Sumpf des Grauens (USA 1985)

sumpf-des-grauensDie Biber sind los! Das heißt, eigentlich ist es nur einer, aufrecht und unter ohrenbetäubendem Gebrüll durch die Natur stapfend. Ja, wir sind offensichtlich im „Sumpf des Grauens“, wobei es der Originaltitel noch besser trifft: „Terror in the Swamp“. Das macht was her, da ist Radau im Morast. Oder auch nicht, denn dem bräsigen Monsterfilm fehlt es an allem, was derart profunden Schabernack so ungemein sympathisch macht. Vom Mann im Fellanzug wohlwollend abgesehen.

Die ersten Minuten führt uns die subjektive Kamera durchs Sumpfland, dicht vorbei an Baumstämmen und Blattwerk. Und natürlich unterlegt mit röhrendem Geschrei, das selbst die Alligatoren in tiefe Wasser scheucht. Lange dauert es nicht, und der Statist im Affenkostüm (!) wird sichtbar. Den ersten Toten gibt es auch bald, einen fettleibigen Jäger, dem die Pranke des Untiers durchs Gesicht streicht. Der Gipfel der Gewalt ist damit bereits erklommen. Woher die Freigabe ab 18 rührt, bleibt in der Folge schleierhaft.

Entfleucht ist die Kreatur einem verrückten Professor, der der Pelzindustrie größere Ressourcen bescheren wollte. Bedauerlicherweise hielt sein Assistent, dessen Arme an der Hüfte festgenagelt scheinen, die genetische Symbiose aus Mensch und Biber für einen gewinnbringenden Versuch. Die Suppe auslöffeln darf nun Wildhüter Frank (Billy Holliday, „Nebenstraßen“), der, schließlich hat die Jagdsaison begonnen, Nachforschungen anstellen soll. Erhöhte Polizeipräsenz könnte den bewaffneten Pöbel schließlich zu unüberlegten Alleingängen anspornen.

Auftrag und Leben erschwert ihm eine Sippe so grenzdebiler wie trinkfreudiger Felljäger, die sich wortreich an der Jagd auf die Bestie beteiligen. Nein, im kultivierten Amerika ist die Handlung dies wahrhaft beschämenden Billig-Films nicht angesiedelt. Trotz gesteigerten Camp-Faktors und hundsmiserabler Darsteller hält sich das Amüsement im Sinne des Trashs doch arg in Grenzen. Hochprozentiger mag nicht nur den Protagonisten helfen, doch dürfte dieser Mega-Murks auf Öko-Horror selbst der ganz unerschütterlichen Klientel kaum mehr als ein gelangweiltes Gähnen entlocken. Vergessen wurde der Streifen jedenfalls völlig zu recht.

Wertung: (2 / 10)

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