Dino De Laurentiis

  • Zwei Missionare (I/F 1974)

    „Zunächst mal bauen wir hier ‘ne Schnapsbrennerei für Feuerwasser. Das ist gesund und macht ‘nen schmalen Fuß.“ – Mit Blick für das Wesentliche: Pater Pedro Diese zwei schickt der Himmel: In „Zwei Missionare“ sind Bud Spencer und Terence Hill im Auftrag des Herrn unterwegs und halten der katholischen Kirche dabei einen nicht zwingend rühmlichen Spiegel…

  • Barbarella (F/I 1968)

    Barbarella (Jane Fonda) ist eine Aeronautin der Klasse 5 (häh?), die im Jahr 40.000 in ihrem beplüschten (!) Raumschiff durch das Weltall fliegt. Weshalb sie das tut ist nicht unbedingt ersichtlich, ist aber auch irgendwie egal. Denn am Anfang legt sie einen fast fünfminütigen Strip in der Schwerelosigkeit ab, der diese Frage glatt in die…

  • Flash Gordon (GB 1980)

    „Who are you?!“ „Flash Gordon, Quarterback, New York Jets!“ Am Anfang schon ward er besungen, geboren nur um ein Held zu sein: „Flash – aaa-aaaah – saviour of the universe!“ Imperator Ming (Max von Sydow, lebende Kinolegende) vom Planeten Mongo, der böser ist als Dr. Evil, Palpatine, Pinky und der Brain zusammen, hat einen eigenartigen…

  • Gefahr: Diabolik (I/F 1968)

    Fällt der Name Mario Bava, wird dieser meist mit Italo-Horrorklassikern wie „Blutige Seide“ (1964) oder „Im Blutrausch des Satans“ (1971) in Verbindung gebracht. Dabei hat des Altmeisters Repertoire neben Horrorfilmen auch Sandalenschinken, Western und Abenteuerfilme zu bieten. Im schicksalhaften Jahr 1968 traute Bava sich auf neues Terrain und widmete sich einem in seiner Heimat Italien…

  • Navajo Joe – Kopfgeld: Ein Dollar (I/E 1966)

    Mit Selbstbräuner zur vigilanten Rothaut: Burt Reynolds ist Navajo Joe, ein Einzelgänger, der das Gesetz in die eigenen Hände nimmt. Wer würde es ihm verübeln? Schließlich hat Bandenführer Duncan (Aldo Sambrell, „Todesmelodie“) seinen Stamm massakriert. Für die Skalps aufrührerischer Indianer erhielt er bisher je einen Dollar. Doch der Kopfjäger und seine Mannen gingen zu weit….

  • Eine Flut von Dollars (I 1966)

    Als politisch unkorrekte Abwandlung uramerikanischer Filmthemen ging der Italo-Western in die Geschichte ein. In seiner Anfangsphase Mitte der sechziger Jahre jedoch war sein Erscheinen noch spürbar von US-Standarten und deren charakterlichen Stereotypen geprägt. Die eigene Note, diese sich im Sinne des Film Noir etablierende Unberechenbarkeit, setzte sich erst allmählich durch. Bei Carlo Lizzanis („Der Bucklige…

  • The Dead Zone (USA 1983)

    Anfang der Achtziger erreichten Kinofilme nach den Büchern Stephen Kings Hochkonjunktur. Viel geändert hat sich daran bis heute nicht, doch verfügen die alten Adaptionen über zeitgeistliche Schwere und einen bitteren Ernst, der nicht durch die tricktechnischen Möglichkeit der Gegenwart konterkariert wird. Vielleicht täuscht der Eindruck, dass in dieser Zeit die besten Werke nach King über…

  • Red Sonja (USA/NL 1985)

    „No man may have me, unless he’s beaten me in a fair fight.” – Sonja Heißa, lustig ist das Barbarenleben. Und damit auch die Frauen nicht zu kurz kommen, zwängte sich anno 1985 die groß gewachsene Brigitte Nielsen („Beverly Hills Cop 2“) in knappe Lederoutfits. Richard Fleischer hatte ein Jahr zuvor „Conan – Der Zerstörer“…

  • Der weiße Büffel (USA 1977)

    Timing ist alles. Auch im Filmgeschäft. „Der weiße Büffel“ kam 1977 in (fast) allen Belangen zu spät. Vom Western nahm kaum mehr jemand Notiz und der Monsterfilm, der durch Spielbergs Welterfolg „Der weiße Hai“ – die Quasi-Gleichheit der deutschen Titel ist im Gegensatz zur Ähnlichkeit der bösartig animalischen Ausgeburten tatsächlich Zufall – endgültig der Realität…

  • Wilde Pferde (I/E/F 1973)

    Irgendwie amerikanisch und doch ein Italo-Western: „Wilde Pferde“ hat den internationalen Star (Charles Bronson, „Ein Mann sieht Rot“), den internationalen Regisseur (John Sturges, „Die glorreichen Sieben“) und den internationalen Produzenten (Dino De Laurentiis, „King Kong“). Dass Letztgenannter gebürtiger Italiener ist, ändert wenig. Schließlich brachte er von „Dune“ bis „Armee der Finsternis“ sein Scherflein zumeist in…

  • Orca – Der Killerwal (USA 1977)

    Nach dem sensationellen Erfolg von Spielbergs „Der weiße Hai“ (1975) ließen Epigonen im Fahrwasser seines Killerfischs nicht lange auf sich warten. Bevor aber Italiens Filmindustrie den Mythos zu Tode und Belanglosigkeit melkte, schickte Hollywood in „Orca – Der Killerwal“ den Großvater von „Free Willy“ in einen verbissenen Kleinkrieg mit Richard Harris („Harry Potter und der…

  • King Kong (USA 1976)

    Dino De Laurentiis weiß, was Männer wünschen. Seit Jahrzehnten erfreut uns der große Zampano der Oden an die Männlichkeit mit dem puren Testosteron gewidmeten Meisterwerken wie „Conan der Barbar“ oder „Armee der Finsternis“. Über 150 Filme hat er bis heute produziert – ein Ende ist vorerst nicht abzusehen. Seit 1933 ist King Kong aus der…