Submerged – Gefangen in der Tiefe (USA 2015)

submerged-gefangen-in-der-tiefeEin Auto stürzt in einen Kanal und sinkt auf den Grund. Dass es sich um eine gepanzerte Stretch-Limousine handelt, ist für die Insassen Fluch und Segen zugleich. Zwar dringt das sie umgebende Wasser nur langsam ins Innere ein, allerdings lassen sich die Scheiben unmöglich zerstören, um an die Oberfläche zu gelangen. So müssen Fahrer Matt (Jonathan Bennett, „Party Animals 3“), eigentlich Chauffeur des strauchelnden Großindustriellen Hank (Tim Daly, „Private Practice“), und Begleiter in der Tiefe gefangen ausharren und auf Rettung hoffen. Nur drohen nicht allein Unterkühlung und Sauerstoffknappheit. Denn die Strömung zieht sie langsam Richtung offenes Meer.

Wie es zu dem Unfall kam, erörtert Regisseur Stephen C. Miller („Silent Night“) in Rückblicken. Dabei lässt sich schnell die überschaubare Qualität von „Submerged“ ermessen. Die Inszenierung ist mäßig, fährt mal bemühte Hochglanzbilder auf, um ihnen kurz darauf mit wackliger Handkamera gefilmte Einstellungen folgen zu lassen. Auch die Darsteller überzeugen kaum. Das gilt vor allem für Hauptakteur Jonathan Bennett, der so brav wie ausdruckslos wirkt. Für die eingestreuten Actioneinlagen ist das nicht gerade als Vorteil zu begreifen. Die Grundkonstellation des zumindest nicht langweiligen B-Thrillers mag noch ein gewisses Interesse wecken. Spätestens am übertrieben konstruierten Schlusspunkt ist davon aber nichts mehr übrig.

Die eingestreuten Rückschauen weisen Matt zunächst als fürsorglichen Bruder aus. Den Tod des jüngeren Dylan (Cody Christian, „Teen Wolf“), der sich als Drogendealer versuchte, kann er jedoch nicht verhindern. Von Belang ist das alles kaum. Irgendwann kutschiert er Hanks Tochter Jessie (Talulah Riley, „Die Girls von St. Trinian“) samt Freund Brandon (Samuel Caleb Hunt, „Chicago P.D.“), einem befreundeten Paar und dem zwielichtigen Todd (Giles Matthey, „The Duel“) zu einer Party. Auf dem Heimweg werden sie bei einem Zwischenstopp von maskierten Männern überfallen, die Jessie verschleppen wollen. Bei der daran geknüpften Schießerei darf Matt im Heldenmodus agieren, die folgende Flucht endet trotzdem im Kanal. Nach Logik wird dabei besser nicht gefragt.

Das Harren auf dem Grund wird bald von gegenseitigen Schuldzuweisungen und wüsten Disputen überschattet. Sauerstoff lässt sich so nicht sparen. Obendrein wirken die Konflikte an den Haaren herbeigezogen. Am Ende muss sich das Geschehen aber doch noch an die Oberfläche verlagern. Das führt zu einem absurden Finale mit schaler B-Action, bei dem plötzlich jede halbvergessene Nebenfigur in den Reihen der Gangster zu finden ist. Viel zu bieten hat der Film damit nicht. Die während der Anfangstitel am Computer gestaltete Fahrt durchs geflutete Verbrennungssystem des Autos macht da noch am meisten her. Aus der klaustrophobischen Grundkonstellation schöpfen die Macher nur geringe Wirkung. Ein Trost ist da selbst die Mitwirkung von Routinier Mario Van Peebles („New Jack City“) nicht.

Wertung: (4 / 10)

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