Stout – Time Has Come to a Standstill (2004, I.C. Recordings)

„Does it help to pray? Does it help to be scared? If so, whom does it help?“ – ’The Wise Man‘s Smile’

Wenn eine Band seit neun Jahren Bestand hat und durch sich wiederholende personelle Umstrukturierungen und selbst auferlegte Zwangspausen ein ambitioniertes Vorwärtsdümpeln eigenhändig torpediert, so kann dies schon mal die eine oder andere Sinnkrise nach sich ziehen. Im Falle von STOUT besann man sich zu Beginn des neuen Jahrtausends jedoch eines besseren und legt nun gar den „Time Has Come to a Standstill“ betitelten Debütlongplayer vor. Selbiger stampft der Gangart des Metal-getränkten Hardcores denn auch seinen individuellen Stempel auf, verstehen sich STOUT doch handwerklich ansprechend auf die Gratwanderung zwischen den Stilismen von Genrevertretern des Kalibers UNBROKEN.

Das daraus resultierende Erzeugnis vermengt bei vorwiegend gezügeltem Tempo gitarrenbedachten Metal mit kompromisslosem Hardcore, bettet rau gebellte Vocals in einen druckvollen Produktionsrahmen. STOUT erfinden auf ihrem Erstling weder das Rad, noch den Hardcore neu, wissen jedoch durch ausgefeilte Melodien und das stringente Umschalten zwischen den Gegebenheiten der differenten Stilgattungen zu überzeugen. Das gelungene Artwork setzt das letztendliche Ausrufezeichen hinter eine Scheibe, deren herausgespiene Trostlosigkeit und Verzweiflung in jeder Sekunde greifbar scheinen.

Wertung: (6 / 10)

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