Jamie Foxx

  • Sleepless – Eine tödliche Nacht (USA 2017)

    Es ist keine Seltenheit, dass internationale Regie-Talente dem Ruf Hollywoods folgen. Etablieren können sich nur die wenigsten. Geschuldet bleibt dies einer Politik, die kaum Chancen eröffnet. US-Debüts bedienen vorrangig mittelprächtiges, mutloses Genre-Kino. Bleibt der erhoffte Kassenschlager aus, ist das Abenteuer Traumfabrik meist schnell wieder vorbei. Das mussten bereits Matthieu Kassovitz („Gothica“), Mennan Yapo („Premonition –…

  • The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro (USA 2014)

    Viel Zeit hatte Mediengigant Sony nach dem Abschluss von Sam Raimis „Spider-Man“-Trilogie nicht verstreichen lassen, ehe der Comic-Klassiker erneut fürs Kino verfilmt wurde. Ob es ein Komplett-Reboot mit kaum variierter Vorgeschichte wirklich gebraucht hätte, spaltet das Publikum bis heute. Aber Regisseur Marc Webb („(500) Days of Summer“) und Hauptdarsteller Andrew Garfield („The Social Network“) fanden…

  • White House Down (USA 2013)

    Bereits zum zweiten Mal wird das Weiße Haus im Kino-Jahr 2013 nach den Regeln des Actionfilms demontiert. Doch nach dem ärgerlich reaktionären „Olympus Has Fallen“ schlägt „White House Down“ deutlich gemäßigtere Töne an. Dabei geht der von Schwaben-Spielberg Roland Emmerich („2012“) gedrehte Blockbuster fast als Gegenentwurf zu Antoine Fuquas hurra-patriotischer „Stirb langsam“-Variante durch. Das zeigt…

  • Django Unchained (USA 2012)

    „How do you like the bounty hunting business?“ – Dr. King Schultz „Kill white people and get paid for it? What’s not to like?“ – Django Ein politischer Filmemacher war Quentin Tarantino nie. Seine Figuren sind durch hommagierend verquirlte Gepflogenheiten des B-Kinos geprägt. Für die Reflexion der ideologischen Wucherungen staatlicher Systeme blieb da bislang wenig…

  • Kill the Boss (USA 2011)

    Ein nicht unerheblicher Teil der arbeitenden Weltbevölkerung ist im Berufsleben vermutlich schon einmal von einem selbstherrlichen, egomanischen oder inkompetenten Chef drangsaliert worden. Pech hat, wem dies in Amerika geschieht. Denn während in Deutschland und auch der Schweiz wohlwollend formulierte qualifizierte Arbeitszeugnisse gesetzlich vorgeschrieben sind, können die in den USA typischen Empfehlungsschreiben potenziell auch den karrieristischen…

  • Stichtag (USA 2010)

    Seit dem Überraschungserfolg „Hangover“ gilt Todd Phillips als neues Komödien-Schwergewicht. Diesen Status untermauert er auch mit der chaotisch-konventionellen Posse „Stichtag“, die mit Starbesetzung und zotigen Ausreißern auf den Spuren von „Ein Ticket für zwei“ wandelt. Vom Hocker reißen dürfte die kurzweilige Variierung episodischer Typenkomik wohl nur die Wenigsten. Aber der wiederum umwerfende Robert Downey Jr….

  • Valentinstag (USA 2010)

    Wenn Garry Marshall einen neuen Film dreht und diesen dann auch noch „Valentinstag“ nennt, dann kann man sich mehr als gut vorstellen worum es geht. Bei Filmen wie „Pretty Woman“, „Die Braut die sich nicht traut“ oder „Plötzlich Prinzessin“ ist das kein Wunder. In erster Linie handelt es sich also um einen sog. „Frauenfilm“. Die…

  • Gesetz der Rache (USA 2009)

    „Lieber etwas Gerechtigkeit als gar keine.“ Staatsanwalt Nick Rice (Jamie Foxx, „Ray“) verkauft den Prozess gegen zwei Verbrecher als Sieg der Justiz. Ein Jahr zuvor drangen die Angeklagten ins Haus der Familie von Ingenieur Clyde Shelton (Gerard Butler, „Gamer“) ein und töteten seine Frau und die gemeinsame Tochter. Doch die erdrückendsten Beweise drohen vor Gericht…

  • Operation: Kingdom (USA/D 2007)

    Peter Berg („Welcome to the Jungle“) zeichnete sich in der Vergangenheit nicht gerade durch Filme mit gesteigertem Anspruch aus. Der von Michael Mann („Heat“) produzierte Post-9/11-Thriller „Operation: Kingdom“ bedeutet die Wende. Wenn auch nur im Ansatz. Mit den Klischees des abgeklärten, stets coolen Amerikaners wird (zumindest partiell) gebrochen, die Fronten am mutigen Schlusspunkt gar aufgehoben….

  • Miami Vice (USA/D/PY/UY 2006)

    Michael Mann ist der König des Kriminalfilms. Mit „Collateral“ festigte der „Heat“-Regisseur seinen Stand als Thriller-Spezialist und experimentierte obendrein mit den Möglichkeiten digitaler Aufzeichnungsmedien. In „Miami Vice“, der filmischen Aufbereitung des stilbildenden 80er-Jahre Fernsehklassikers, führt er sie zur Perfektion. Seine Neuauflage hat mit der seinerzeit von ihm geprägten TV-Reihe nur Marginalien gemein. Pinke Flamingos, Pastellfarben…

  • Jarhead – Willkommen im Dreck (USA/D 2005)

    Mit seinem ersten Film gelang Filmemacher Sam Mendes bereits der große Coup. Seine Kleinstadt-Spießbürgertum-Farce „American Beauty“ heimste Oscars u.a. als „Bester Film“ und „Beste Regie“ ein. Das folgende Gangster-Drama „Road to Perdition“ stand dem zwar etwas nach, doch mit „Jarhead“ läuft Mendes wieder zu gänzlich alter Form auf. Dieser wurde zwar mit keinem Goldjungen bedacht,…

  • Stealth – Unter dem Radar (USA 2005)

    In den Niederungen des anspruchslosen Popcorn-Kinos ist Rob Cohen („xXx – Triple X“, „The Fast and the Furios“) der Prototyp des erfolgreichen Hollywoodregisseurs. Das Kampffliegerabenteuer „Stealth“ sollte den rasanten Aufstieg des Filmemachers fortsetzen, der sich abseits der bombastischen Materialschlachten eines Jerry Bruckheimer („Die Insel“) als feste Genre-Größe etablieren konnte. In einvernehmlicher Kooperation mit der US…

  • Ray (USA 2004)

    Als der große Ray Charles Robinson im Sommer 2004 im Alter von 73 Jahren einem diagnostizierten Leberleiden erliegt, verneigt sich nicht nur die Musikwelt. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, als Kind erblindet, findet Ray Charles Robinson seinen Weg durch die Musik. Er veröffentlicht dutzende von Alben, schreibt Hit an Hit und gilt als einer der einflussreichsten…

  • Collateral (USA 2004)

    Vor einigen Monaten galt Jamie Foxx noch als hoffnungsvoller Akteur aus der zweiten Reihe Hollywoods. Anfang 2005 jedoch ist er in die Liga der Top-Schauspieler aufgestiegen. Vorläufiger Höhepunkt ist die Oscar-Auszeichnung für seine bewegende Darstellung von Ray Charles. Doch auch als bester Nebendarsteller war Foxx nominiert, für seine im Grunde gar nicht so kleine Rolle…