Strung Out – Blackhawks Over Los Angeles (2007, Fat Wreck)

strung-out-blackhawks-over-los-angelesMit STRUNG OUT meldet sich eine der dienstältesten Bands von Fat Wreck zurück, die kürzlich erst noch bei uns auf europäischen Bühnen bei diversen Festivals oder Shows zu Besuch gewesen sind. 15 Jahre haben die Jungs um Frontmann Jason Cruz nun auch schon auf dem Buckel, dabei gelang ihnen – im Gegensatz zu anderen Kollegen – nie der ganz große Wurf. An mangelnder Qualität hat es sicherlich nicht gelegen, aber vielleicht war gerade in der zweiten Hälfte der STRUNG OUT-Ära der Sound des Quintetts etwas zu sperrig. Mit ihrem nunmehr siebten Album „Blackhawks Over Los Angeles“ könnten STRUNG OUT aber nun noch einmal ein richtig dickes Ding ins Rennen schicken, welches an die wirklich guten Alben aus den 90ern („Twisted By Design“, „Suburban Teenage Wasteland Blues“) anschließt und bei weniger Spielerei einfach mehr sein kann. 

Zu Beginn wissen STRUNG OUT ihr Pulver noch gezielt einzusetzen, „Calling“ als auch das Titelstück erinnern eher an die letzten beiden Alben, hier sind die Metal-Riffs noch etwas prägnanter als im weiteren Verlauf. Dann aber plötzlich eine Art Kehrtwende, denn mit „All the Nations“ legen STRUNG OUT einen ihrer schmissigsten Hits seit Jahren vor. Das Tempo ist wohl dosiert und da ist es wieder, dieses Gefühl, das die Band früher so ausgemacht hat. Es setzt wieder Hymnen und davon gibt es gleich mehrere. Wo „All the Nations“ genannt wird, müssen auch „A War Called Home“ oder „The King has Left the Building“ fallen. „Dirty Litte Secret” hat dabei im Refrain beinahe schon „poppigen” Charakter. Dass kein falscher Eindruck entsteht, Bubblegum setzen einem STRUNG OUT immer noch nicht vor, vielmehr ist den Jungs scheinbar wieder die Spielfreude und Melodieverliebtheit ihrer Anfangsjahre zugeflogen. Somit ist „Blackhawks Over Los Angeles“ wieder ein richtig gutes STRUNG OUT-Album geworden, was vor allem die älteren Fans der Band mehr als freuen dürfte. 

Wertung: (7,5 / 10)

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