J.K. Simmons

  • Glorious (USA 2022)

    „The universe has a favor to ask.“ – Ghat Es gibt sie noch, die Filme, die Rätsel aufgeben. Warum nur sollte jemand ein solches Werk produzieren? Und wer ist eigentlich die Zielgruppe? „Swiss Army Man“ (2016) ist ein Beispiel für derlei kreative Eigenheit. Ein anderes ist „Glorious“. Was Regisseurin Rebekah McKendry („All the Creatures Were…

  • Renegades – Mission of Honor (F/D 2017)

    Im Kino ist Krieg entweder die Hölle oder Aufhänger für zünftige Männerabenteuer. Der von Luc Besson („Valerian“) co-verfasste und gemeinsam mit dem Studio Babelsberg produzierte Heist-Actioner „Renegades – Mission of Honor“ zählt zur zweitgenannten Kategorie. Bessons Wirken hat sich im neuen Jahrtausend spürbar in Richtung B-Kino mit A-Budgets verlagert. Hollywood mag er damit einträgliche Konkurrenz…

  • Boston (USA 2016)

    „We gotta get out there and we gotta find these motherfuckers before they do this to somebody else.“ – Tommy Saunders Wenn Kino den Anspruch erhebt, die Rekonstruktion realer Ereignisse mit größtmöglicher Authentizität vornehmen zu wollen, ist Skepsis angebracht. Denn das Medium Film dient in erster Linie der Unterhaltung und bleibt somit spezifischen Regeln unterworfen,…

  • The Accountant (USA 2016)

    Chris Wolff ist alles: Mathematik-Genie, Autist, Scharfschütze. Die verschiedenen Namen, hinter denen er seine wahre Identität verbirgt, stammen von berühmten Vordenkern. Für die Obrigkeit bleibt er ein Mysterium, ein Phantom, das den gefährlichsten internationalen Verbrechern bei Bedarf die Bücher prüft. Zahlen sind seine Welt. Doch genau die gerät aus den Fugen, als er zur Abwechslung…

  • Terminator: Genisys (USA 2015)

    Wenn den Kreativen Hollywoods nichts mehr einfällt, werden Fortsetzungen produziert. Oder Reboots, also Neuankurbelungen klassischer Formeln und Franchises. Das kann wunderbar funktionieren, so wie bei „Mad Max“, oder – wie im Falle der „Teenage Mutant Ninja Turtles“ – fürchterlich in die Hose gehen. Dass die Show in Hollywood um jeden Preis weitergehen muss, zeigt auch…

  • Up In the Air (USA 2009)

    Dem kanadischen Filmemacher Jason Reitman (Sprössling von „Ghostbuster“ Ivan Reitman) ist mit Anfang 30 bereits das gelungen, wonach andere Menschen seiner Zunft ihr ganzes Leben lang streben. Nämlich von Kritikern und Publikum gleichermaßen beachtet und vor allem geliebt zu werden. Zwar sind es bislang lediglich drei Filme im Rhythmus von zwei Jahren geworden, aber mit…

  • New in Town (USA 2009)

    Natürlich kann man „New in Town“ schelten, bis Renée Zellwegers Oscar (für „Cold Mountain“) Patina ansetzt. Aber Hollywood liebt einfach seine glasklar durchschaubaren Banalitäten zwischen Familien- und Liebes-Komödie. Von daher kann auch niemand behaupten, das qualitative Mindermaß von Jonas Elmers Film (es ist das US-Debüt des Dänen) käme einer Überraschung gleich. Zumal die ruppige Herzlichkeit…

  • Way of War (USA 2009)

    „Soda water doesn’t kill people. I kill people.“ – kein Mann leerer Worte: David Über den langen Abstieg des Cuba Gooding Jr. müssen keine breiten Worte mehr verloren werden. Dem Oscar für „Jerry Maguire“ hingen Rollen in unsäglichen Komödien (u.a. „Boat Trip“) nach. Ihnen folg(t)en Verleihpremieren, mit denen der wandlungsfähige Mime offenkundig einer gewissen schauspielerischen…

  • Burn After Reading (USA/GB/F 2008)

    „Osbourne Cox? I thought you might be worried… About the security… Of your shit.“ – Chad Ihre Durststrecke haben Joel und Ethan Coen überwunden. Der letzte Streich „No Country for Old Men“, ausgezeichnet mit vier Oscars, bedeutete die Rückkehr zum untrüglichen Moment der Brillanz, das sie in der Vergangenheit durch eine Serie individueller Meisterwerke führte….

  • Juno (USA 2007)

    Schwanger mit 16. Und jetzt? In Deutschland stehen Mütter vor dem Erreichen der Volljährigkeit, die sogenannten Teenie-Mamas, stellvertretend für das Prekariat, die soziale Unterschicht, jene möglicherweise Chancen- wie oft genug resignativ Ambitionslosen, die ihre Zukunft im sozialen Niemandsland wähnen. Klischees, wahlweise auch Vorurteile wie diese bilden die Realität nicht selten mit überraschender Präzision ab. Umso…

  • Postal (CAN/USA/D 2007)

    „Was ist der Unterschied zwischen einer Ente?“ – während des Bewerbungsgesprächs Kritiken zu den Filmen von Uwe Boll wollen als Warnung verstanden werden. Der Wermelskirchener Hollywood-Export hat sich auf Verfilmungen populärer Videospiele spezialisiert. Dass die mit der Vorlage meist nur den Namen teilen, geht noch als clevere Verkaufsstrategie durch. Doch die Boll-Werke lassen das handwerkliche…

  • Spider-Man 3 (USA 2007)

    Sam Raimi nimmt seine Charaktere ernst. Darum ist Spider-Man Peter Parker eine so viel komplexere Figur als andere Superhelden. Bei aller Übernatürlichkeit ist er ein Mensch geblieben, in dessen Problemhorizonte man sich hineinversetzen kann. Solche wie Existenzangst, die Suche nach dem Platz im Leben und – nicht zu vergessen – Liebeskummer. Peter ist gewachsen und…

  • Ladykillers (USA 2004)

    Wenn sich schon am kulturellen Erbe vergangener Kinozeitalter vergriffen werden muss, dann doch bitte wenigstens mit Stil. So dreht sich das Remake-Karussell weiter und weiter, stoppt plötzlich bei Alexander Mackendricks formidabler Krimi-Komödie „The Ladykillers“ von 1955 und serviert mit den Gebrüdern Coen gleich die passenden Inszenatoren. Allerdings nur, weil Barry Sonnenfeld („Men in Black“) kurzfristig…

  • Spider-Man 2 (USA 2004)

    Für Peter Parker (Tobey Maguire, „Seabiscuit“) hat sich seit den tragischen Ereignissen vor zwei Jahren das Leben merklich verändert. Hinter der Fassade des studierenden Pizzaboten, der eine kleine Wohnung behaust und nicht genug Geld hat, um die Miete zu zahlen, verbirgt sich noch immer Spider-Man. Dieser jedoch hat ein nicht gerade geringes Problem, denn die…

  • The Gift – Die dunkle Gabe (USA 2000)

    Sam Raimi hat vielen Filmfreunden in der frühen Jugend wunderbare Stunden geschenkt. Was war das doch für ein Gefühl, als 12-jähriger die ungeschnittene Fassung seines „Tanz der Teufel“ in einer der erbärmlichsten Qualitäten zu Gesicht zu bekommen. Doch ab da war man wer, man hatte IHN gesehen. Doch diese Zeiten sind nun wirklich schon sehr…

  • The Mexican – Eine heiße Liebe (USA/MEX 2001)

    Zwei Superstars in einem ursprünglich als Independent-Produktion angelegten Film. Das kann was werden, muss es aber nicht. Wie leider auch „The Mexican“ zeigt, mit dem Regisseur Gore Verbinski („Mäusejagd“) mehr gepflegte Langeweile als fesselnde Unterhaltung bietet. Durch einen Verkehrsunfall sorgt Jerry (Brad Pitt, „Fight Club“) versehentlich dafür, dass Mafiosi Margolese (Gerne Hackman, „Erbarmungslos“) ins Gefängnis…