Keanu Reeves

  • John Wick: Chapter 2 (USA/CAN/HK/I 2017)

    „You wanted me back. I’m back.” – John Wick Niemals geht man so ganz. Das gilt für Liebende – und erst recht für professionelle Mörder. Deren bester ist, angestrebte Frühverrentung hin oder her, John Wick (Keanu Reeves, „47 Ronin“). Nach dem Tod der Gemahlin (huscht in kurzen Rückblenden wieder durchs Bild: Bridget Moynahan, „Blue Bloods“)…

  • The Neon Demon (USA/F/DK 2016)

    „Beauty isn’t everything. It’s the only thing.“ – Sarno Schönheit ist nicht allein relativ, sondern auch vergänglich. Die von Modeindustrie und Magermodels vorgelebten Standards nähren ein gefährliches Trugbild, das insbesondere Frauen dazu verleitet, ihr Äußeres kontinuierlich zu hinterfragen. In „The Neon Demon“ widmet sich Regie-Exzentriker Nicolas Winding Refn („Drive“) dem Preis der Schönheit; erwartungsgemäß nicht…

  • John Wick (USA/CAN/CN 2014)

    „John wasn’t exactly the boogeyman. He’s the one you sent to kill the fucking boogeyman.“ – Ehrfürchtig: Viggo Tarasov Ein Film wie der titelgebende Name seines (Anti-)Helden: kurz, schnörkellos, auf den Punkt gebracht. Im modernen Actiongenre sind das durchaus sympathische Eigenschaften. Tatsächlich erfüllt „John Wick“ viele Verheißungen, die der knackige Trailer versprach. Denn im Gegensatz…

  • 47 Ronin (USA 2013)

    Der Erfolg der „Matrix“-Trilogie mag ihm Recht erteilen, als waschechter Action-Recke geht Keanu Reeves dennoch nicht durch. Doch ist es gerade die ihm zu eigene melancholische Ader (manche würden es einfach Schlafzimmerblick nennen), die ihn im Zusammenspiel mit einer grundlegenden Verletzlichkeit für das Genre der harten Kerle interessant macht. Sie prädestinierte ihn auch für die…

  • Gefährliche Brandung – Point Break (USA 1991)

    Nach „Dirty Dancing“ musste und wollte Patrick Swayze im Actioner „Ruf nach Vergeltung“ wieder den harten Mann raushängen lassen. Doch damit konnte er nicht annähernd einen ähnlichen Erfolg verbuchen. Erst als er wieder mit „Ghost – Nachricht von Sam“ zur Romantik zurückkehrte, war ihm der Erfolg wieder gewiss. Dennoch wechselte er unmittelbar danach wieder ins…

  • The Great Warming (USA/CAN 2006)

    Der Klimawandel ist menschgemacht, diese „unbequeme Wahrheit“ eröffnete uns bereits der popkulturelle Weltenretter Al Gore. Er ist Vorreiter und Gallionsfigur einer Verpflichtungserklärung an den Umweltschutz, selbstverständlich aber nicht der einzige Vertreter dieser Position. Ein anderer ist Michael Taylor, dessen ebenfalls 2006 entstandener Dokumentarfilm „The Great Warming“ ins gleiche Horn bläst. Wenn auch weniger emotional, respektive…

  • Der Tag, an dem die Erde stillstand (USA 2008)

    Bekannt ist der Ausspruch, die Erde sei uns Menschen nur geliehen. Sollten wir sie je zurückgeben müssen, wehe den Renovierungskosten! Schon in den 70ern schmetterte Alexandra den traurigen Schlagerklassiker „Mein Freund der Baum“ und prangerte, wenn auch in schlichter Manier, den rüden Umgang mit der Natur an. Ähnlich hölzern wie der im Lied besungene Laubkamerad…

  • Street Kings (USA 2008)

    In den Staffeln fünf und sechs der US-Erfolgsserie „The Shield“ versuchte Oscar-Preisträger Forest Whitaker („Der letzte König von Schottland“) Cops zur Strecke zu bringen, die das Gesetz in die eigenen Hände nehmen – oder gleich selbst brechen. „Street Kings“ verkehrt dies Rollenbild ins Gegenteil und lässt ihn zum Drahtzieher zwielichtiger Ermittlungsmethoden werden. Doch das ist…

  • Vernetzt – Johnny Mnemonic (USA 1995)

    Aus dem Katalog kinematographischer „No Go Areas“: Ob seiner mangelnden Qualität fast schon berüchtigt ist „Vernetzt – Johnny Mnemonic”, der zweite Langfilm von Videoclip-Regisseur und Konzeptkünstler Robert Longo („Arena Brains“). Der geht auf eine Kurzgeschichte von William Gibson („Neuromancer“) zurück, der seine Schöpfung gleich selbst auf Drehbuchumfang walzte. Doch egal wie flach sich der teils…

  • A Scanner Darkly (USA 2006)

    Die Werke von Kult-Autor Philip K. Dick wurden zahlreich verfilmt, woraus Klassiker wie „Blade Runner“ resultieren. Die Essenz des Schreibers aber ist meist nur in Ansätzen erkennbar. Mit der Adaption des Romans „Der dunkle Schirm“ ändert sich dies. Independent-Ikone Richard Linklater („Slackers“) hält sich eng an Dicks exzessiven Drogenbericht und greift nach „Waking Life“ erneut…

  • Thumbsucker (USA 2005)

    Der Schritt vom Musikvideo- zum Filmregisseur ist ein denkbar kleiner. Hollywood ist voll solcher Karrieresprünge, obgleich nur die wenigsten ins Heil der kreativen Selbständigkeit führen. Das garantiert, wenn schon kein Millionenpublikum, der Independentfilm. Spike Jonze („Adaptation“) und Michel Gondri („Vergiss mein nicht“) gelang auf diesem Weg der Anschluss an den Mainstream. Mit „Thumbsucker“ folgt auch…

  • Constantine (USA 2005)

    Bereits während seiner Kindheit merkte John Constantine (Keanu Reeves), dass er anders ist als seine Schulkameraden. Früh entdeckte er, wenn auch ungewollt, sein Talent, Dämonen und Engel sehen zu können. Diese leben zwar nicht in unmittelbarer Eintracht mit den Menschen, doch nutzen diese Geschöpfe sie bzw. ihre Körper, um aus ihrer Welt in die unsrige…

  • Was das Herz begehrt (USA 2003)

    Das Konzept vom kalkulierten und am Reißbrett zusammengewerkelten Kassenschlager ging seltener derart schlüssig auf, als im Falle von „Was das Herz begehrt“. Denn Nancy Meyers („Was Frauen wollen“) erbringt in Personalunion von Autorin, Produzentin und Regisseurin neuerlich den Beweis, dass die Zugkraft namhafter Hollywoodsternchen jegliche Schwächen eines Skripts überwinden kann. Wenn zudem noch der störrischste…

  • Matrix Revolutions (USA/AUS 2003)

    Sie rollt wieder an, die von Produzent Joel Silver („Phantom Commando“) sorgsam und mit Kalkül initiierte Kapitalmaschinerie „Matrix“. Der Krieg der Menschen gegen die schier übermächtigen künstlichen Intelligenzen mündet in „Revolutions“, dem finalen Teil der Trilogie, in einen entscheidenden Showdown. Bediente sich der gefürchtete Kontrollfanatiker bereits beim enttäuschenden Vorgänger „Reloaded“ einiger werbewirksamer Tricks, treibt Silver…