifter“) diesem Ansatz. Allerdings ist ihm dabei mehr an kernigem Horror und blutiger Gewalt gelegen. Dass diese…

  • John Wick: Chapter 2 (USA/CAN/HK/I 2017)

    „You wanted me back. I’m back.” – John Wick Niemals geht man so ganz. Das gilt für Liebende – und erst recht für professionelle Mörder. Deren bester ist, angestrebte Frühverrentung hin oder her, John Wick (Keanu Reeves, „47 Ronin“). Nach dem Tod der Gemahlin (huscht in kurzen Rückblenden wieder durchs Bild: Bridget Moynahan, „Blue Bloods“)…

  • The Guest (USA 2014)

    „I’m a friend of the family.“ – David Mit unvorhergesehenen Gästen ist das so eine Sache. Vor allem im Horrorfilm. Doch David (eine weitere Rolle gegen das „Downton Abbey“-Image: Dan Stevens) ist anders. Er will helfen. Nicht irgendwem, sondern der Familie eines im Krieg gefallenen Kameraden. Und so eilt er durchs rurale Hinterland, bis er…

  • Ausnahmezustand – The Siege (USA 1998)

    „This is a new kind of war.“ – General Devereaux Normalerweise wäre ein Film wie „Ausnahmezustand“ kaum mehr der Rede wert. Doch da ist etwas, dass ihn auch rund 18 Jahre nach seiner Herstellung noch aktuell macht. Denn Regisseur Ed Zwick („The Last Samurai“) behandelte das Thema Terrorismus, bevor es durch 9/11 zum weltpolitischen Dauerkonflikt…

  • John Wick (USA/CAN/CN 2014)

    „John wasn’t exactly the boogeyman. He’s the one you sent to kill the fucking boogeyman.“ – Ehrfürchtig: Viggo Tarasov Ein Film wie der titelgebende Name seines (Anti-)Helden: kurz, schnörkellos, auf den Punkt gebracht. Im modernen Actiongenre sind das durchaus sympathische Eigenschaften. Tatsächlich erfüllt „John Wick“ viele Verheißungen, die der knackige Trailer versprach. Denn im Gegensatz…

  • Oldboy (USA 2013)

    Der Remake-Zwang Hollywoods treibt bisweilen groteske Blüten. Man nehme „Oldboy“, einen modernen südkoreanischen Thriller-Klassiker, der in Cannes 2003 mit dem Spezialpreis der Jury bedacht wurde und weltweit Kultstatus genießt. Selbst in Amerika, wo man trotzdem nicht müde wird, jedes gefeierte (oder zumindest kommerziell ertragreiche) Filmwerk neu aufzulegen. Park Chan-wooks existenzialistisches Meisterwerk ist in Wucht und…

  • White House Down (USA 2013)

    Bereits zum zweiten Mal wird das Weiße Haus im Kino-Jahr 2013 nach den Regeln des Actionfilms demontiert. Doch nach dem ärgerlich reaktionären „Olympus Has Fallen“ schlägt „White House Down“ deutlich gemäßigtere Töne an. Dabei geht der von Schwaben-Spielberg Roland Emmerich („2012“) gedrehte Blockbuster fast als Gegenentwurf zu Antoine Fuquas hurra-patriotischer „Stirb langsam“-Variante durch. Das zeigt…

  • Lost (Season 1 – 6) (USA 2004 – 2010)

     „Do you know why they call Australia ´Down Under´? Because it’s as close as you can get to Hell without being burned.“ – Nicht nur dem Namen nach ein Quell religiöser Verweise: Christian Shephard Am Anfang wird ein Auge geöffnet. Abrupt. Orientierungslos. Von unten blickt es auf die Wipfel eines Bambuswäldchens. Es ist der kurze…

  • Way of War (USA 2009)

    „Soda water doesn’t kill people. I kill people.“ – kein Mann leerer Worte: David Über den langen Abstieg des Cuba Gooding Jr. müssen keine breiten Worte mehr verloren werden. Dem Oscar für „Jerry Maguire“ hingen Rollen in unsäglichen Komödien (u.a. „Boat Trip“) nach. Ihnen folg(t)en Verleihpremieren, mit denen der wandlungsfähige Mime offenkundig einer gewissen schauspielerischen…