Strays – Blutige Krallen (USA 1991)

strays-blutige-krallenScheidungsanwalt Paul Jarret (Timothy Busfeld, „Quiz Show“) zieht mit Frau (Kathleen Quinlan, „Breakdown“), Töchterchen und Schoßhund aufs Land. Was die Maklerin jedoch verschweigt ist, dass die Vorbesitzerin des sanierungsbedürftigen Hauses von Katzen zerfleischt wurde. Bald beanspruchen die wilden Stubentiger auch den Besitz der Familie Jarret und beseitigen, um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, den Monteur der Telefongesellschaft. Da sträuben sich nicht nur die Sinne von Allergiker Paul, miauen die pelzigen Übeltäter doch alsbald zum Großangriff.

Die Fernsehproduktion „Strays – Blutige Krallen“ ist ein passabler Horror-Thriller mit manch guter Kamerafahrt. Die Schauspieler agieren solide, hervorzuheben bleibt jedoch einzig Claudia Christian („The Hidden“) als intrigante Schwägerin. Regisseur John McPherson („Der weiße Hai 4 – Die Abrechnung“) räubert sich durch Genre-Vertreter wie „Grüne Augen in der Nacht“ (1969) oder „Die Vögel“ (1963) und greift beim finalen Zweikampf zwischen Kampfkater und Familienvater sogar auf die Schlusssequenz von „Der weiße Hai 2“ (1978) zurück.

Innerhalb der kurzen Laufzeit ist wenig Raum für Langeweile. Ungeachtet eines gewissen Spannungsgrades schwebt der Film dennoch in einem Dämmerzustand steter Belanglosigkeit. Auf Schocks und Blut wird fast vollständig verzichtet, obgleich zumindest die gut in Szene gesetzten Tiere für eine stimmige Atmosphäre bürgen. Dabei weist „Strays – Blutige Krallen“ eine durchaus groteske Note auf, wenn die samtpfotigen Meuchler mit einem Krug Wasser in Schach gehalten oder im hektischen Nahkampf durch Plüschduplikate ersetzt werden. Letzten Endes ist der Film einen Blick wert. Qualitative Unterhaltung sieht allerdings anders aus.

Wertung: (4 / 10)

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