Swimming Pool – Der Tod feiert mit (D 2001)

swimming-pool-der-tod-feiert-mitDer Schlitzer-Film ist tot und die Tränen der Trauer längst getrocknet, da schickt sich eine Produktion aus unseren Landen noch einmal an, den Genrestandard durchzuexerzieren. „Swimming Pool – Der Tot feiert mit” nennt sich das Ergebnis und ist wohl das mit Abstand dämlichste, was derzeit in unseren Videotheken unter der Rubrik Neuheiten zu finden ist. In diesem Trash der Güteklasse F feiern einige Schüler/Studenten – u.a. Isla Fisher („Scooby-Doo”) und James McAvoy („White Teeth”) – nach dem Bestehen ihrer Prüfungen eine inoffzielle Fete in einem Schwimmbad. Doch unter den ausgewählten Gästen befindet sich auch jemand, der mit dieser illustren Runde reicher Protz-Kids nicht so viel anzufangen weiß und alsbald geht der Schwarze Mann um und lässt die Zahl der Partygäste stetig sinken.

Nach altbackenem Schema wird hier geklaut, was das Zeug hält. Die ersten Minuten kennt man aus „Scream” und das Ganze endet als „Freitag der 13.” im Schwimmbad, ohne auch nur ein eigenständiges Element mit einfließen zu lassen. Angefangen bei der international zusammengewürfelten Schauspielerriege, die selbst mit diesem Film hoffnungslos überfordert ist, bis hin zum dümmlichen Ende, paart sich Langeweile mit Unverständnis. Langeweile, weil der Film nicht in wenigstens einer Szene so etwas wie Spannung aufbaut. Unverständnis über das Drehbuch, welches löchriger und unzusammenhängender nicht sein könnte. Hinzu kommen die Aktionen der Figuren. Da stolpert ein Mädel auf der Flucht vor dem Killer auf der Treppe, aber anstatt aufzustehen, kriecht sie die nächsten Meter nur. Zwei Minuten später aber kann sie mit Anlauf einige Meter springen und den Killer attackieren.

Mich würde auch interessieren, wo zwei der potenziellen Opfer abgeblieben sind, denn fünf Minuten vor Ende des Spuks sieht man sie noch Putzmunter, aber sterben tun sie nicht und aus der Schwimmhalle kommen sie auch dann icht heraus, als alles vorbei ist. Eine Unverschämthiet sind auch die dümmlichen Dialoge samt dazu gehöriger Synchronisation. Die Sprecher leihern ihr Programm lieblos und emotionslos herunter und der Film ist im Endeffekt nichts anderes als B-Schund, der lediglich durch ein oder zwei halbwegs gelungene Tötungssequenzen für kurzes Bewahren vor dem Einschlafen sorgt. Mit den richtigen Leuten und reichlich Alk kann man sich den Film aufgrund seiner unfreiwilligen Komik sicherlich EINMAL geben, aber ansonsten bitte einen großen Bogen um dieses Werk machen!

Wertung: 3 out of 10 stars (3 / 10)

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