Found Footage

  • Open Water: Cage Dive (AUS 2017)

    Erfolge schaffen Nachahmer. Diese für Filmfortsetzungen gültige Standardfloskel greift auch beim Überraschungserfolg „Open Water“ (2003). Der bekam 2006 das erste alleinstehende Sequel spendiert, ignorierte dabei aber die Gefahr durch Haie. Dieser, nennen wir es Malus, wird vom dritten Teil, „Cage Dive“, gleich doppelt egalisiert. Denn mehr noch als im Original markieren die Knorpelfische in Gerald…

  • Katakomben (USA 2014)

    Horrorfilme sollen das Fürchten lehren. Dabei gibt es Beiträge, die wollen mehr als das. Sie wollen außergewöhnlich sein und altgediente Genre-Standarten überwinden. Ein solches Werk ist „Katakomben“ (Originaltitel: „As Above, So Below“). Nur hat die Sache entscheidende Haken: Die von John Erick Dowdle („Devil“) routiniert gestaltete Geisterbahnfahrt bleibt von unfreiwilliger Komik überschattet und arbeitet sich…

  • Seekers (D 2015)

    „Ich glaub‘ ich geh nie wieder in ein Hotel.“ – Wie wahr: George Wer sind eigentlich die Menschen, die das Ausgangsmaterial von Found Footage-Streifen in der filmischen Realität zusammenschneiden? Nehmen wir als Beispiel die deutsche Variante „Seekers“. In den einleitenden, kurios fehlerhaften Texttafeln ist die Rede davon, dass in der polnischen Pampa Kameras mit insgesamt…

  • The Visit (USA 2015)

    „Would you mind getting inside the oven to clean it?“ – Selbst nicht ganz sauber: Nana Früher war M. Night Shyamalan ein innovativer Filmemacher. Mit „The Sixth Sense“ (1999) definierte er den Mystery-Thriller neu und präsentierte in der Folge esoterisch übertrieben aufgeheizte, jedoch ungemein effektive Angstmacher des Kalibers „Signs“ (2002). Der finale Kniff wurde zu…

  • Frankenstein’s Army (NL/CZ/USA 2013)

    Die klassische Schauermär um den fehlgeleiteten Wissenschaftler Viktor Frankenstein hat eine Vielzahl an Filmen inspiriert. Manche davon orientieren sich eng an der Vorlage Mary Shelleys, andere wiederum variieren lediglich die grundlegenden Motive eines Leben und Tod überwindenden Mad Scientist. Einen der bislang ungewöhnlichsten Ansätze präsentiert Richard Raaphorst mit seinem Langfilmdebüt „Frankenstein’s Army“. Denn der effektvolle…

  • The Bay (USA 2012)

    Wer glaubte, dem Found Footage-Horror wären keine neuen Perspektiven mehr abzuringen, wird vom Oscar-prämierten Regisseur Barry Levinson („Rain Man“) eines Besseren belehrt. Der von ihm gedrehte und mit „Paranormal Activity“-Schöpfer Oren Peli auch produzierte Öko-Thriller „The Bay“ präsentiert im Sinne politischer Online-Aufklärungsarbeit Leaked Footage-Grusel mit mannigfaltigen Realitätsbezügen. Autor Michael Wallach verleiht der Geschichte gesteigerte Brisanz,…

  • Jaws in Japan (J 2009)

    Achtung, Etikettenschwindel! Wo „Jaws in Japan“ (oder alternativ „Psycho Shark“) draufsteht, ist nicht automatisch auch ein Hai drin. Na gut, als absurder Schlusspunkt hüpft ein schlecht animierter Riesenkillerfisch aus dem Meer, die kaugummizähen 70 Minuten Vorlauf allerdings spotten wahrlich jeder Beschreibung. Aber sei es drum, hier soll es schließlich um eine Besprechung besagten Filmes gehen,…

  • Sinister (USA/GB 2012)

    Lassen sich dem Geister-Horror nach „The Sixth Sense“ und „Paranormal Activity“ noch neue Seiten abringen? Offenkundig nicht. Wirkungsvolle Schocker lassen sich trotzdem auf den Weg bringen, was bei „Sinister“ die beidhändige Ideenanleihe sowohl bei modernen Low Budget-Kassenschlagern wie „Insidious“ als auch Klassikern des Kalibers „The Shining“ bedeutet. Zusätzlich angereichert mit Motiven von Serienkiller-Thriller und Found…

  • The River (Season 1) (USA 2012)

    Steven Spielberg hat eigentlich immer das richtige Händchen. Egal ob im Kino, wo er zuletzt „Die Abenteuer von Tim und Struppi“ als bildgewaltigen Animationsfilm adaptierte, oder im TV. Dort erzielte er als Produzent von Serien wie „Taken“, „Falling Skies“ oder „Band of Brothers“ Erfolge. Bei „The River“ aber schien ihm das Glück nicht in bewährter…

  • The Devil Inside (USA 2012)

    Mit Filmtrends ist das so eine Sache. So schnell wie sie gekommen sind, ist der Reiz an ihnen auch wieder verflogen. Das Phänomen erschöpft sich in der steten Wiederholung. Denn wo Erfolg ist, da gibt es Nachahmer. Der Mockumentary-Horror, also die Vorgaukelung realer Ereignisse durch die von Protagonisten geführte Kamera, erlebte durch „Blair Witch Project“…

  • Paranormal Activity 3 (USA 2011)

    So lange sich die minimalistische Found Footage-Geisterbahn „Paranormal Activity“ erfolgreich ausbauen lässt, ist ein Ende der dämonischen Heimsuchungen nicht abzusehen. Dass diese mit jedem weiteren Teil – abgesehen vom offiziellen japanischen Ableger „Tokyo Nights“ – tiefer in die Vergangenheit blicken, beschert der kommerziellen Einfuhr keinen Abbruch. Der dritte (amerikanische) Part der Reihe widmet sich der…

  • Apollo 18 (USA/CDN 2011)

    Bislang wurde die Welt in dem Glauben gelassen, das Apollo-Weltraumprogramm wäre nach 17 Missionen im Jahr 1972 beendet worden. Das Gegenteil beweisen unter Verschluss gehaltene Aufnahmen von NASA und US-Regierung. Mit diesen bereichert Produzent Timur Bekmambetov („Darkest Hour“) das Genre des Found Footage-Horrors und blickt zurück auf das Rennen der (einstigen) Supermächte um die Erforschung…

  • Atrocious (E/MEX 2010)

    Erfolg schafft Nachahmer. Das war so, das bleibt so. Einer der Trends im Horrorfilm ist das Found Footage-Schema, bei dem durch amateurhafte Handkameraaufnahmen Realitätsnähe suggeriert wird. Nach Klassikern wie „Cannibal Holocaust“ (1974) wurde das Sujet mit „Blair Witch Project“ (1999) salonfähig. Vermehrt eingesetzt wird das Stilmittel absoluter Subjektivität aber erst seit dem Erfolg von „Paranormal…

  • Paranormal Activity – Tokyo Night (J 2010)

    Der Poltergeist schlägt wieder zu: Nach dem Sensationserfolg von Oren Pelis Mystery-Thriller „Paranormal Activity“ war ein Sequel schnell beschlossene Sache. Unabhängig von der eigentlichen Fortsetzung entstand in Japan der offizielle Ableger „Tokyo Night“, der an die Ereignisse von Pelis Vorlage nicht nur vage anknüpft, sondern das Original über weite Strecken einfach kopiert. Das mag sporadisch…

  • Der letzte Kannibale (D 2011)

    Traue keinem Einsiedler mit eidgenössischem Akzent und Machete! Vor allem dann nicht, wenn dieser im Stadtwald Führungen zum angeblich einzig verbliebenen Menschenfresser Deutschlands anbietet und unliebsamer Konkurrenz mit Feuer spuckenden MG-Salven zu Leibe rückt. Dass die Welt der Amateur-Filmschmiede P.S.Y.C.H.O. Productions eine blutig absurde ist, bewiesen Crippler Criss und Master W bereits mit „Das Geheimnis…

  • Paranormal Activity 2 (USA 2010)

    Nach dem Sensationserfolg des Handkamera-Horrors „Paranormal Activity“ war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Statt Oren Peli, der das Original für schlappe 15.000 Dollar drehte und als Produzent fungiert, nahm Tod Williams („The Door in the Floor“) auf dem Regiestuhl Platz. Das Budget kletterte auf rund drei Millionen, der Plot hingegen blieb weitgehend unverändert. Wenn die…