Boaz Davidson

  • The Outpost – Überleben ist alles (USA 2020)

    Es erscheint unmöglich, den Realismus von Kriegsfilmen zu bewerten, wenn man militärische Gefechtssituationen nie am eigenen Leib erfahren musste. Im Falle von „The Outpost“, der Rekonstruktion des 2006 erfolgten Kampfes um einen US-Stützpunkt in Afghanistan, hilft die Einschätzung ehemaliger Soldaten. Die äußerten sich etwa auf der Imdb ausgiebig über das von Millennium Films („The Expendables“)…

  • Rambo: Last Blood (USA 2019)

    Die Entwicklung des klassischen Action-Recken John Rambo ist vom Wandel der Zeit geprägt. Zunächst, in „First Blood“ (1982), war er ein traumatisierter Elitekämpfer, Sinnbild dafür, was der Krieg mit seinen vermeintlichen Helden anrichtet. Da dies für Hollywood aber kaum ein seriales Produkt ermöglicht, wurde die kritische Projektionsfläche mit „Part two“ (1985) ins Gegenteil verkehrt und…

  • Homefront (USA 2013)

    „Beautiful house, horse trails, river in the back yard. Seriously, what else could we ask for?“ – Mit Fäusten und Zuversicht: Phil Filmtrailer sind ein zweischneidiges Schwert. Vorrangig sollen sie Neugierde und bestenfalls Vorfreude wecken. Das Dilemma ist nur, wenn in der Vorschau bereits die besten Szenen präsentiert oder schlimmer noch Erwartungen geschürt werden, die…

  • American Cyborg: Steel Warrior (USA 1993)

    Der Sondermüll lebt! Im preiswert produzierten Endzeit-Actioner „American Cyborg“ hat er gar die Erde unterjocht. 17 Jahre sind seit dem verheerenden Atomkrieg vergangen. Die Überlebenden wurden in Ruinenstädten zusammengetrieben. Beherrscht und überwacht werden sie von einem selbstständig agierenden Computerprogramm, das den schleichenden Siechtod der unfruchtbaren Menschheit quasi verwaltet – oder durch unbarmherzige Cyborgs gleich selbst…

  • Streets of Blood (USA 2009)

    „The Big Easy ain’t so easy anymore.“ – Andy Millennium Films, die Produktionsfirma der verdienten B-Movie-Recken Boaz Davidson, Trevor Short und Avi Lerner („John Rambo“), versucht sich nach dem desaströs gescheiterten „Righteous Kill“ erneut an einem dreckigen Cop-Thriller. Nur gelernt haben sie offenbar nichts. Zwar pumpt das Produzenten-Trio respektable Budgets in seine Projekte und gewinnt…

  • Zombies (USA 2006)

    Ein Titel, der in die Irre führt: „Zombies“ hat nichts mit den Mythen eines George A. Romero gemein. Im Original heißt der von B-Routinier J.S. Cardone („The Forsaken“) inszenierte Film „Wicked Little Things“. Und nicht weniger als solchen begegnet Karen Tunny (Lori Heuring, „Taboo“), als sie nach dem Tod ihres Mannes das baufällige Haus von…

  • Hard Attack (USA 1995)

    Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges gebar die Welle für den Videomarkt produzierter Filme den Schauspieler David Bradley. Als legitimer Nachfolger von Michael Dudikoff in „American Fighter 3“ (1989) eingeführt, verlieh Bradley seinem Namen als „American Samurai“ (1992) und „Cyborg Cop“ (1993) dezentes Gewicht. Mangelndes Talent und schlecht produzierte Filme platzierten ihn jedoch rasch hinter etablierteren…

  • Edison (USA 2005)

    Auf der Welle des Erfolgs drängen Musiker nicht selten ins Filmgeschäft, um ihrer Karriere ein zweites Standbein zu verschaffen. In „Edison“ – dem Spielfilmdebüt des TV-Regisseurs David J. Burke („Sea Quest DSV“) – sind es gleich zwei Darsteller mit doppeltem Zubrot: Rapper LL Cool J („Mindhunters“) und Pop-Star Justin Timberlake („Southland Tales“). Letzterem wird es…