Jean Reno

  • Nikita (F/I 1990)

    Eine neue Art Powerfrau Die Blaupause starker Frauen im modernen Actionkino wurde von Sigourney Weaver in „Aliens“ (1986) definiert. Sie offenbarte, dass Heldenfiguren zugleich tough und verletzlich sein konnten. Im Macho-Metier der Schwarzeneggers und Stallones ein durchaus extremer Gegenpol. Nur vier Jahre später wurde auch die Profession der Auftragsmörder nachhaltig feminin geprägt, als Luc Besson…

  • Léon – Der Profi (F 1994)

    „No women, no kids, that’s the rules.“ – Léon Das Kind im Körper eines Mannes und die Frau im Körper eines Kindes. Verbindungen wie diese machen das Kino aufregend und helfen, klassische Genre-Grenzen zu überwinden. In „Léon – Der Profi“ verschmelzen Thriller, Drama und Romanze zu einem eigenwillig kunstvollen Cocktail. Für den ist Luc Besson…

  • The Promise – Die Erinnerung bleibt (USA 2016)

    „Our revenge will be to survive.“ – Ana Früher, in der goldenen Ära von Hollywoods Studiosystem, richteten sich die opulenten Liebes-Dramen bevorzugt an bedeutenden historischen Ereignissen aus. Dieser Tradition folgen im neuen Jahrtausend nur noch wenige Filme. Die Versuche der Modernisierung, solche wie „Pearl Harbor“ (2001) oder „Shanghai“ (2010), scheitern meist an der gesteigerten narrativen Trivialität….

  • Godzilla (USA 1998)

    „This thing is much too big to be some lost dinosaur.“ – Dem Monster auf der Spur: Dr. Nick Tatopoulos Als die französische Regierung 1995 wieder Atombombentests im südpazifischen Inselatoll Mororoa (auch Muroroa) durchführte, war die Empörung groß und politische Spannungen ließen nicht lange auf sich warten. Blockbuster-Regisseur Roland Emmerich („Stargate“) reichte seinen Beitrag zur…

  • 22 Bullets (F 2010)

    Ganze 22 Kugeln hat sich der ehemalige Gangster Charly Mattei (Jean Reno) in einer Tiefgarage eingefangen. Schwer verletzt und im Anschluss sichtbar gezeichnet, konnte er das Attentat überstehen. Warum es so weit kommen musste, ist dem ehemaligen großen Mann der Unterwelt von Marseille ein Rätsel, schließlich hat er sich offiziell zurückgezogen und will ein gewaltloses…

  • Armored (USA 2009)

    Warum sollte jemand verletzt werden? Bei dem todsicheren Coup sind schließlich nur „gute Jungs“ dabei. Aber wie das so ist mit todsicheren Coups, es geht schief, was schief gehen kann. Dabei schien der Plan nicht nur simpel, sondern allen voran wasserdicht: Eine Gruppe von Sicherheitsmännern will die ihnen anvertrauten Geldtransporter ausrauben und sich anschließend als…

  • Flutsch und weg (USA/GB 2006)

    Was kommt dabei heraus, wenn sich das auf Knetfiguren spezialisierte Aardman-Studio („Wallace und Gromit“) mit den Computerspezialisten von Dreamworks („Shrek“) zusammentut? Richtig, ein vor schrägen Einfällen strotzendes Animationsabenteuer mit unverkennbarem Überbiss. Die Möglichkeiten der Modellierung mit Plaste stießen bei der Idee zu „Flutsch und weg“ an ihre Grenzen. Ein Großteil des Films spielt in Londons…

  • The Da Vinci Code – Sakrileg (USA 2006)

    Spätestens seit „Rossini“ sollte dem deutschen Kinogänger klar sein, dass die Verfilmung eines Megabestsellers mit einer Lizenz zum Geldscheindrucken gleichzusetzen ist. Wie Jan Josef Liefers in Helmut Dietls Meisterwerk treffend formulierte: „So schlecht kann der Film gar nicht werden, dass die Leute nicht massenweise rein rennen.“ Jetzt haben wir die Möglichkeit, diese Theorie zu überprüfen….

  • Der Rosarote Panther (USA 2006)

    Mit dem Tod von Peter Sellers im Jahr 1980 starb auch Chefinspektor Jacques Clouseau. Reanimationsversuche wie der Zusammenschnitt aus liegen gebliebenen Szenen oder „Der Sohn des Rosaroten Panther“ mit Roberto Benigni („Das Leben ist schön“) waren allein durch das Fehlen des unvergleichlichen Hauptdarstellers zum Scheitern verurteilt. Jetzt legt Komikergenie Steve Martin („L.A. Story“) mit dem…

  • Das Imperium der Wölfe (F 2005)

    Frankreich ist sicherlich so etwas wie die Hochburg der europäischen Filmlandschaft, denn ob Anspruch, Humor oder Action, einen eigenständigen Stil kann man unseren Nachbarn nicht abstreitig machen. In den vergangenen Jahren avancierte vor allem der vielseitige Jean Reno zum neuen Aushängeschild des französischen Kinos, der aber nicht nur in seiner Heimat arbeitet, sondern auch in…

  • Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apocalypse (F/GB/I 2004)

    Dass der gemeine Franzose nur bedingt freundschaftlich auf seinen germanischen Nachbarn zu sprechen ist, daraus macht der mitteleuropäische Verbündete gegen kriegstreiberische Feldzüge amerikanischer Aggressoren zumeist keinen Hehl. Wenn derlei auf Grund geratene Vergangenheitsbewältigung allerdings Auswertung auf der großen Leinwand erfährt, ist rasanter Budenzauber vorprogrammiert. Zumindest dann, wenn der mitunter in stoischer Lethargie badende Kultregisseur Luc…

  • Rollerball (USA/D/J 2002)

    Himmel hilf! Wieder einmal ist ein Klassiker des angestaubten Kinos der Moderne der berüchtigten Hollywood-Verwurstungs-Maschinerie zum Opfer gefallen. Der unschuldige Ideengeber heißt in diesem Falle „Rollerball“, jener von Norman Jewison gedrehte Sci-Fi-Thriller aus dem Jahre 1975. Verantwortlich für den beinahe unglaublich dämlichen Neuaufguss zeigt sich Erfolgsregisseur John McTiernan, mit Kino-Krachern wie „Stirb langsam“ oder „Predator“…

  • Die purpurnen Flüsse (F 2000)

    Am selben Tag werden zwei Polizisten 300 Kilometer voneinander entfernt mit mysteriösen Fällen konfrontiert. Inspektor Niemans (Jean Reno) bekommt es in Guernon, einer abgelegenen Berguniversität in den Alpen, mit einer verstümmelten Leiche zu tun, Kommissar Kerkerian (Vincent Cassel) soll in Sarzac die Schändung des Grabes eines vor Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommenen Mädchens…