Jeff Fahey

  • Horizon: Eine amerikanische Saga – Kapitel I (USA 2024)

    Eine amerikanische Western-Saga Wenn sich einzelne Personen bei Filmproduktionen in verschiedenen Schlüsselfunktionen einbringen, ist der Begriff „Herzensprojekt“ angebracht. Allerdings ist das längst kein Indiz für Qualität. Denn mangelnde Distanz führt nicht selten zu Fehleinschätzungen. Diesen Vorwurf muss sich auch Kevin Costner („Open Range“) gefallen lassen, der bei seinem vielschichtigen, über Jahrzehnte geplanten Besiedlungs-Western „Horizon“ als…

  • Alita: Battle Angel (USA 2019)

    „This is just a body. It’s not bad or good. That part’s up to you.“ – Dr. Dyson Ido Die Realverfilmung der Comic-Saga „Gunnm“ (internationaler Titel: „Battle Angel Alita“) schien für Star-Regisseur James Cameron („Titanic“) ein Herzensprojekt. Trotzdem dauerte es mehr als zehn Jahre, ehe die Manga-Adaption über internationale Leinwände flimmerte. Anders als ursprünglich geplant,…

  • Atomic Shark (USA 2016)

    Der Hai ist im modernen Monsterfilm vor allem eines: ein Vehikel absurder Ideen. Zwischen all den „Sharknados“ oder „X-Headed Shark Attacks“ kommt es auf „Atomic Shark“ dann auch nicht mehr an. Dabei hätte A. B. Stones („Lake Placid vs. Anaconda“) gewohnt billig abgespultes Massenprodukt das Zeug gehabt, den gegenwärtigen Trend wahrlich ironisch zu brechen. Denn…

  • Sushi Girl (USA 2012)

    Revenge is a dish best served raw. Der Duke bittet zum Abendmahl. Es gibt Sushi, serviert auf dem Körper einer nackten Frau. Ihre Anweisungen sind klar: nicht sprechen, nicht bewegen und am besten auch nicht zuhören. Schließlich ist Duke ein Verbrecher, eine Unterweltgröße, die vier Komplizen zum gemeinsamen Essen geladen hat. Natürlich nicht ohne Hintergedanken….

  • Silverado (USA 1985)

    Der Western als Kammerspiel. Zumindest für einen Augenblick. Zu Beginn von „Silverado“ erwacht Cowboy Scott Glenn („Backdraft“) in einem Holzverschlag. Plötzlich wird auf ihn geschossen, von vorn durch die Tür, von oben durchs Dach. Mit Colt und Flinte gelingt es ihm, die unsichtbaren Gegner auszuschalten. Zur vollen Breite, der Überlagerung von Horizonten und zerklüfteten Landschaftspanoramen,…

  • Wyatt Earp – Das Leben einer Legende (USA 1994)

    Mit dem Mythos vom aufrechten Helden wollten Regisseur Lawrence Kasdan und Produzent/Hauptdarsteller Kevin Costner aufräumen, als sie im Zuge des kurzlebigen Western-Revivals Mitte der Neunziger die Geschichte des berühmten Wyatt Earp verfilmten. Der erst 1929 verstorbene Revolverheld, dessen bewegtes Leben bereits Dutzenden Filmen als Inspirationsquell diente, wurde oft zum aufrechten Gesetzeshüter verklärt. Wenn Costners Earp…

  • Scorpius Gigantus (USA 2005)

    Schauspieler im Karrieretief sind sich auch für nichts zu schade. Im schrottigen Horror-Actioner „Scorpius Gigantus“ geht der Kelch peinlicher Talsohlendurchschreitung einmal mehr an Jeff Fahey, der sich mit Nebenrollen in der TV-Sensation „Lost“ sowie den Robert Rodriguez-Filmen „Planet Terror“ und „Machete“ aber mittlerweile rehabilitieren konnte. Der von Terence H. Winkless („Das Nest“) produzierte und co-verfasste…

  • Lost (Season 1 – 6) (USA 2004 – 2010)

     „Do you know why they call Australia ´Down Under´? Because it’s as close as you can get to Hell without being burned.“ – Nicht nur dem Namen nach ein Quell religiöser Verweise: Christian Shephard Am Anfang wird ein Auge geöffnet. Abrupt. Orientierungslos. Von unten blickt es auf die Wipfel eines Bambuswäldchens. Es ist der kurze…

  • Machete (USA 2010)

    Hat ein Film, in dem Danny Trejo („From Dusk Till Dawn“) und Steven Seagal („Alarmstufe: Rot“) die Hauptrollen spielen, eine Chance an den Kinokassen? Sofern er von Robert Rodriguez („El Mariachi“) gedreht wurde ganz bestimmt! Zusammen mit Ethan Maniquis hat der Kult-Regisseur den „Machete“ betitelten Spaß-Trailer aus „Grindhouse“ auf Spielfilmlänge gedehnt und eine abermals tiefe…

  • Manticore – Blutige Krallen (USA 2005)

    Horror und Krieg, das gehört (logischerweise) zusammen. In „Manticore – Blutige Krallen“ kombiniert Tripp Reed („Walking Tall – The Payback“) die Aspekte filmisch. Und eine mystische Mörderbestie vor dem Hintergrund des Irakkriegs hätte auch tatsächlich über hintersinniges Überraschungspotential verfügt. Doch anstatt realpolitische Bezüge mit den kalkulierten Schocks eines Creature Features zu vermengen, bringt Reed nur…

  • Planet Terror (USA 2007)

    Eine einbeinige Schönheit, die statt einer Prothese ein Maschinengewehr trägt. Das Frauenbild des Billigfilms ist ein Kuriosum. Sex und Gewalt in Personalunion, ein Vamp zwischen Unerbittlichkeit und Fragilität. „Planet Terror“ ist Robert Rodriguez’ Beitrag zu „Grindhouse“, der von ihm und Kumpan Quentin Tarantino initiierten Hommage an die schundigen Doppelsoirees der siebziger Jahre. Das Projekt widmet…

  • Darkhunters (GB 2003)

    „Endlich weiß ich jetzt worum es hier geht. Ich soll also einer Art dämonischem Kopfgeldjäger dabei helfen, die Seele eines Menschen auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Und alles wegen eines Verwaltungsfehlers im Büro des Todes.“ – Carol „Darkhunters“, soviel steht fest, besitzt einen eigenen Charme. Zumindest aus der Perspektive eines trashig geeichten Beobachters. Der britische…