Strung Out – Top Contenders: The Best of Strung Out (2011, Fat Wreck)

strung-out-top-contendersNun haben auch STRUNG OUT mal ihren Bestand durchforstet und ein paar ihrer zahlreichen Hits aus den Verließen gelassen und entstaubt. Nach mehr als zwei Punkrock-Dekaden darf es das ruhig auch mal sein. Insgesamt 23 alte Kracher haben ihren Weg auf „Top Contenders“ geschafft, mit denen STRUNG OUT quer durch ihre ausgiebige Historie wandern. Die neue Politur auf den Songs wirkt aber nicht immer gelungen. „Mind of My Own“ bspw. hatte in der alten Form einfach mehr Schmiss, zudem geht der düstere Charme dadurch etwas verloren. Aber gut, Songs wie „Firecracker“, „Exhumation of Virginia Madsen“ oder „In Harms Way“ gehörten seinerzeit zum Pflichtprogramm eines jeden Bizarre-Festivals in den späteren 90ern. Natürlich fehlen ein paar persönliche Highlights, aber das bringt ein solch ausführlicher Back-Katalog wie der von STRUNG OUT einfach mit sich. 

Wer STRUNG OUT noch nicht kennt, bekommt hier auf jeden Fall einen sehr guten Überblick über das Schaffen einer der besten Bands, die Fat Wreck je hervorgebracht hat. Vor allem, weil sie den typisch kalifornischen Punkrock mit zum Teil metallischen Einflüssen versetzten. Den Übergang dazu stellte seinerzeit die EP „Element of Sonic Defiance“ dar, welche bspw. mit dem großartigen „Scarecrow“ bedacht wurde. An dieses Niveau reichen die drei neuen Songs nicht heran. „City Lights“ ist eine eher seichte, melodische Nummer, während „Saturday Night“ und „Here We Are“ auch eher melodische denn härtere Beiträge sind. Alte Fans müssen wg. der neuen Songs also kaum zugreifen, aber die weitreichende Zusammenstellung macht einfach Spaß. Wobei die neue Politur gewiss nicht jedem gefallen wird. 

Wertung: (6,5 / 10)

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