Christian Slater

  • Operation: Broken Arrow (USA 1996)

    John Woo und Hollywood: eine künstlerische Liaison, die viel versprach, statt großen Klassikern aber lediglich solide Action-Kost hervorbrachte. Nach seinem durchwachsenen, partiell immerhin furiosen US-Einstand „Harte Ziele“ (1994) bedeutete „Operation: Broken Arrow“ (1996) seine zweite Regiearbeit in Nordamerika. Dass auch diese unmöglich an seine Hong-Kong-Pflichtwerke „A Better Tomorrow“ (1986), „The Killer“ (1989), „Bullet in the…

  • El Gringo (USA 2012)

    Christian Slater ist wieder da. In den 80ern und frühen 90ern zählte er zur Speerspitze der jungen Wilden Hollywoods und wirkte in Werken wie „Young Guns II“ und „True Romance“ mit. Spätestens zum Jahrtausendwechsel, nach Rollen u.a. in John Woos „Broken Arrow“ und „Windtalkers“, zeigte die Karrierekurve jedoch zunehmend nach unten. Auftritte in B- und…

  • Shootout – Keine Gnade (USA 2012)

    Im Actionfach folgt derzeit eine Rückbesinnung auf die Vergangenheit. Damit ist einerseits die Blütezeit des Genres in den martialischen 80ern gemeint, andererseits aber auch die Stilistik der Hardboiled-Thriller der 70er. In „Shootout – Keine Gnade“ kommen mit Hauptdarsteller Sylvester Stallone und Regisseur Walter Hill gleich zwei prägende Vertreter jener filmisch-kreativen Strömungen zusammen. Dabei steht Stallone…

  • Mobsters – Die wahren Bosse (USA 1991)

    Ein Gangsterfilm für die MTV-Generation. Mit aufstrebenden Jungstars und der Anlehnung an große Klassiker. Damit erinnert „Mobsters“ (dt. Titel: „Das teuflische Imperium“) an „Young Guns“, der sich drei Jahre zuvor unter ähnlichen Vorzeichen dem Western näherte. Gleich ist beiden Werken auch die Schnelllebigkeit. Oberflächlich werden reale Ereignisse und Protagonisten gestreift, ohne den Zeitgeist der jeweiligen…

  • Soldiers of Fortune (USA/RUS 2012)

    Back to the 80’s… Früher gab es Filme vom Schlage eines „Soldiers of Fortune” wie Sand am Meer. Die Helden waren kernig, quasi unzerstörbar und irgendeinen windigen Drogenbaron oder Klein-Diktator gab es immer zu beseitigen. Willkommen zurück in den sinnfreien, aber irgendwie immer noch unterhaltsamen 80ern. In jenem Jahrzehnt stieg auch der Stern des Christian Slater…

  • Amok – He Was a Quiet Man (USA 2007)

    Im nachbarschaftlichen Umfeld werden Mörder, nachdem sich aufgestauter Frust und Aggression in einer Bluttat entladen haben, gern als ruhige Zeitgenossen beschrieben. Der gewalttätige Ausbruch kommt meist unerwartet, ohne Vorzeichen oder Warnungen. Auch der unauffällige Büroangestellte Bob Maconell (endlich mal wieder in einer überzeugenden Rolle: Christian Slater, „True Romance“), der mit dem unzeitgemäßem Oberlippenbart und dem…

  • True Romance (USA 1993)

    „Do I look like a beautiful blonde with big tits and an ass that tastes like French vanilla ice cream?” – Clarence Das muss Liebe sein: Clarence (Christian Slater, „Broken Arrow“), verträumter Clerk eines Comicladens, geht wie jedes Jahr an seinem Geburtstag ins Kino. Allein. Seine lustvoll geschwungenen Reden darüber, dass er, natürlich nur wenn…

  • Bobby – Sie alle hatten einen Traum (USA 2006)

    Bereits im Alter von fünf Jahren begann für Emilio Estevez („Men at Work“) die „Arbeit“ an seinem Lebenstraum, den er keine 40 Jahre später mit „Bobby“ verwirklichen sollte. Damals schüttelte er dem Senator Robert F. Kennedy während eines Auftrittes kurz und beiläufig die Hand, ein für Estevez prägendes Erlebnis. Ein Jahr später wurde Kennedy erschossen….

  • Hard Rain (USA/GB/DK/F/D 1998)

    Scheiß Regen! Seit der Staudamm die Wassermassen nicht mehr halten kann, herrscht in der provinziellen Kleinstadt Land unter. Der Sheriff (Randy Quaid, „Independence Day“) sorgt für die Evakuierung der Bewohner, der auswärtige Geldtransporteur Tom (Christian Slater, „Broken Arrow“) für die Räumung der örtlichen Bankressourcen. Das ruft findige Ganoven auf den Plan, die den Panzerwagen unter…

  • Alone in the Dark (USA/CDN/D 2005)

    „Just because you can’t see something, doesn’t mean it can’t kill you.” – Edward Carnby Unbeirrt von Kritikerschelte und kommerziellem Misserfolg sucht der Wermelskirchener Regisseur Uwe Boll sein Glück in Hollywood. Auf der Internetpräsenz seines Unternehmens für Filmproduktion und -verleih (www.boll-kg.de) lässt Boll gar verlauten, „Weltmarktführer in der Verfilmung von Videospielen“ zu sein. Ganz schön…

  • Hollow Man II (USA 2006)

    Für den Videomarkt gedrehte Fortsetzungen namhafter Kinofilme sind ein einträgliches Geschäft für die produzierenden Studios. Die dem Titel anhaftende Erwartungshaltung lockt das Publikum – nicht selten in die Falle der Qualitätslosigkeit. Paul Verhoeven, dessen interstellare Schlachtplatte „Starship Troopers“ bereits Opfer eines schundigen Nachklapps für den Verleih wurde, drehte mit „Hollow Man“ (2000) eines seiner schwächsten…

  • Der Name der Rose (D/F/I 1986)

    „Laughter kills fear. And without fear, there can be no faith. Because without fear of the devil, there is no need of god.” – Jorge de Burgos „Der Name der Rose” zählt zu den hervorragenden Buchadaptionen der Filmgeschichte. Nicht, dass es Jean-Jacques Annaud allzu genau mit der Vorlage Umberto Ecos nähme. Geschickterweise reduziert der französische…

  • Windtalkers – Director’s Cut (USA 2002)

    John Woo vs. Director´s Cut Bei „Harte Ziele” – seinem US-Debüt – konnte der chinesische Maestro des Heroic Bloodshed nicht wie er wollte, bei „Broken Arrow” wollte er nicht wie er konnte. Die TV-Produktionen „Black Jack“ und „Once a Thief“ lassen wir achtlos unter den Tisch fallen und „Paycheck“ richtet so lange keinen Schaden an,…

  • Mindhunters (USA/GB/FIN/NL 2004)

    Vor einigen Jahren galt Renny Harlin als Garant für gute Actionfilme. Sein Einsatz und Engagement, die weibliche Hauptrolle mit seiner damaligen Lebensabschnittsgefährtin Geena Davis zu besetzen, sorgte jedoch meist für kommerziellen Schiffbruch. Passenderweise wiederfuhr dies seiner „Piratenbraut“, die nicht nur als einer der teuersten Flops in die Kinogeschichte einging, sondern auch gleich noch das Filmstudio…

  • Hard Cash (USA 2002)

    Als Quentin Tarantino mit „Pulp Fiction“ den ultimativen Kultfilm einer ganzen Dekade vorlegte, ließ sich kaum erahnen, dass bereits kurz nach diesem gigantischen Siegeszug zahllose Schmalspurregisseure und Gossenautoren auf den fahrenden Zug aufspringen und dem Zuschauer in Windeseile ihre Version des humoristischen Killerbüffets auftischen würden. Sicherlich gesellte sich der ein oder andere brauchbare Ausflug ins…